Ausbildung im Überblick
- AusbildungstypUniversität
- AbschlussMaster Master of Arts in Digital Humanities und einem 2. Masterstudienfach
- UnterrichtsspracheDeutsch, Englisch Der Unterricht findet auf Englisch und Deutsch statt.
- Zeitliche BeanspruchungVollzeit
- Dauer
Die Regelstudienzeit für den Master beträgt 4 Semester. Es besteht keine Studienzeitbeschränkung.
So sieht die Ausbildung aus
Geisteswissenschaften für das 21. Jahrhundert
Die Digitalisierung verändert, ja revolutioniert praktisch alle Teile unserer Gesellschaft – auch die Wissenschaften. So eröffnen sich für die geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer mit der Digitalisierung und Vernetzung ganz neue Wege der Erkundung von Kultur und Gesellschaft. Diese neuen Wege der Forschung lehrt das Studienfach Digital Humanities der Universität Basel. Es vermittelt die Anwendung und Reflexion von computergestützten und experimentellen Verfahren und verknüpft technologisches Wissen und methodische Fähigkeiten mit Problemstellungen aus der Forschung der jeweiligen Fächer. Die Studentinnen und Studenten können sich dabei ihren Interessen folgend auf eine oder mehrere fachnahe Anwendungen spezialisieren. Das Studium befähigt zu vielfältigen Tätigkeiten in Kultur und Medien, Wissenschaft, Gedächtnisinstitutionen und Wirtschaft.
Schwerpunkte der Lehre und Forschung
Geistes- und Sozialwissenschaften deuten die Zeugnisse menschlicher Gesellschaften: ihre Texte und Sprache, ihre Institutionen und Bauten, ihre Bilder und Musik, ihre Filme und Spiele, ihre alltäglichen wie ihre aussergewöhnlichen Objekte. Die Digitalisierung verändert auf der einen Seite die Erzeugung, das Teilen und das Aufbewahren dieser Zeugnisse und damit das Verstehen von Kultur und Gesellschaft. Auf der anderen Seite ermöglicht sie auch neue Verfahren der Präsentation, Analyse und Interpretation dieser Zeugnisse. Zudem entstehen durch die Vernetzung völlig neue Möglichkeiten, Daten zusammenzuführen und daraus vertiefte, wissenschaftliche Erkenntnisse über Kultur und Gesellschaft zu gewinnen. Typische Arbeitsfelder der Digital Humanities sind daher:
- Datenmodellierung von kulturellen und sozialen Texten, Objekten und Prozessen,
- Editionen kultureller und gesellschaftlicher Zeugnisse,
- Aufbau und Strukturierung von Datenbanken, Informationssystemen und Infrastrukturen besonders für Institutionen der kulturellen Überlieferung wie Archive, Bibliotheken oder Museen,
- Programmierung und Abfragen in grossen Datensammlungen über Gesellschaft und Kultur,
- Erstellung von Korpora und Sammlungen für wissenschaftliche Untersuchungen,
- statistische und experimentelle Auswertung von Daten über Kultur und Gesellschaft.
Im Studienfach Digital Humanities an der Universität Basel lernen die Studierenden entsprechende Theorien, Konzepte und Methoden der computergestützten und experimentellen Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften kennen. Sie modellieren Fragestellungen – insbesondere solche aus ihrem zweiten Studienfach –, übertragen sie in digitale und empirisch überprüfbare Verfahren und setzen diese technisch um.
Das Studienfach wird in Kombination mit einem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Masterstudienfach wie z.B. Archäologie oder Geschichte, Sprachwissenschaft, Politikwissenschaft oder Soziologie studiert. Es setzt kein Bachelorstudium der Informatik voraus, sondern baut auf dem im Bachelor erworbenen Wissen in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern auf.
Studienaufbau
Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor. Das Masterstudium umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Digital Humanities wird in Kombination mit einem zweiten Studienfach zu je 35 KP studiert. Dasjenige Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, gilt als Major, das andere als Minor. Ergänzend werden im freien Wahlbereich 20 KP erworben.
Die Studierenden sind frei, das zweite Studienfach gemäss ihren spezifischen Interessen zu wählen. Digital Humanities kann nur mit einem Masterstudienfach der Philosophisch-Historischen Fakultät oder dem ausserfakultären Masterstudienfach Geographie kombiniert werden. Eine Kombination mit anderen ausserfakultären Masterstudienfächern ist nicht möglich. Der freie Wahlbereich besteht aus frei wählbaren Lehrveranstaltungen, die zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Sprachkompetenzen einsetzbar sind.
Zulassung
Direkte Zulassung
Ein abgeschlossenes Bachelorstudium in den Geistes- oder Sozialwissenschaften qualifiziert für das Studienfach. Willkommen sind auch Studierende, die bereits Informatik-Kenntnisse erworben haben.
Eine Zulassung ohne Auflagen erfolgt mit einem Bachelorabschluss in einem der Studienfächer oder Studiengänge der Phil.-Hist. Fakultät der Universität Basel oder mit dem Nachweis von gleichwertigen Studienleistungen (im Umfang von 180 KP), erbracht an einer von der Universität Basel anerkannten Hochschule.
Nach der Anmeldung beim Studiensekretariat nimmt die zuständige Prüfungskommission eine fachliche Prüfung der Dossiers vor. Erfüllt ein Bachelorabschluss die Zulassungsvoraussetzungen nicht oder nur teilweise, kann eine Zulassung zum Masterstudium mit Auflagen und/oder Bedingungen (bis max. 60 KP) erfolgen. Das Studiensekretariat teilt den Entscheid abschliessend schriftlich mit.
Verbindliche Informationen zur Zulassung finden sich in der entsprechenden Studienordnung sowie unter https://unibas.ch/zulassung.
Latein / Griechisch
Es besteht kein Lateinobligatorium.
Weitere Sprachkenntnisse
Gute Kenntnisse des Englischen und Deutschen sind für ein erfolgreiches Studium der Digital Humanities erforderlich. Weitere Sprachenkenntnisse sind willkommen, aber nicht obligatorisch.
Kosten
Die Studiengebühren betragen 850.- pro Semester.
Bemerkungen
Wegleitungen, Studienpläne und Studienordnungen für das Studienfach Digital Humanities finden sich auf der Webseite der Philosophisch-Historischen Fakultät: https://philhist.unibas.ch/de/studium/dokumente-merkblaetter/