Ausbildung im Überblick
- AusbildungstypFachhochschulen
- AbschlussHochschulen Short Advanced Studies Hochschule Luzern/FHZ in SAS Healthcare Ehtics & KI oder Kursbestätigung
- UnterrichtsspracheDeutsch
- UnterrichtsformPräsenzunterricht
- Zeitliche BeanspruchungTeilzeit, Berufsbegleitend
- Dauer
24 Lektionen
So sieht die Ausbildung aus
Die digitale Transformation im Gesundheitswesen ist nicht nur eine technologische, sondern vor allem eine ethische, soziale und kommunikative Herausforderung. Der Einsatz von KI, digitalen Entscheidungsunterstützungssystemen und neuen Versorgungsmodellen wirft grundlegende Fragen nach Verantwortung, Vertrauen, Transparenz und Menschlichkeit auf.
Das SAS Healthcare Ethics & KI vermittelt eine fundierte ethisch-reflexive Grundlage, um die Digitalisierung aktiv mitgestalten zu können. Die Weiterbildung fokussiert auf die ethischen, kommunikativen und gesellschaftlichen Dimensionen einer digitalisierten Medizin. Dabei lernen die Teilnehmenden auch mit Widerständen gegenüber Digitalisierung umzugehen – etwa bei der Einführung von KI, CDS, digitalen Tools oder neuen Versorgungsmodellen. Die Weiterbildung schafft die Grundlage, um nachhaltig Akzeptanz zu entwickeln.
Im Zentrum stehen Fragen wie:
- Wie bleibt der Mensch im digitalen Gesundheitswesen im Mittelpunkt?
- Wie schafft man das Vertrauen in die Technik?
- Wie werden KI-gestützte Entscheidungen verantwortungsvoll eingesetzt?
- Wie lassen sich Widerstände, Ängste und ethische Spannungsfelder konstruktiv adressieren?
Die Weiterbildung richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die digitale Innovationen nicht nur technisch oder organisatorisch betrachten, sondern bewusst reflektieren wollen, wie sich die Innovation auf Menschen, Rollen und Beziehungen auswirkt. das SAS-Programm ist ein möglicher Zugang zum CAS Digital Health Navigator und dient als fachliche Basis für weiterführende CAS- und MAS-Programme in der Medizininformatik.
Lerneinheit 1: Medizinethik im digitalen Gesundheitswesen
Diese Lerneinheit vermittelt grundlegende Prinzipien der Medizinethik wie Autonomie, Verantwortung, Gerechtigkeit und Inklusion. Die Teilnehmenden reflektieren ethische Spannungsfelder, die durch Digitalisierung und Effizienzsteigerung entstehen. Anhand konkreter Beispiele wird diskutiert, wie ethische Werte in digitalen Vorhaben berücksichtigt werden können.
Lerneinheit 2: Kommunikation in digitalen Versorgungssettings
Im Fokus steht die Kommunikation mit Patientinnen, Patienten und Angehörigen in digitalisierten Kontexten. Die Teilnehmenden analysieren, wie sich Beziehung, Vertrauen und Nähe durch digitale Technologien verändern. Sie entwickeln Ansätze für eine menschzentrierte und verantwortungsvolle Kommunikation in hybriden und virtuellen Settings.
Lerneinheit 3: KI, Entscheidungsunterstützung und Verantwortung
Diese Lerneinheit behandelt den Einsatz von KI-basierten Systemen im Gesundheitswesen, insbesondere klinische Entscheidungsunterstützung. Chancen, Risiken, Bias und Transparenz werden kritisch reflektiert. Die Teilnehmenden lernen, Konzepte wie Human-in-the-Loop und verantwortungsvolle KI-Anwendung in ihren Projekten einzuordnen.
Lerneinheit 4: Zugangsgerechtigkeit und Digital Divide
Die Teilnehmenden setzen sich mit Fragen der digitalen Ungleichheit auseinander. Es wird analysiert, wie Faktoren wie Alter, Bildung, Sprache oder Wohnort den Zugang zu digitalen Gesundheitsangeboten beeinflussen. Ziel ist es, digitale Lösungen im Hinblick auf Fairness und Teilhabe zu bewerten.
Lerneinheit 5: Consent, Selbstbestimmung und Vertrauen
Diese Lerneinheit fokussiert auf informierte Einwilligung und digitale Selbstbestimmung. Die Teilnehmenden reflektieren Ängste, Vorbehalte und Kontrollfragen im Umgang mit digitalen Gesundheitsdaten. Es werden Strategien entwickelt, um Vertrauen aufzubauen und Consent verantwortungsvoll umzusetzen.
Lerneinheit 6: Multidisziplinarität und Zusammenarbeit
In der letzten Lerneinheit steht die interdisziplinäre Zusammenarbeit im digitalen Gesundheitswesen im Zentrum. Die Teilnehmenden analysieren Rollenbilder, Verantwortlichkeiten und Kommunikationsformen zwischen Technik, Pflege, Medizin und Management. Ziel ist es, digitale Vorhaben ethisch fundiert und kooperativ zu begleiten.
Zulassung
Ein Abschluss auf Tertiärstufe der formalen Bildung (ETH/Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule und andere) oder aus der Höheren Berufsbildung.
Unabhängig vom Abschluss gilt: Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in einem relevanten Berufsfeld (nach Abschluss der Ausbildung).
Personen mit einer gleichwertigen Qualifikation und mehrjähriger Berufserfahrung können in beschränkter Anzahl über ein standardisiertes Zulassungsverfahren («sur dossier») aufgenommen werden – dies kann mit Auflagen verbunden sein.
Für eine Fachkurs-Teilnahme (ohne ECTS) gelten keine Aufnahmebedingungen.
Für dieses Programm werden keine spezifischen IT-Kenntnisse vorausgesetzt.
Kosten
- CHF 2'500.00