Ausbildung im Überblick
- AusbildungstypUniversität
- AbschlussBachelor Bachelor of Arts in Philosophie und einem weiteren Bachelorstudienfach
- UnterrichtsspracheDeutsch Unterrichts- und Prüfungssprache ist Deutsch.
- Zeitliche BeanspruchungVollzeit
- Dauer
Die Regelstudienzeit für den Bachelor beträgt 6 Semester. Es besteht keine Studienzeitbeschränkung.
So sieht die Ausbildung aus
Leidenschaftlich denken, klar argumentieren
Die Philosophie stellt Grundsätzliches in Frage. Sie nimmt die Reichweite unseres Denkens, die Möglichkeiten unseres Handelns, die Gründe unseres Fühlens, die Vorwegnahmen unseres Hoffens nicht einfach hin, sondern unter die Lupe. Und sie fragt auch über das denkende, handelnde, fühlende, hoffende Subjekt hinaus: nach den Strukturen und Fluchtlinien der Welt. Ja, sogar das philosophische Fragen selber stellt sie in Frage – etwa, weil es neben der Interpretation von Ich und Welt auch darauf ankommen könnte, sie zu verändern.
Wer Fragen dieser Art systematisch und mit Gründen angehen möchte, ist im Studium der Philosophie sehr gut aufgehoben. Das inhaltliche Spektrum ist äusserst vielfältig und umfasst Bereiche wie Logik und Philosophie des Geistes, Ethik und Politische Philosophie, Kulturtheorie und Ästhetik, wobei die Geschichte der Philosophie von der Antike bis in die Gegenwart in den Blick genommen wird. Das Studium schult die Fähigkeit, unterschiedliche Argumente, Denkweisen und Denksysteme nachzuvollziehen, zu interpretieren und zu beurteilen, und regt im Spannungsfeld zwischen Selbstdenken und Gedankenaustausch zu Kritikfähigkeit und theoretischer Kreativität an.
Schwerpunkte der Lehre und Forschung
Der Fachbereich Philosophie in Basel legt Wert darauf, dass Philosophie in Lehre und Forschung breit abgedeckt wird. Das spiegelt sich institutionell in drei Professuren:
- Geschichte der Philosophie: Gunnar Hindrichs, mit Schwerpunkten in der Metaphysik, der Philosophie der Subjektivität, der Sozialphilosophie und der Ästhetik.
- Praktische Philosophie: Angelika Krebs, mit Schwerpunkten in der Politischen Philosophie, der (Angewandten) Ethik, der Philosophie der Gefühle und der Ästhetik.
- Theoretische Philosophie: Markus Wild, mit Schwerpunkten in der Philosophie des Geistes, der Erkenntnistheorie, der Philosophie der Biologie und der Philosophie der Neuzeit.
Von Angehörigen des Mittelbaus und in Arbeitsschwerpunkten ausserhalb der strukturellen Professuren wird das Studienangebot ergänzt mit feministischer Philosophie, Klimaethik, Tierethik, Pflanzenphilosophie, romantischer Naturphilosophie, Sprachphilosophie, Handlungstheorie, Metaethik, Intersubjektivitätstheorie, Phänomenologie und Religionsphilosophie.
Ein Charakteristikum des Studiums in Basel ist die Betonung der interaktiven Lehre. So ist im Bachelorstudium zum Beispiel die Arbeit in kleinen, von Tutorinnen und Tutoren begleiteten Gruppen fester Bestandteil der drei obligatorischen Grundkurse Praktische Philosophie, Theoretische Philosophie und Logische Propädeutik (Einführung in die logischen und semantischen Grundlagen). Diese Grundkurse vermitteln einen Überblick über die Themen und Methoden der jeweiligen Disziplin und führen in die zentralen Fragestellungen und Probleme ein. In der Gestaltung des weiteren Studiums sind die Studierenden weitgehend frei. Sie können die Module individuell aus dem jeweiligen Semesterangebot an Proseminaren, Seminaren und Vorlesungen zusammenstellen.
Genauere Auskunft über die einzelnen Themen finden sie unter der Rubrik «Professuren» und den Personen unter der Rubrik «Fachbereich» auf der Website des Fachbereichs Philosophie.
Studienaufbau
Der Bachelor ist der erste Studienabschluss vor dem Master und umfasst insgesamt 180 Kreditpunkte (KP). Das Studienfach Philosophie wird dabei als eines von zwei Studienfächern zu je 75 Kreditpunkte studiert. Hinzu kommt der freie Wahlbereich (30 KP).
Als zweites Bachelorstudienfach kommt neben Fächern der Philosophisch-Historischen Fakultät auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage.
Der freie Wahlbereich steht allen Studierenden zur freien Verfügung. Er dient in der Regel dem Erwerb allgemeiner Kompetenzen (Fremdsprachen, EDV, Rhetorik etc.), dem interdisziplinären Lernen (fachfremde bzw. interdisziplinäre Lehrveranstaltungen), der weiteren Vertiefung des eigenen Fachstudiums oder dem Erwerb eines Zertifikats.
Zulassung
Direkte Zulassung
Eidg. anerkannte gymnasiale Maturität, Berufsmaturität mit bestandener Passerelle oder Bachelor-Abschluss einer Fachhochschule bzw. Pädagogischen Hochschule.
Verbindliche Informationen unter: https://unibas.ch/zulassung
Latein / Griechisch
Das Philosophiestudium erfordert kein Latinum mehr.
Weitere Sprachkenntnisse
Hilfreich sind Sprachkenntnisse in Französisch und insbesondere in Englisch, da wichtige philosophische Werke in diesen Sprachen geschrieben wurden und in Lehrveranstaltungen mitunter auf originalsprachliche Quellen Bezug genommen wird. Wie in den andern Wissenschaften dominiert in der Philosophie heute zunehmend die englische Sprache, zentrale zeitgenössische Texte liegen allein auf Englisch vor. Empfohlen werden auch Kenntnisse in Griechisch und Latein, die für einen Grossteil des älteren philosophischen Schrifttums die Primärsprache bilden. Es besteht die Möglichkeit, das Latinum oder Graecum im Rahmen des freien Wahlbereichc zu erwerben und anrechnen zu lassen.
Kosten
Studiengebühren: 850.-
Bemerkungen
Wegleitungen, Studienpläne und Studienordnungen für das Studienfach Philosophie finden sich auf der Webseite der Philosophisch-Historischen Fakultät:
https://philhist.unibas.ch/de/studium/dokumente-merkblaetter/