Ausbildung im Überblick
- AusbildungstypUniversität
- AbschlussBachelor Bachelor of Arts in Soziologie und einem weiteren Fach
- UnterrichtsspracheDeutsch Unterrichtssprache ist Deutsch.
- Zeitliche BeanspruchungVollzeit
- Dauer
Die Regelstudienzeit für den Bachelor beträgt 6 Semester, für den Master 4 Semester. Es besteht keine Studienzeitbeschränkung.
So sieht die Ausbildung aus
Differenzierter Einblick in die Funktionsweise von Gesellschaft
Die Soziologie bildet den Kern der Sozialwissenschaften und befasst sich mit allen Aspekten des Zusammenlebens der Menschen. So fragt sie beispielsweise danach, welche Normen und Werte unser Handeln leiten, sie analysiert den gesellschaftlichen Wandel, die soziale Integration oder Geschlechterverhältnisse und widmet sich Themen wie Identität, Migration, Digitalisierung und Globalisierung. Die enorme inhaltliche Breite des Fachs hat denn auch zur Entstehung verschiedener Teilsoziologien (z.B. politische Soziologie, Kultursoziologie, Entwicklungssoziologie, Mediensoziologie etc.) geführt. In Basel wird Wert gelegt auf eine differenzierte Ausbildung in soziologischen Theorien und Methoden. Neben der Erörterung der vielfältigen sozialen Beziehungsformen, Praktiken, Prozesse und Strukturen steht im Bachelorstudium im Zentrum des Interesses, wie Gesellschaft überhaupt möglich ist, wie sie funktioniert und welche Probleme sie erzeugt. Thematische Schwerpunkte sind soziale Ungleichheit, Konflikt und Kooperation, Globalität, Nachhaltigkeit und Identität sowie Wirtschaft, Wissen und Kultur.
Schwerpunkte der Lehre und Forschung
Die Soziologie im Bachelorstudium beschäftigt sich mit der Theorie und kritisch-reflexiven Analyse aller Formen von Gesellschaft. Die differenzierte Theorieausbildung (Kulturtheorie, Sozialphilosophie, Anthropologie, politische Theorie) ist dabei eng mit der praxisorientierten Schulung in qualitativen und quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung verzahnt. Schwerpunkte der Lehre bilden drei Themenmodule:
- Das Modul „Politische Soziologie“ widmet sich der Analyse politischer Ordnungen, von Machtverhältnissen und kollektiven Entscheidungsprozessen in modernen, kontrastiv indes auch traditionalen Gesellschaften. Es verbindet klassische und aktuelle Ansätze der politischen Soziologie mit Fragen sozialer Ungleichheit, Konflikt und Kooperation sowie globaler Verflechtungen. Im Zentrum stehen politische Institutionen, Akteure und Diskurse ebenso wie Prozesse der Vergesellschaftung, Politisierung und Entpolitisierung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.
- Das Modul „Wirtschaftssoziologie“ versteht ökonomische Prozesse als gesellschaftlich eingebettete Phänomene. Es befasst sich mit der sozialen und kulturellen Konstitution wirtschaftlicher Praktiken, Organisationen und Märkten sowie mit der Entstehung und Bedeutung ökonomischen Wissens. Thematische Schwerpunkte bilden unter anderem Arbeit, Tausch, Organisation, Märkte, Kapitalismus, Wissen und Digitalisierung. Das Modul führt in zentrale wirtschaftssoziologische Theorien, Fragestellungen und empirische Forschungsfelder ein.
- Das Modul „Kultursoziologie“ richtet den Fokus auf symbolische Ordnungen, Sinnstrukturen und kulturelle Praktiken. Es untersucht, wie Bedeutungen, Identitäten und soziale Wirklichkeiten kulturell hervorgebracht, stabilisiert und verändert werden. Behandelt werden unter anderem Fragen von Kultur, Medien, Kommunikation, Wissensordnungen und Alltagspraktiken sowie deren gesellschaftliche Voraussetzungen und Folgen.
Die einzelnen Bereiche sind durch integrierende Veranstaltungen zu übergreifenden Themen miteinander verbunden. Besonderes Gewicht liegt auf interaktiven Lehrformen, die den Studierenden frühzeitig forschendes Lernen ermöglichen soll. Dazu werden z.B. durch Tutoren und Tutorinnen betreute Kleingruppen sowie projektorientierte Arbeitsformen eingesetzt.
Studienaufbau
Der Bachelor ist der erste Studienabschluss vor dem Master und umfasst insgesamt 180 Kreditpunkte (KP). Soziologie wird als eines von zwei Studienfächern zu je 75 KP studiert. Hinzu kommt der freie Wahlbereich (30 KP). Als zweites Bachelorstudienfach kommt neben Fächern der Philosophisch-Historischen Fakultät auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage.
Der freie Wahlbereich steht allen Studierenden zur freien Verfügung. Er dient in der Regel dem Erwerb allgemeiner Kompetenzen (Fremdsprachen, EDV, Rhetorik etc.), dem interdisziplinären Lernen (fachfremde bzw. interdisziplinäre Lehrveranstaltungen), der weiteren Vertiefung des eigenen Fachstudiums oder dem Erwerb eines Zertifikats.
Zulassung
Direkte Zulassung
Eidg. anerkannte gymnasiale Maturität, Berufsmaturität mit bestandener Passerelle oder Bachelor-Abschluss einer Fachhochschule bzw. Pädagogischen Hochschule.
Verbindliche Informationen unter: https://unibas.ch/zulassung
Latein / Griechisch
Das Studium der Soziologie erfordert kein Latinum.
Weitere Sprachkenntnisse
Englisch: Kenntnisse zum Lesen und Verstehen von englischer Fachliteratur wird vorausgesetzt. Mündliche Fertigkeiten sind von Vorteil, da einige Lehrveranstaltungen in Englisch stattfinden.
Französisch: Kenntnisse zum Lesen und Verstehen von französischer Fachliteratur sind von Vorteil aber nicht Bedingung.
Kosten
Studiengebühren pro Semester (auch für Prüfungssemester): CHF 850.-
Bemerkungen
Wegleitungen, Studienpläne und Studienordnungen für das Studienfach Soziologie finden sich auf der Webseite der Philosophisch-Historischen Fakultät: https://philhist.unibas.ch/de/studium/dokumente-merkblaetter/