Ausbildung im Überblick
- AusbildungstypUniversität
- AbschlussMaster MA in Deutscher Literaturwissenschaft und einem weiteren Masterstudienfach
- UnterrichtsspracheDeutsch Die Unterrichtssprache ist Deutsch.
- Zeitliche BeanspruchungVollzeit
- Dauer
Die Regelstudienzeit für den Bachelor beträgt 6 Semester, für den Master 4 Semester. Es besteht keine Studienzeitbeschränkung.
So sieht die Ausbildung aus
Im Fokus: Literatur als eigenständiges Diskurssystem
Das Masterstudienfach Deutsche Literaturwissenschaft ermöglicht es, sich auf Literatur und Kultur im deutschen Sprachraum von den Anfängen im 8. Jahrhundert bis zur Gegenwart zu konzentrieren. Die Differenzierung des Fachs innerhalb der Deutschen Philologie ist deshalb so wichtig, weil Literatur als poetologisch oder ästhetisch eigenständiges Diskurssystem eine genaue und gründliche Betrachtung sowie eine historisch gestaffelte und systematisch elaborierte Herangehensweise verlangt. Dabei werden im Studium Methoden und Theorien einbezogen, die das Fach geprägt haben und gegenwärtig bestimmen. Dazu gehören hermeneutische, kulturwissenschaftliche und diskursanalytische Ansätze, Narratologie, Intermedialität, philosophische Ästhetik, literarische Ethnographie, historische Anthropologie, Interkulturalität, Gender Studies u.v.m.
Schwerpunkte der Lehre und Forschung
Der Gegenstand der Deutschen Literaturwissenschaft ist die Literatur im deutschen Sprachraum von den Anfängen im 8. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die profilbildende These des Fachs ist, dass kulturelle Situationen wesentlich von poetischen Texten und literarischen Diskursen her verstanden werden können. Die historisch vertiefte und systematisch intensivierte Reflexion über die Entstehung der jeweiligen kulturellen Situation nimmt dabei das Bedürfnis der Gesellschaft auf, sich ihrer selbst und ihrer kulturellen Grundlagen bewusst zu werden. Aus der Studiensituation in Basel ergibt sich die Möglichkeit, die kulturellen und regionalen Differenzierungsformen innerhalb der deutschsprachigen Literatur unter besonderer Berücksichtigung der Schweizer Literatur in den Blick zu nehmen.
Die Studienstruktur lässt den Studierenden Spielraum bei der Gestaltung ihres Curriculums. Sie können ihren Interessen folgend Schwerpunkte setzen in der Germanistischen Mediävistik und/oder der Neueren deutschen Literaturwissenschaft.
Die Abteilung Neuere deutsche Literaturwissenschaft des Deutschen Seminars zeichnet sich aus durch starke Forschungskompetenzen in der Literaturtheorie, in der Erzählforschung, der Rhetorik und Ästhetik, den Editionswissenschaften, den Postcolonial Studies und den Inter-Art-Studies (Literatur/Musik, Literatur/Bild). Neben solchen Spezialisierungen werden aber vor allem auch die kanonischen Texte unterrichtet und beforscht. Zu den wichtigsten Schwerpunkten zählen hierbei die Literatur der Aufklärung, Romantik und Goethezeit, die Modernisierungsschübe des 19. Jahrhunderts (Vormärz bis Realismus und Fin de Siècle), die ästhetischen Avantgarden der klassischen Moderne und die Gegenwartsliteratur.
Forschungsschwerpunkte der Germanistischen Mediävistik bilden die epischen und lyrischen Texte der höfischen Literatur im 12. und 13. Jahrhundert mit Autoren wie Walther von der Vogelweide, Gottfried von Strassburg und Wolfram von Eschenbach. Im späteren Mittelalter und im 16. Jahrhundert liegen die Schwerpunkte auf Lieddichtung, Prosaroman und Schwankliteratur sowie auf der lateinischen und deutschsprachigen Literatur des oberrheinischen Humanismus mit ihrer europaweiten Bedeutung.
Studienaufbau
Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor und umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Das Masterstudienfach Deutsche Literaturwissenschaft wird mit einem zweiten, davon unabhängigen Studienfach zu je 35 KP studiert. Dasjenige Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der freie Wahlbereich (20 KP) hinzu.
Als zweites Masterstudienfach kommt – mit Ausnahme Deutsche Philologie – ein Fach der Philosophisch-Historischen Fakultät oder ein ausserfakultäres Studienfach in Frage. Die Studierenden können es ihren Interessen und beruflichen Zielen gemäss wählen. Der freie Wahlbereich besteht aus frei wählbaren Lehrveranstaltungen, die zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Sprachkompetenzen einsetzbar sind. Es können dabei auch Zertifizierungen oder Vertiefungsausweise separat ausgewiesen werden, falls thematisch zusammenhängende Studienleistungen im Umfang von mindestens 24 KP absolviert worden sind.
Zulassung
Direkte Zulassung
Eine Zulassung ohne Auflagen erfolgt in der Regel mit einem Bachelorabschluss im Studienfach Deutsche Philologie der Universität Basel oder mit dem Nachweis von gleichwertigen Studienleistungen, erbracht an einer von der Universität Basel anerkannten Hochschule.
Nach der Anmeldung beim Studiensekretariat nimmt die zuständige Prüfungskommission eine fachliche Prüfung der Dossiers vor. Erfüllt ein Bachelorabschluss die Zulassungsvoraussetzungen nicht oder nur teilweise, kann eine Zulassung zum Masterstudium mit Auflagen und/oder Bedingungen (bis max. 60 KP) erfolgen. Das Studiensekretariat teilt den Entscheid abschliessend schriftlich mit.
Verbindliche Informationen zur Zulassung finden sich in der entsprechenden Studienordnung sowie unter https://unibas.ch/zulassung.
Latein / Griechisch
Es besteht kein Lateinobligatorium.
Kosten
Die Studiengebühren betragen 850.- pro Semester.
Bemerkungen
Wegleitungen, Studienpläne und Studienordnungen für das Studienfach Deutsche Literaturwissenschaft finden sich auf der Webseite der Philosophisch-Historischen Fakultät:
https://philhist.unibas.ch/de/studium/dokumente-merkblaetter/