Master

Medienwissenschaft

Universität Basel UNIBAS
Basel (BS)
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Ausbildung im Überblick

  • Ausbildungstyp
    Universität
  • Abschluss
    Master Master of Arts in Medienwissenschaft und einem weiteren Masterstudienfach
  • Unterrichtssprache
    Deutsch Die Unterrichtssprache ist in der Regel Deutsch. Gute englische und französische Sprachkenntnisse werden empfohlen. Latein ist an der Universität weder im Bachelor- noch im Masterstudium Voraussetzung für das Studienfach Medienwissenschaft. Dennoch sind Lateinkenntnisse von Vorteil.
  • Zeitliche Beanspruchung
    Vollzeit
  • Dauer

    Die Regelstudienzeit für den Bachelor beträgt 6 Semester, für den Master 4 Semester. Es besteht keine Studienzeitbeschränkung.

So sieht die Ausbildung aus

Kompetent in Sachen Medien und ihrer Erforschung

Medienwissenschaft untersucht die Geschichte, Technik, Ästhetik und Theorie von Medien. Sie fragt nach den Wechselwirkungen zwischen Medien und Kultur, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Ihr Gegenstandsbereich reicht von den frühesten Formen von Bild, Schrift und Zahl über Buchdruck, Fotografie, Film, Fernsehen, Radio, Musik und Klang bis hin zum digitalen Medienverbund und Computercode. Medienwissenschaft untersucht die Dynamik dieser Entwicklungen bis in unsere digitale Gegenwart. Sie analysiert den Mediengebrauch und den materiellen Charakter analoger und digitaler Medien und fragt nach den medialen Bedingungen und Möglichkeiten unseres Denkens, Wahrnehmens und Handelns.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Entsprechend dieser Forschungsausrichtung gliedert sich das Masterstudium in vier Module, aus denen sich die Lehrveranstaltungen zusammensetzen:

  • Theoretische Perspektiven: Dieses Modul beschäftigt sich mit Theorien, Denkmodellen und Denksystemen im Hinblick auf Medien, mediale Prozesse und Strukturen. Neben Medientheorien im engeren Sinne können auch andere Darstellungsformen behandelt werden, die sich spezifisch mit Medien, dem Medienbegriff oder der Frage medialer Kommunikation auseinandersetzen. Anhand von Fallstudien und aktuellen Forschungsfragen werden die Reichweite und Erklärungskraft medientheoretischer und -historiographischer Denkfiguren, Argumente und Erklärungsmuster diskutiert. Der Schwerpunkt liegt dabei sowohl auf der Analyse der Systematik und Geschichte von Theorie als auch auf der Anwendung von Theorie und der Entwicklung von theoretischen Fragestellungen.
  • Kulturtechniken:Dieses Modul widmet sich dem Zusammenspiel von Praktiken, Materialitäten und Medien, die am Entstehen von Kultur beteiligt sind. Im Zentrum des Moduls stehen Fragen nach den Inskriptionen und Zirkulationsformen, Übertragungen, Übersetzungen und Verschiebungen, mit denen kulturelles Wissen generiert und vermittelt wird. Die Studierenden erarbeiten systematische und historische Perspektiven auf den medientechnischen Ablauf kultureller Prozesse, der stets von grundlegenden Praktiken wie beispielsweise Beschreibungen, Berechnungen, Messungen oder Codierungen initiiert und kontrolliert wird. Anhand aktueller Forschungsfragen gilt es dabei, die Wirkkräfte und Mechanismen zu verstehen und zu beherrschen, die zur Hegung und Entfaltung von Kultur beitragen.
  • Strategien des Digitalen:Dieses Modul bietet eine vertiefte Untersuchung der Logiken und Effekte von Digitalität und Digitalisierung auf die Produktion, Distribution, Zirkulation, Wahrnehmung, Rezeption und Übertragung von Daten, Information und Wissen. Gegenwärtige Praktiken des Digitalen werden im Rückgriff auf konkrete medienhistorische und medienarchäologische Formen und Konstellationen aufgefächert und reflektiert. Denn anders als oft angenommen, wird das Digitale nicht erst seit seiner elektronischen Verarbeitung wirksam, sondern ist zurückzuführen auf symbolische Praktiken, die analoge Welt der Materialien und Dinge in menschlich oder maschinell les- und prozessierbare Codes zu übertragen. Differenzieren, Codieren, Übertragen, Kombinieren, Regeln und Steuern können demnach als die grundlegenden Strategien des Digitalen verstanden werden, die es im Hinblick auf Kontinuitäten, Brüche, Verschiebungen und Mutationen zu analysieren gilt.
  • Forschungsorientiertes Studium: Im Zentrum dieses Moduls steht die angeleitete, eigenständige Forschung im Rahmen eines Forschungsseminars. Studierende gewinnen Einblicke in die Planung und Durchführung grösserer Forschungsvorhaben und werden so an die Methoden und Techniken des fortgeschrittenen wissenschaftlichen Arbeitens herangeführt. Ziel ist die Kompetenz, eigenständig zu recherchieren, zu forschen und die Ergebnisse in angemessener Form zu präsentieren. Es geht ebenso um die kritische Analyse von Maschinencode wie um Fragen der soziokulturellen Wirkungen von Medientechniken.
Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor und umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Im Masterstudium wählen die Studierenden zusätzlich zur Medienwissenschaft ein davon unabhängiges Studienfach. Beide werden zu je 35 KP studiert. Jenes Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der freie Wahlbereich (20 KP) hinzu.

Als zweites Masterstudienfach kommt ein Fach der Philosophisch-Historischen Fakultät oder ein ausserfakultäres Studienfach in Frage. Die Studierenden können es ihren Interessen und beruflichen Zielen gemäss wählen.

Der freie Wahlbereich besteht aus frei wählbaren Lehrveranstaltungen, die zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Sprachkompetenzen einsetzbar sind.

Zulassung

Direkte Zulassung

Eine Zulassung ohne Auflagen erfolgt in der Regel mit einem Bachelorabschluss im Studienfach Medienwissenschaft der Universität Basel oder mit dem Nachweis von gleichwertigen Studienleistungen, erbracht an einer von der Universität Basel anerkannten Hochschule.

Nach der Anmeldung beim Studiensekretariat nimmt die zuständige Prüfungskommission eine fachliche Prüfung der Dossiers vor. Erfüllt ein Bachelorabschluss die Zulassungsvoraussetzungen nicht oder nur teilweise, kann eine Zulassung zum Masterstudium mit Auflagen und/oder Bedingungen (bis max. 60 KP) erfolgen. Das Studiensekretariat teilt den Entscheid abschliessend schriftlich mit.

Verbindliche Informationen zur Zulassung finden sich in der entsprechenden Studienordnung sowie unter https://unibas.ch/zulassung.

Latein / Griechisch

Für das Studienfach Medienwissenschaft besteht kein Lateinobligatorium.

Kosten

Studiengebühren: 850.- pro Semester

Bemerkungen

Wegleitungen, Studienpläne und Studienordnungen für das Studienfach Medienwissenschaft finden sich auf der Webseite der Philosophisch-Historischen Fakultät: https://philhist.unibas.ch/de/studium/dokumente-merkblaetter/