Master

Französistik

Universität Basel UNIBAS
Basel (BS)
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Ausbildung im Überblick

  • Ausbildungstyp
    Universität
  • Abschluss
    Master Master of Arts in Französische Sprach- und Literaturwissenschaft und einem weiteren Masterstudienfach
  • Unterrichtssprache
    Französisch, Deutsch Der Unterricht findet hauptsächlich auf Französisch statt.
  • Zeitliche Beanspruchung
    Vollzeit
  • Dauer

    Die Regelstudienzeit für den Master beträgt 4 Semester. Es besteht keine Studienzeitbeschränkung.

So sieht die Ausbildung aus

Tief eintauchen in Kultur und Sprache der Frankophonie

Das Studium der Französistik auf Masterstufe vertieft die wissenschaftlichen und kulturellen Fachkenntnisse in den Gebieten der Linguistik und der Literaturwissenschaft. Im Verlauf des Studiums können sich die Studierenden in einem der beiden Bereiche spezialisieren. Zu den Themen im linguistischen Bereich gehört die Erforschung der Sprache in einer Vielfalt von Anwendung- und Kommunikationsarten, mündlich und schriftlich, formell und informell, in ein- und mehrsprachigem Kontext. Ein Basler Spezialgebiet ist die interaktionale Linguistik, wobei die Verwendung sprachlicher Ressourcen in der sozialen Interaktion mittels Videoaufnahmen untersucht wird. Das Studium der französischen Literaturwissenschaft umfasst das ganze Spektrum vom Mittelalter bis zur Gegenwart sowie die zeitgenössische Literatur und Kultur der Frankophonie. In den Sprachkursen werden fortgeschrittene schriftliche und mündliche Kompetenzen für die Kommunikation im wissenschaftlichen und professionellen Umfeld vermittelt.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Das Französische Seminar der Universität Basel ist in die drei Fachbereiche Linguistik, Literaturwissenschaft und Sprachausbildung gegliedert.

In der Linguistik wird ein analytischer Blick auf Französisch in Synchronie und Diachronie geworfen; auf seine Varianten in Europa und der Welt, auf mündliche und schriftliche Interaktivität, auf formellen und informellen Sprachgebrauch, Standard- und Non-Standard-Varietäten, auf den Kontakt mit anderen Sprachen, bei Lernenden, Migranten, kosmopolitischen Berufsleuten usw. Zusätzlich ist das Team spezialisiert im Bereich der interaktionalen Linguistik und international bekannt für die Erforschung der Multimodalität mittels Videoaufnahmen von verschiedensten gesellschaftlichen Situationen. Diese Spezialisierung kommt vor allem im Unterricht auf Master- und Doktoratsstufe sowie in den Forschungsprojekten zum Tragen.

In der Literaturwissenschaft umfasst die Lehre die französische Literaturgeschichte vom Mittelalter bis heute unter Berücksichtigung verschiedenster Gattungen und Themen. Behandelt werden zudem die Geschichte der Literaturkritik sowie die vielfältigen Beziehungen zwischen Literatur und Kultur. Die Forschungsachsen des Lehrteams – hauptsächlich Beziehungen zwischen Literatur und Wissen, Literaturtheorie sowie vergleichende Literaturwissenschaft – bilden oft die Grundlage der Lehrveranstaltungen. Eine weitere Besonderheit des Fachbereichs ist die Beschäftigung mit französischsprachiger Literatur aus Afrika. Er arbeitet hierfür mit den African Studies der Universität Basel zusammen und lädt afrikanische Autoren/-innen zu Lesungen, Vorträgen oder Interventionen in Seminaren oder Vorlesungen ein.

