Traumapädagoge/-pädagogin, Nachdiplomkurs
Ausbildung im Überblick
- AusbildungstypBerufsorientierte Weiterbildung
- AbschlussDiplom / Abschluss des Anbieters Zertifikat des Fachverbands Traumapädagogik / DeGPT in Traumapädagogik
- UnterrichtsspracheDeutsch
- UnterrichtsformPräsenzunterricht
- Zeitliche BeanspruchungTeilzeit
- Dauer
8 Module à 3 Kurstage, aufgeteilt auf 2 Jahre
So sieht die Ausbildung aus
Traumapädagogik ist eine pädagogische Bewegung, welche die neusten Erkenntnisse der Psychotraumatologie mit deren Auswirkungen auf die Entwicklung und Verhaltensstrategien der Betroffenen berücksichtigt.
Traumapädagogik versteht sich als ganzheitlicher Ansatz, in den sich, basierend auf einer konsequenten, verstehenden, wertschätzenden und freudvollen Haltung, viele vorhandene Methoden und pädagogischen Ansätze einbinden lassen.
Die Traumapädagogik-Weiterbildung fokussiert in ihren Verstehensmodellen neben innerpsychischen Abläufen ausdrücklich auf die Wechselwirkung innerhalb von Beziehungen und Systemen. Sie richtet ihre Förderansätze auf Stabilisierung und Selbstwirksamkeit aller Beteiligten aus.
Inhalt
- Einführung in die Psychotraumatologie
- Mögliche Folgen traumatischer Erlebnisse
- Diagnostik und traumapädagogisches Verstehen
- Einführung in die Traumapädagogik – Pädagogik des sicheren Ortes (Geschichte, Bezüge, Überblick)
- Traumapädagogische Haltungen (Hintergründe, Relevanz und Transfer in die pädagogische Arbeit)
- Methoden der Selbstbemächtigung (Resilienzförderung, Achtsamkeit, Sinneswahrnehmung, Körperwahrnehmung, Emotionsregulation, Selbstverstehen)
- Belastungssensible Beratung und Kommunikation/Übertragung/Gegenübertragung und Reinszenierung von emotionalen Erfahrungen, inneren Selbstkonzepten, Rollenerfahrungen und Beziehungserfahrungen
- Bindung und Trauma
- Transgenerationale Weitergabe belastender und traumatischer Erfahrungen
- Elternarbeit im Sinne der Traumapädagogik
- Traumatherapie und Traumapädagogik – Unterschiede und Gemeinsamkeiten
- Die Bedeutung von Trauma und Belastung für Gruppen
- Die Bedeutung der pädagogischen Fachkräfte in der Traumapädagogik
- Sekundäre Traumatisierung und Burnout (-Prophylaxe)
- Stabilisierungsmöglichkeiten für die Arbeit mit belasteten Kindern und Jugendlichen
- Abschiede – Bedeutung und Gestaltung von Übergängen
- Stabilisierende Strukturen und Rahmenbedingungen für einen sicheren Ort
- Kolloquium – Präsentationen der Praxisprojekte
Zielpublikum
Psychosoziale Fachkräfte in den Hilfen zur Erziehung, sowie in anderen pädagogischen und psychosozialen Arbeitsfeldern, die mit traumatisierten/lebensgeschichtlich belasteten Kindern und Jugendlichen arbeiten. Für die Arbeit mit Erwachsenen grundsätzlich auch geeignet, jedoch muss der Transfer auf diese Klientel selber gemacht werden.
Zulassung
- Abgeschlossene Grundausbildung in einem psychosozialen Berufsfeld.
- Mindestens drei Jahre Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld.
Angerechnet werden die Praktika bei Vollzeitstudierenden – sowie auch die Ausbildungszeit, wenn diese berufsbegleitend absolviert wurde.
Für weitere Informationen zur Zulassung siehe Website des Anbieters.
Kosten
CHF 8'250.-
Für weitere Informationen zu den Kosten siehe Website des Anbieters