Reitpädagoge/Reitpädagogin / Reittherapeut/Reittherapeutin
Ausbildung im Überblick
- AusbildungstypBerufsorientierte Weiterbildung
- AbschlussDiplom / Abschluss des Anbieters
- UnterrichtsspracheDeutsch
- Zeitliche BeanspruchungTeilzeit
- Dauer
1 Jahr (20 Kurstage)
Kurstage: mehrere Blöcke an verlängerten Wochenenden
So sieht die Ausbildung aus
Das Angebot zur tiergestützten Therapie umfasst verschiedene Inhalte und Lernformen. In den Präsenzphasen werden grundlegende Themen zur tiergestützten Therapie behandelt. Dazu gehören die Definition und Abgrenzung der Therapieform, ethologische Grundlagen sowie die Wirkung von Tieren in der Therapie. Das Beziehungsdreieck zwischen Klient, Therapeut und Tier wird beleuchtet, ebenso wie die Voraussetzungen für den Einsatz von Tieren und die Verantwortung des Therapeuten. Tierschutzbestimmungen sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil.
Die Theorie und Praxis der Reittherapie wird umfassend behandelt. Es werden Indikationen und Kontraindikationen in der Reittherapie besprochen, die sich auf verschiedene Störungsbilder, Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten beziehen. Erlebnispädagogik, heil- und sonderpädagogische Aspekte sowie die Bedeutung der Beziehung in der therapeutischen Arbeit sind weitere Themen. Selbstreflexion, Grundzüge der Lerntheorie, Kommunikation und Gesprächsführung werden ebenfalls thematisiert. Die Therapieplanung und das praktische Arbeiten mit Klienten sind zentrale Bestandteile, ebenso wie die Integration der Tellington-Methode und Entspannungstechniken.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung und Gesunderhaltung des Therapiepferdes. Die Auswahl des richtigen Therapiepferdes und der Einsatz in verschiedenen Settings werden besprochen. Anforderungen an die artgerechte Haltung, die Gewöhnung an therapeutische Materialien sowie Anatomie und Biomechanik des Pferdes sind wichtige Themen. Die Beurteilung von Pferden nach physischen und psychischen Merkmalen, Tellington-Bodenarbeit, freie Begegnung mit dem Pferd und die Körpersprache der Pferde werden behandelt. Die Beziehung zwischen Therapeut und Pferd, Longieren, Arbeiten mit dem Kappzaum sowie Fütterung, Zähne, Hufe und Sattelanpassung sind ebenfalls Teil des Angebots.
Zulassung
- Mindestalter: 20 Jahre
- Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs (nicht älter als zwei Jahre). Der Kurs kann während der Weiterbildung nachgeholt werden, muss aber vor der praktischen Prüfung abgeschlossen sein.
- Langjährige Erfahrung im Reiten und im Umgang mit Pferden
Berufliche Qualifikationen
Personen, die eine abgeschlossene oder bald abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium im sozialen, therapeutischen, psychologischen, pädagogischen, erzieherischen oder rehabilitativen Bereich haben.
Beispielsweise:
- SozialpädagogInnen / HeilpädagogInnen
- MedizinerInnen / PsychologInnen / PsychotherapeutInnen / HeilpraktikerInnen für Psychotherapie (HPG)
- LogopädInnen / ErgotherapeutInnen / PhysiotherapeutInnen / KunsttherapeutInnen
- ErzieherInnen / LehrerInnen / Diplom-PädagogInnen
- Pflegefachpersonen
- HeilerziehungspflegerInnen / SozialarbeiterInnen / PsychomotorikerInnen
Mit langjähriger Berufserfahrung besteht auch die Möglichkeit, ohne formale Qualifikationen im sozialen Bereich zur Ausbildung zugelassen zu werden.
Ebenso besteht die Möglichkeit für Quereinsteigende, in Ausnahmefällen eine Sonderzulassung zu erhalten.
Details siehe Website des Anbieters.
Kosten
Weiterbildung: CHF 4'999.-, Ratenzahlung möglich
Prüfung und Zertifizierung: CHF 490.-
Hinzu kommen Auslagen für Unterkunft, Verpflegung, eigene Reisekosten und allenfalls Nachprüfungen.