In den Sprachkursen werden einerseits grundlegende Fähigkeiten unterrichtet und geübt, begleitet von Reflexionen über die Sprache. Andererseits werden mündliche und schriftliche Kompetenzen in akademischer Ausdrucksweise vermittelt, die erforderlich sind für das Studium der Französischen Sprach- und Literaturwissenschaft. Dazu gehören zum Beispiel wissenschaftliches Vokabular und Textanalysekompetenzen als Grundlage für die Synthese und Analyse von argumentativen Texten. Auf Bachelorstufe erreichen die Übungen C1-Niveau, auf Masterstufe C2.

Zu einem erfolgreichen Sprachstudium gehört nebst Freude am Lesen auch ein mehrmonatiger Aufenthalt an einer frankophonen Universität, der zwar nicht obligatorisch ist, aber sehr empfohlen wird. Die Studierenden profitieren dabei von den sehr guten Beziehungen, die das französische Institut der Uni Basel mit diversen Partneruniversitäten, zum Beispiel Neuchâtel, Strasbourg und Paris, unterhält.

Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor und umfasst insgesamt 120 Kreditpunkt (KP). Das Studienfach Französische Sprach- und Literaturwissenschaft wird dabei mit einem zweiten, davon unabhängigen Fach kombiniert. Beide Fächer werden zu je 35 KP studiert. Jenes Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der freie Wahlbereich (20 KP) hinzu.

Als zweites Masterstudienfach kommt ein Fach der Philosophisch-Historischen Fakultät oder ein ausserfakultäres Studienfach in Frage. Die Studierenden können es ihren Interessen und beruflichen Zielen gemäss wählen.

Der freie Wahlbereich besteht aus frei wählbaren Lehrveranstaltungen, die zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Sprachkompetenzen einsetzbar sind.

Zulassung

Direkte Zulassung

Eine Zulassung ohne Auflagen erfolgt in der Regel mit einem Bachelorabschluss im Studienfach Französistik der Universität Basel oder mit dem Nachweis von gleichwertigen Studienleistungen, erbracht an einer von der Universität Basel anerkannten Hochschule.

Nach der Anmeldung beim Studiensekretariat nimmt die zuständige Prüfungskommission eine fachliche Prüfung der Dossiers vor. Erfüllt ein Bachelorabschluss die Zulassungsvoraussetzungen nicht oder nur teilweise, kann eine Zulassung zum Masterstudium mit Auflagen und/oder Bedingungen (bis max. 60 KP) erfolgen. Das Studiensekretariat teilt den Entscheid abschliessend schriftlich mit.

Verbindliche Informationen zur Zulassung finden sich in der entsprechenden Studienordnung sowie unter https://unibas.ch/zulassung.

Latein / Griechisch

Lateinkenntnisse sind von grosser Bedeutung für das Studium der französischen Sprachgeschichte sowie der gesamten französischen Literaturwissenschaft (Grundstudium). Deshalb wird Studierenden ohne Latinum dringend empfohlen, im Verlaufe des ersten Studienjahres diese Kenntnisse im freien Wahlbereich zu erwerben. Für das konsekutive Masterstudium im Studienfach Französistik besteht jedoch kein Lateinobligatorium.

Weitere Sprachkenntnisse

Vorausgesetzt werden Französischkenntnisse im Rahmen eines bis zum Abschluss studierten Maturitätsfach (Französisch als Schwerpunkt- oder Grundlagenfach) bzw. ein vergleichbares Examen (Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens). Diese Kenntnisse werden im Rahmen verschiedener Einstufungstests im ersten Semester überprüft. Aufgrund der Testresultate werden den Studierenden individuelle Empfehlungen für die Erreichung der Studienziele des Bachelorstudiums gegeben. Die Fähigkeit zur Lektüre und Verständnis von Texten in anderen modernen Fremdsprachen wird erwartet.

Kosten

Die Studiengebühren betragen 850.- pro Semester.

Bemerkungen

Wegleitungen, Studienpläne und Studienordnungen für das Studienfach Französistik finden sich auf der Webseite der Philosophisch-Historischen Fakultät: https://philhist.unibas.ch/de/studium/dokumente-merkblaetter/