Master

Gräzistik

Universität Basel UNIBAS
Basel (BS)
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Ausbildung im Überblick

  • Ausbildungstyp
    Universität
  • Abschluss
    Master Master of Arts in Gräzistik - Greek Philology und einem 2. Masterstudienfach
  • Unterrichtssprache
    Deutsch Die Unterrichtssprache ist vorwiegend Deutsch. Es können aber auch Veranstaltungen in Englisch abgehalten werden.
  • Zeitliche Beanspruchung
    Vollzeit
  • Dauer

    Die Regelstudienzeit für den Master beträgt 4 Semester. Es besteht keine Studienzeitbeschränkung.

So sieht die Ausbildung aus

Studium & Analyse der griechischen Literatur und Kultur in all ihren Erscheinungsformen

Die Gräzistik befasst sich mit der Edition, Interpretation und Rezeption der Texte griechischer Literatur. Sie umfasst Sprach- und Literaturwissenschaft und ist einer Öffnung zur Kulturwissenschaft verpflichtet. Das heisst, sie bezieht das Leben der Antike in allen wesentlichen Erscheinungsformen mit ein. Denn Staat, Religion, Philosophie und Kunst bilden zusammen mit griechischer Sprache und Literatur bis heute massgebende Grundlagen der europäischen Kultur.

Gegenstand des Faches, das durch die historisch-kritische Methode geprägt ist, ist die textliche Hinterlassenschaft der griechischen Antike von den Anfängen (Ende 8. Jh. v. Chr.) bis in die Spätantike (6. Jh. n. Chr.). Im Masterstudium werden die Hauptwerke der griechischen Literatur und Philosophie nach Gehalt, Form, Wirkung, literatur- und kulturwissenschaftlichen Kriterien sowie kulturhistorischer Bedeutung analysiert.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Die Basler Gräzistik zeichnet sich durch eine Profilierung in den Bereichen des Homerischen Epos, der frühgriechischen Lyrik, des attischen Dramas (Tragödie, Komödie, Satyrspiel), des griechischen Liebesromans, der Religionsgeschichte und Mythologie, der Literaturkritik, der vorsokratischen und Platonischen Philosophie und der Sprachwissenschaft aus. Auf der Grundlage ihrer besonderen Tradition (Nietzsche, Karl Meuli)  vertritt sie eine Öffnung zur modernen Kulturwissenschaft und integriert dabei anthropologische, komparatistische und literaturtheoretische Fragestellungen (u.a. Metatheatralität, Mündlichkeit, Performativität, Sprechakt, Ritualität, Intertextualität, Erzähltheorie). In diesem Kontext untersucht sie v.a. auch die Interdependenz von griechischer Literatur und Religion. Zudem hat sie Schwerpunkte in der Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte; ein wichtiger Gegenstand ist die Erforschung moderner Inszenierungen antiker Dramen.

Im Masterstudium werden zum einen die Sprachkompetenzen perfektioniert und zum anderen die Literaturkenntnisse sowie die philologischen Techniken und Methoden vertieft. Die antiken Texte, darunter zahlreiche Meister- und Grundlagenwerke der europäischen Literatur, werden selbstständig im Original erarbeitet und auf der Grundlage der aktuellen Forschung gemeinsam interpretiert, wobei neben rein literarisch-philologischen und historisch-kritischen auch religions- und kulturwissenschaftliche Ansätze berücksichtigt werden. Zudem fliesst die moderne Theorie mit ein. Besonderes Interesse gilt der Aktualität der griechischen Kultur, beispielsweise indem Wiederaufführungen der griechischen Dramen im heutigen Theater analysiert werden. 

Studienaufbau

Das Masterstudium umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Im Masterstudium wählen die Studierenden zwei voneinander unabhängige Studienfächer (eines davon Gräzistik) zu je 35 Kreditpunkten. Das Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der freie Wahlbereich (20 KP) hinzu.

Als zweites Masterstudienfach kommt ein Fach der Philosophisch-Historischen Fakultät oder ein ausserfakultäres Studienfach in Frage. Die Studierenden können es ihren Interessen und beruflichen Zielen gemäss wählen.

Der freie Wahlbereich besteht aus frei wählbaren Lehrveranstaltungen, die zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Sprachkompetenzen einsetzbar sind.

Zulassung

Direkte Zulassung

Eine Zulassung ohne Auflagen erfolgt mit einem Bachelorabschluss der Universität Basel im Studien­fach Altertumswissenschaften / Studiengang Altertumswissenschaften mit Schwerpunkt Gräzistik oder mit dem Nachweis von gleichwertigen Studienleistungen, erbracht an einer von der Universität Basel anerkannten Hochschule, wovon 9 KP im «Sprachlichen Aufbau des Griechischen» und/oder in «Sprachtraining und Grammatik des Griechischen» sowie 12 KP in «Griechischer Literaturwissenschaft und Literaturgeschichte».

Nach der Anmeldung beim Studiensekretariat nimmt die zuständige Prüfungskommission eine fachliche Prüfung der Dossiers vor. Erfüllt ein Bachelorabschluss die Zulassungsvoraussetzungen nicht oder nur teilweise, kann eine Zulassung zum Masterstudium mit Auflagen und/oder Bedingungen (bis max. 60 KP) erfolgen. Das Studiensekretariat teilt den Entscheid abschliessend schriftlich mit.

Verbindliche Informationen zur Zulassung finden sich in der entsprechenden Studienordnung sowie unter https://unibas.ch/zulassung.

Latein / Griechisch

Für das Masterstudium in Gräzistik sind Lateinkenntnisse erforderlich.

Studierende, die über keine hinreichenden Lateinkenntnisse verfügen, können diese im Rahmen des Latinum-Jahreskurses oder im Rahmen der kostenpflichtigen Latein-Sommerschule erwerben. Beide Kurse werden mit 12 KP im Komplementären Bereich validiert.

Weitere Sprachkenntnisse

In der Gräzistik ist Deutsch eine zentrale Wissenschaftssprache. Daneben ist die Fähigkeit wichtig, Texte in anderen modernen Wissenschaftssprachen (Englisch, Französisch, Italienisch) sicher zu lesen und zu verstehen. Ggf. sollten Studierende bereit sein, ihre Sprachkenntnisse zu erweitern.

Kosten

Die Studiengebühren betragen 850.- pro Semester.

Bemerkungen

Wegleitungen, Studienpläne und Studienordnungen für das Studienfach Gräzistik finden sich auf der Webseite der Philosophisch-Historischen Fakultät: https://philhist.unibas.ch/de/studium/dokumente-merkblaetter/