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Katholische Theologie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Theologie studieren heisst nicht die Bibel auswendig zu lernen!

S. K. studiert römisch-katholische Theologie im 5. Semester an der Universität Luzern UNILU.

Den Entscheid, Theologie zu studieren, fasste S. K. (21) zwar aus dem Bauch heraus. Und dennoch kam er nicht ganz aus heiterem Himmel.

"Ich war schon länger in der kirchlichen Jugendarbeit tätig und kam so oft in Berührung mit theologischen und kirchlichen Fragen", erklärt S. K. "Schliesslich waren es auch meine eigenen Fragen nach Gott und an meinen persönlichen Glauben, die mich auf dieses Studienfach brachten." Den Studienort Luzern wählte S. K. ganz bewusst: "Einerseits wollte ich eine neue Stadt und ihre Umgebung kennen lernen, andererseits wird der theologischen Fakultät der Universität Luzern ein offener Geist zugeschrieben. Das sagte mir sehr zu."

Viel Neues

Den Übergang vom Gymnasium an die Uni meisterte S. K. ohne Probleme. Zwar erwarteten ihn inhaltlich viele neue Themen, mit denen er in der Schule kaum oder gar nicht in Berührung gekommen war. Hilfreich waren ihm vor allem seine eigene religiöse Praxis und die Erfahrungen aus der kirchlichen Jugendarbeit. S. K. betont, dass solche Kenntnisse nicht unbedingt notwendig für ein Theologiestudium seien. Eine sprachliche Affinität hingegen stuft er eindeutig als sehr vorteilhaft ein.

Nah am Text

Dass das Theologiestudium genau das Richtige für ihn sein würde, wusste S. K. schon nach den ersten Tagen des Studiums. "Ich fühlte mich von Anfang an wohl dabei", meint er. Das hat sich auch in den fünf Semestern, die S. K. mittlerweile an der Uni Luzern absolviert hat, nicht geändert. Besonders gefällt ihm die Arbeit mit den biblischen Texten. "Oft werde ich gefragt, ob ich die Bibel auswendig kennen müsse", erzählt er. "Doch dies ist nicht der Fall. Im Theologiestudium geht es nicht einfach darum, die Bibel auswendig zu lernen, sondern darum, sich vertieft mit dem Grundlagentext der christlichen Religion auseinanderzusetzen. Wir übersetzen Bibelstellen aus dem Hebräischen bzw. dem Griechischen und versuchen zu erklären, was der Text wirklich sagen will. Wenn man sich so intensiv mit der Bibel auseinandersetzt, weiss man mit der Zeit, was wo in der Bibel steht." S. K. fasziniert bei dieser Arbeit an den Texten vor allem die Aktualität, welche die biblischen Botschaften bis heute behalten haben. Die Philosophie hingegen, ebenfalls ein wichtiger Inhalt des Theologiestudiums, sagt S. K. weniger zu: "Dass die Philosophie für das Verständnis von Glaubensaussagen wichtig und unabdingbar ist, steht für mich ausser Frage. Ich vermisse manchmal einfach ihren praktischen Bezug."

Studieren in der Familie

Das Theologiestudium in Luzern ist sehr frei aufgebaut und die Atmosphäre an der Universität sehr familiär. "Gemeinsam mit mir haben zehn Studierende das Theologie-Studium begonnen", erklärt S. K. "Man kennt sich daher über die Studienstufen hinweg. Das ist gerade zu Beginn ein Vorteil. Auch die Wege zu den Dozierenden sind sehr kurz. Es besteht immer die Möglichkeit, in den Pausen Fragen zu stellen, und wir Studierenden werden in der Regel mit Namen angesprochen. Wir sind also nicht einfach nur irgendwelche Nummern."
Der angehende Theologe besucht zurzeit noch etwa zehn Veranstaltungen à durchschnittlich 90 Minuten pro Woche an der Uni. Zusätzlich zur Präsenzzeit an der Uni kommen jeweils noch ca. zwei Stunden pro Tag, während der Prüfungszeit acht Stunden pro Tag, für das Selbststudium hinzu. S. K. bleibt aber dennoch genügend Zeit für weitere Aktivitäten: «Als Studierendenvertreter der Theologiestudierenden bin ich auch neben meinem Studium stark mit der Uni verbunden. Ich engagiere mich in der kirchlichen Jugendarbeit und bin auch noch politisch aktiv.»

Guter Rat

Angehenden Theologiestudierenden rät S. K., mit möglichst wenig Erwartungen und Vorurteilen an das Studium heranzugehen und so viel wie möglich an Wissen aufzunehmen, ohne dabei aber Freizeit und Freunde zu kurz kommen zu lassen.



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