Bachelor

Osteuropa-Studien

Universität Basel UNIBAS
Basel (BS)
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Ausbildung im Überblick

  • Ausbildungstyp
    Universität
  • Abschluss
    Bachelor Bachelor of Arts in Eastern European Studies
  • Unterrichtssprache
    Deutsch Unterrichtssprachen sind Deutsch, Englisch und ggf. slavische Sprache(n).
  • Unterrichtsform
    Präsenzunterricht
  • Zeitliche Beanspruchung
    Vollzeit
  • Dauer

    Die Regelstudienzeit für den Bachelor beträgt 6 Semester. Es besteht keine Studienzeitbeschränkung.

So sieht die Ausbildung aus

Osteuropa erkunden – historisch, kulturwissenschaftlich, interdisziplinär

Osteuropa reicht nach gängiger Definition von den neuen Mitgliedsländern der Europäischen Union bis zur Ostgrenze Russlands und schliesst die Länder Südosteuropas und den Kaukasus mit ein. Während Osteuropa früher oft als eine abgeschlossene, eigene Welt jenseits des Eisernen Vorhangs beschrieben wurde, richten wir heute den Blick vermehrt auf seine einmalige Vielfalt an Ethnien, Sprachen, Kulturen und Religionen sowie auf die zahlreichen politischen, ökonomischen und kulturellen Verflechtungen zwischen den östlichen und westlichen Regionen Europas.

Der erste interdisziplinäre Osteuropa-Studiengang der Schweiz kann bereits auf über zwanzig Jahre erfolgreicher Vermittlung von Wissen über das östliche Europa zurückblicken. Vermittelt werden Kultur, Sprachen und Geschichte ganz Osteuropas, mit Schwerpunkt auf den slavischen Kulturen. Eine Besonderheit des Basler Modells ist die intensive Auseinandersetzung mit dem Medium Film und die Kooperation mit der Kunstgeschichte sowie mit den Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Der Bachelorstudiengang Osteuropa-Studien wird vom Slavischen Seminar und von der Professur für Osteuropäische Geschichte am Departement Geschichte gemeinsam angeboten. Ergänzend können Studierende einschlägige Veranstaltungen der Kunst-, der Wirtschafts- und der Gesellschaftswissenschaften belegen.

Der Fokus der Osteuropa-Studien an der Universität Basel liegt auf der Kultur und Geschichte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts. Es werden Veranstaltungen zu allen drei Teilregionen – ostslavischer Raum (Ukraine, Belarus, Russland bzw. ehemalige Sowjetunion), Ostmitteleuropa sowie Südosteuropa – angeboten. Nach einer Einführungsphase, in der ein Überblick über die verschiedenen Regionen sowie über Methodik und Theorien der beteiligten Fächer vermittelt wird, können die Studierenden eigene regionale und thematische Schwerpunkte setzen und das erworbene Wissen bei Studienexkursionen und Auslandsaufenthalten vertiefen.

Eine Besonderheit der Osteuropa-Studien in Basel ist eine kulturwissenschaftliche Ausrichtung. Diese umfasst unter anderem die fundierte Auseinandersetzung mit dem osteuropäischen Film, die mit einer Einführung in die Filmwissenschaft beginnt und im Laufe des Studiums durch regelmässige Veranstaltungen zum osteuropäischen Kino vertieft wird.

Im Spracherwerb ist das Erlernen mindestens einer osteuropäischen Sprache für alle Studierenden obligatorisch, der Erwerb zumindest einer weiteren osteuropäischen Sprache wird empfohlen. Angeboten werden Kurse in Bosnisch-Kroatisch-Montenegrinisch-Serbisch (BKMS), Polnisch, Tschechisch und Russisch. Zudem können derzeit Kurse in Ukrainisch, Ungarisch und Jiddisch besucht werden.

Der Studiengang Osteuropa-Studien gliedert sich in folgende Bereiche:

  1. Spracherwerb erste osteuropäische Sprache
  2. Länderkunde Osteuropas
  3. Historischer Kernbereich: Einführung in das Geschichtsstudium, Einführung in die osteuropäische Geschichte, Module «Basis Osteuropäische Geschichte», «Aufbau Osteuropäische Geschichte» und «Archive/Medien/Theorien Osteuropa-Studien»
  4. Kulturwissenschaftlicher Kernbereich mit den drei Modulen: «Slavische Literaturwissenschaft», «Slavische Sprachwissenschaft» und «Visuelle Medien in Osteuropa»
  5. Erweiterungsbereich mit sieben Modulen (hiervon müssen zwei gewählt werden): «Kunst in Osteuropa», «Gesellschaft in Osteuropa», «Wirtschaft in Osteuropa», «Spracherwerb zweite osteuropäische Sprache» (Bosnisch-Kroatisch-Montenegrinisch-Serbisch, Polnisch, Russisch, Tschechisch oder eine andere Sprache)
Studienaufbau

Der Bachelor ist der erste Studienabschluss vor dem Master und umfasst insgesamt 180 Kreditpunkte (KP). Beim Bachelorstudiengang Osteuropa-Studien handelt es sich um einen sogenannten Monostudiengang, der ohne weitere Fächer zu 150 KP studiert wird. Hinzu kommt der freie Wahlbereich (30 KP).

Als integrierter, interdisziplinär angelegter Vollstudiengang kann der Bachelorstudiengang Osteuropa-Studien mit keinem zweiten Studienfach kombiniert werden.

Der freie Wahlbereich besteht aus frei wählbaren Lehrveranstaltungen. Sie sind einsetzbar zur Vertiefung der gewählten Studienschwerpunkte, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Fächer und/oder zum Erwerb von zusätzlichen Sprachkompetenzen.

Neben dem integrierten Studiengang bietet die Philosophisch-Historische Fakultät das Bachelorstudienfach Osteuropäische Kulturen an, das mit einem zweiten Bachelorstudienfach kombiniert werden kann.

Zulassung

Direkte Zulassung

Eidg. anerkannte gymnasiale Maturität, Berufs-/Fachmaturität mit bestandener Passerelle oder Bachelor-Abschluss einer Fachhochschule bzw. Pädagogischen Hochschule.
Verbindliche Informationen unter: http://www.unibas.ch/zulassung

Latein / Griechisch

Es besteht kein Lateinobligatorium.

Weitere Sprachkenntnisse

Es werden keine Fremdsprachenkenntnisse vor Studienbeginn vorausgesetzt. Bei der Wahl von Russisch als erste osteuropäische Sprache ist die Teilnahme am kostenlosen Intensivkurs vor Semesterbeginn obligatorisch.

Kosten

Studiengebühren: 850.-

Bemerkungen

Wegleitungen, Studienpläne und Studienordnungen für den Studiengang Osteuropa-Studien finden sich auf der Webseite der Philosophisch-Historischen Fakultät: https://philhist.unibas.ch/de/studium/dokumente-merkblaetter/

Weitere Informationen