Ausbildung im Überblick
- AusbildungstypFachhochschulen
- AbschlussHochschulen Certificate of Advanced Studies Hochschule Luzern/FHZ in Digital Health Navigator
- UnterrichtsspracheDeutsch
- UnterrichtsformPräsenzunterricht
- Zeitliche BeanspruchungTeilzeit, Berufsbegleitend
- Dauer
24 Lektionen
So sieht die Ausbildung aus
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen stellt hohe Anforderungen an Fachpersonen, die an der Planung, Einführung und Weiterentwicklung von IT-Systemen beteiligt sind. Neben einem allgemeinen IT-Verständnis sind Kenntnisse zu Architekturen, Standards und technischen Zusammenhängen erforderlich.
Das SAS ICT Advanced im Gesundheitswesen fokussiert auf das Verständnis komplexer IT-Landschaften, Datenflüsse und Interoperabilität im Gesundheitswesen. Als Teilnehmer:in lernen Sie, komplexe Health-IT-Systemlandschaften zu analysieren, Standards praxisnah einzuordnen und IT-Vorhaben fachlich fundiert zu begleiten. Absolventinnen und Absolventen sind befähigt technische Entscheidungen im Gesundheitskontext zu treffen.
Das macht diese Weiterbildung einzigartig:
- Über das Grundverständnis hinaus: Absolventinnen und Absolventen können IT-Architekturen und Standards bewerten und in Projekte übersetzen.
- Interoperabilität als Kernkompetenz: Das Zusammenspiel verschiedener Systeme, Anwendungen und Komponenten steht im Fokus.
- Lücken schliessen: Das Programm baut die Brücke zwischen technischer Tiefe und klinischem Kontext.
Die Weiterbildung richtet sich an Personen mit technischem Hintergrund oder ICT-naher Rolle und vermittelt eine technisch fundierte Grundlage. Das SAS-Programm ist ein möglicher Zugang zum CAS Digital Health Navigator und dient als fachliche Basis für weiterführende CAS- und MAS-Programme in der Medizininformatik.
Lerneinheit 1: IT-Landschaften und Datenflüsse im Gesundheitswesen
Die Teilnehmenden lernen, komplexe IT-Systemlandschaften zu lesen, zu analysieren und darzustellen. Sie verstehen Datenflüsse innerhalb der Player im Gesundheitswesen sowie über Organisationsgrenzen hinweg und können Abhängigkeiten zwischen Systemen identifizieren. Anhand realer Architekturen werden Big-Picture-Darstellungen und Datenflussmodelle erarbeitet.
Lerneinheit 2: Health-IT-Standards und Interoperabilität
Diese Lerneinheit vermittelt vertiefte Kenntnisse zu Standards wie HL7, FHIR, IHE-Profilen und DICOM. Die Teilnehmenden verstehen, warum standardisierte Schnittstellen zentral für Interoperabilität, Qualität und Skalierbarkeit sind. Nationale und internationale Normen sowie deren praktische Relevanz im Alltagsbetrieb werden eingeordnet.
Lerneinheit 3: Architekturmodelle und Systemdesign
Im Fokus stehen Architekturansätze wie serviceorientierte Architekturen, Microservices sowie zentrale und dezentrale Systemmodelle. Die Teilnehmenden lernen, Architekturentscheidungen zu bewerten und deren Auswirkungen auf Betrieb, Wartbarkeit und Weiterentwicklung einzuschätzen. Enterprise-Architecture-Ansätze werden als Orientierung für komplexe Organisationen eingeführt. Es werden ausserdem deren Auswirkungen auf Betrieb, Wartbarkeit und Weiterentwicklung behandelt.
Lerneinheit 4: Cloud, IoMT und KI im Gesundheitswesen
Diese Lerneinheit beleuchtet moderne Technologien wie Cloud-Modelle, Internet of Medical Things (IoMT) und KI-basierte Anwendungen im Gesundheitswesen. Die Teilnehmenden bewerten Chancen, Risiken und Einsatzszenarien aus technischer und organisatorischer Sicht. Der Fokus liegt auf Einordnung, Architekturfragen und Integration in bestehende Systemlandschaften.
Lerneinheit 5: Umsetzung von IT-Vorhaben im klinischen Kontext
Die Teilnehmenden setzen sich mit der Planung, Bewertung und Umsetzung von IT-Vorhaben auseinander. Unterschiedliche Vorgehensmodelle und Frameworks werden im Kontext des Gesundheitswesens analysiert und verglichen. Ziel ist es, technische Anforderungen strukturiert zu formulieren und Umsetzungsrisiken frühzeitig zu erkennen.
Lerneinheit 6: Plattformen, Datenintegration und Governance
Diese Lerneinheit vermittelt vertiefte Einblicke in Schnittstellentechnologien, Middleware-Lösungen und Integrationsarchitekturen sowie deren exemplarische Anwendung. Die Teilnehmenden verstehen Prinzipien von Datenintegration, Data Governance und Plattformstrategien. Anhand konkreter Beispiele werden Architekturen für klinische Kernprozesse analysiert.
Zulassung
Ein Abschluss auf Tertiärstufe der formalen Bildung (ETH/Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule und andere) oder aus der Höheren Berufsbildung.
Unabhängig vom Abschluss gilt: Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in einem relevanten Berufsfeld (nach Abschluss der Ausbildung).
Personen mit einer gleichwertigen Qualifikation und mehrjähriger Berufserfahrung können in beschränkter Anzahl über ein standardisiertes Zulassungsverfahren («sur dossier») aufgenommen werden – dies kann mit Auflagen verbunden sein.
Für eine Fachkurs-Teilnahme (ohne ECTS) gelten keine Aufnahmebedingungen.
Für dieses Programm werden keine spezifischen IT-Kenntnisse vorausgesetzt.
Kosten
- CHF 2'500.00