Hochschulen

Digital Health Technologies & AI

Hochschule Luzern HSLU
Rotkreuz (ZG)
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Ausbildung im Überblick

  • Ausbildungstyp
    Fachhochschulen
  • Abschluss
    Hochschulen Certificate of Advanced Studies Hochschule Luzern/FHZ in Digital Health Technologies AI
  • Unterrichtssprache
    Deutsch
  • Unterrichtsform
    Präsenzunterricht
  • Zeitliche Beanspruchung
    Teilzeit, Berufsbegleitend
  • Dauer

    5 Monate

So sieht die Ausbildung aus

Das Gesundheitswesen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Die Diagnostik, Behandlung und Versrogungsprozesse verändern sich grundlegend durch Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz, datengetriebene Entscheidungsunterstützung, vernetzte Sensorik und Telemedizin. Gleichzeitig sind Fachpersonen vermehrt dazu aufgefordert, auch ethische Fragen zu stellen und für die rechtliche Sicherheit zu sorgen - während sie die Patienten in den Mittelpunkt stellen.

Das CAS Digital Health Technologies & AIverbindet technologische Kompetenz mit systemischem Denken und Innovationsmanagement. Ziel ist es, neue Technologien nicht nur zu verstehen, sondern sie verantwortungsvoll zu bewerten, strategisch einzuordnen und in Organisationen nachhaltig zu implementieren. Dafür bauen die Teilnehmenden ein fundiertes Systemverständnis auf und setzen sich mit den Interoperabilitäts-Grundlagen auseinander. Darüber hinaus widmen sie sich der Versorgungslogik und ethischen Fragestellungen. 


Im Zentrum stehen Fragen wie: 

  • Wie funktionieren moderne KI-Modelle im klinischen Kontext? 
  • Wie lassen sich Big Data und Health Analytics nutzbar machen? 
  • Wie werden Telemedizin und Robotik verantwortungsvoll eingeführt? 
  • Wie gelingt nachhaltige Innovation zwischen Technologie, Organisation und Mensch? 

Neben technologischer Bewertung thematisiert die Weiterbildung die wirtschaftliche und organisatorische Tragfähigkeit. Die Teilnehmenden lernen, Business Cases für KI- und Digital-Health-Initiativen zu entwickeln, Investitionsentscheidungen vorzubereiten und Skalierungsstrategien zu entwerfen.

Das CAS Digital Health Technologies & AIvertieft zentrale Zukunftsthemen der digitalen Gesundheitsversorgung. Dabei betrifft unsere Analyse von Innovation sowohl Spitäler, als auch ambulante Versorgung, Pflege, MedTech, Kostenträger und Behörden. Die besprochenen Technologien entfalten ihre Wirkung insbesondere im Zusammenspiel dieser Ökosystemakteure.

Besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit zwischen Spitälern, ambulanten Leistungserbringern, MedTech-Unternehmen, Kostenträgern und Behörden. Digitale Innovation wird als Ökosystemleistung verstanden, nicht als isoliertes Technologieprojekt. 

Lernziele

Absolventinnen und Absolventen können nach der Weiterbildung: 

  • Anwendungsfälle von KI und Analytics im klinischen Kontext fachlich bewerten (Nutzen, Risiken, Bias/Transparenz, Human-in-the-Loop).  
  • Daten- und Interoperabilitätsanforderungen ableiten (z.B. HL7/FHIR/SNOMED, Datenqualität/Semantik).  
  • Telemedizin-/Remote-Care-Lösungen einführen und dabei regulatorische, organisatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigen.
  • Verantwortungsvolle Innovation und Transformation operationalisieren (RRI, Change-Ansätze, crossfunktionale Zusammenarbeit).  

Das CAS richtet sich an Fach- und Führungspersonen aus Klinik, ICT, MedTech, Pflege und Management, die digitale Innovation aktiv mitgestalten wollen. Es baut auf bestehenden Digital-Health-Kompetenzen auf und ist ein Pflicht-CAS im neuen MAS Medizininformatik.

Die SAS gelten hierbei als Fundament, während das CAS Anwendung und Vertiefung fokussiert. Dieses CAS setzt also die in den vorbereitenden SAS vermittelten Grundlagen voraus und fokussiert auf die vertiefte Anwendung zukunftsweisender Technologien im klinischen und organisationalen Kontext.

Modul 1: AI & Clinical Decision Support 
Dieses Modul vermittelt die Grundlagen moderner KI-Technologien wie Machine Learning (ML) und Large Language Models (LLM) im klinischen Kontext. Praxisbeispiele und interaktive Formate bearbeiten Anwendungsfelder wie Diagnostik, Triage und Risikobewertung. Die Teilnehmenden reflektieren kritisch Fragestellungen um Bias, Transparenz, Black Box, rechtliche Rahmenbedingungen und Human-in-the-Loop-Ansätze. 

Modul 2: Big Data & Health Analytics 
Das Modul zeigt, wie strukturierte und unstrukturierte Gesundheitsdaten verarbeitet, integriert und analysiert werden. Im Fokus stehen Datenqualität, Interoperabilität, Standards (z. B. HL7, FHIR, SNOMED) und semantische Modellierung. Die Teilnehmenden lernen, Daten in Dashboards und Analytics-Modelle (predictive und prescriptive) zu überführen und deren Aussagekraft kritisch zu bewerten. Zusätzlich behandelt das Modul Systemarchitekturen im klinischen Umfeld, Plattformlogiken, API-Strategien sowie Make-or-Buy-Entscheidungen im Zusammenspiel mit bestehenden IT-Landschaften. 

Modul 3: Telemedizin, Robotik & Sensorik 
Dieses Modul beleuchtet moderne Versorgungsformen wie Telemonitoring, Remote Care, robotische Assistenz und vernetzte Sensorik. Die Teilnehmenden verknüpfen technologische Möglichkeiten mit regulatorischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Anhand konkreter Anwendungsfälle zeigen die Dozierenden, wie innovative Technologien patientenzentriert und nachhaltig implementiert werden. 

Modul 4: Responsible Innovation & Transformation 
Im Fokus steht die nachhaltige und verantwortungsvolle Einführung neuer Technologien. Teilnehmende arbeiten praxisnah mit Modellen wie Responsible Research & Innovation (RRI) sowie mit Change-Management-Ansätzen. Darüber hinaus thematisiert der Unterricht  interprofessionelle Zusammenarbeit, crossfunktionale Teams und agile Methoden - sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Transformation. Das Modul bearbeitet ausserdem die Themen AI-Governance, Verantwortlichkeitsmodelle (z. B. Data Owner, AI Owner), Risiko-Management, Monitoring und Lifecycle-Steuerung.

Zulassung

Ein Abschluss auf Tertiärstufe der formalen Bildung (ETH/Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule und andere) oder aus der Höheren Berufsbildung. 

Unabhängig vom Abschluss gilt: Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in einem relevanten Berufsfeld (nach Abschluss der Ausbildung).

Personen mit einer gleichwertigen Qualifikation und mehrjähriger Berufserfahrung können in beschränkter Anzahl über ein standardisiertes Zulassungsverfahren («sur dossier») aufgenommen werden – dies kann mit Auflagen verbunden sein.
Für dieses CAS werden keine spezifischen IT-Kenntnisse vorausgesetzt. 

Kosten

  • CHF 8'000.00

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