Mediation Vertiefung
Ausbildung im Überblick
- AusbildungstypFachhochschulen, Berufsorientierte Weiterbildung
- AbschlussCertificate of Advanced Studies CAS Beim Certificate of Advanced Studies Hochschule Luzern/FHZ in Mediation Vertiefung handelt es sich um einen Zertifikatsabschluss einer eidgenössisch akkreditierten Hochschule.
- UnterrichtsspracheDeutsch
- Zeitliche BeanspruchungTeilzeit
- Dauer
12 Monate, gem. Stundenplan
So sieht die Ausbildung aus
Das Certificate of Advanced Studies (CAS) in Mediation Vertiefung ist eine spezialisierte Weiterbildung, die Mediatorinnen und Mediatoren darauf vorbereitet, auch in komplexen Konfliktsituationen eigenständig zu agieren. Die Ausbildung umfasst verschiedene Themenblöcke und Praxistage, die insgesamt 14 Studientage ausmachen. Der Abschluss erfolgt durch ein zweitägiges Testing, bei dem ein vollständiger Mediationsprozess mit Rollenspielen durchlaufen wird. Zusätzlich gibt es zwei Mentoring-Anlässe, die von erfahrenen Mediationsprofis geleitet werden.
Der erste Themenblock widmet sich der Team-Mediation und bietet einen vertieften Einblick in die Konfliktbearbeitung innerhalb von Teams. Hierbei werden Konfliktanalyse, Auftrags- und Rollenklärung sowie der Umgang mit Teamdynamiken und Machtungleichgewichten behandelt. Der zweite Block fokussiert auf Co-Mediation und beleuchtet die Voraussetzungen, Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit in Mediatoren-Teams. Der dritte Block behandelt Diversität und beschäftigt sich mit der Zusammenarbeit von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sowie mit Geschlechterfragen und Rollenzuschreibungen.
Im vierten Themenblock wird Mediation als Organisationsentwicklung betrachtet. Hierbei wird die Rolle der Mediation in Unternehmen und Organisationen analysiert, um die Anliegen der Organisation und der beteiligten Personen zu berücksichtigen. Der fünfte Block konzentriert sich auf den Umgang mit schwierigen Emotionen in der Mediation. Mediatorinnen und Mediatoren lernen, ihre eigenen Emotionen von denen der Medianden zu unterscheiden und sinnvoll im Mediationsprozess einzusetzen. Der sechste Block behandelt systemische Ansätze und untersucht mögliche Störungen und Übertragungen in Teams, Organisationen und Familien.
Während der Praxistage bearbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen praxisorientierte Fragestellungen und besprechen Fälle aus den individuellen Abschlussarbeiten. Die Mentoring-Anlässe bieten die Möglichkeit, sich mit erfahrenen Mediationsprofis auszutauschen und Fragen in einem kleineren Kreis zu klären.
Zulassung
Zugelassen sind Teilnehmende, welche den CAS Mediation Grundlagen der Hochschule Luzern oder eine gleichwertige Grundausbildung in Mediation absolviert haben. Abschluss einer Fachhochschule, Universität, Berufsprüfung, höheren Fachprüfung oder Höheren Fachschule (Tertiärabschluss). Personen ohne Tertiärabschluss können in Ausnahmefällen über ein standardisiertes Zulassungsverfahren ("Sur Dossier") aufgenommen werden. Ferner werden eine mehrjährige Berufserfahrung und die Möglichkeit, mediative Elemente in der beruflichen Praxis anwenden zu können, vorausgesetzt.
Zielpublikum
Das CAS-Programm richtet sich an Fach- und Führungspersonen aus Privatwirtschaft, Verwaltung und Non-Profit-Organisationen mit einem Zertifikat in Mediation, die ihre Handlungskompetenz in beruflichen Situationen erweitern oder die Mediation als Dienstleistung anbieten wollen. Dazu zählen z.B.: Personalfachleute, Anwältinnen und Anwälte, Richterpersonen, Ärztinnen und Ärzte, Sozialarbeitende, sowie Lehrpersonen.
Kosten
- CHF 7'200.00
Im Preis inkludiert sind die Kursunterlagen. Zusätzlich werden für den freiwilligen Zusatz SDM/FSM-Pfad (Fallarbeit mit Feedback und Supervision zu eigenem Praxisfall) eine Gebühr von 1000.- erhoben. Der SDM Pfad schafft die Voraussetzungen für die Akkreditierung beim Schweizer Dachverband für Mediation (SDM).