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Indogermanistik: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Pures Interesse

M. F. studiert Indogermanistik im 4. Semester Bachelor an der Universität Zürich UZH.

Vom Latein "gefesselt"

Für mein Interesse an alten Sprachen ganz allgemein und der Linguistik im Speziellen sind eine Reihe von Lehrern verantwortlich, die – wenn sie denn selber kein Latein, Griechisch oder Sanskrit beherrschten – dennoch um die Bedeutung dieser Sprachen wussten. Latein hat mich als erstes gefesselt. Ich pflegte zu behaupten, dass die Hälfte des deutschen Wortschatzes lateinisches Erbe sei. Nachdem sich mir die Sprache der Römer und das Wissen um die Tragweite für die Kultur Europas geöffnet hatte, wandte ich mich den Griechen zu. Von den Indogermanen habe ich im Gymnasium zum ersten Mal gehört. Mein Interesse an indogermanischen Sprachen und die grösseren Zusammenhänge wurde von meinem Griechisch Lehrer geweckt, der Gotisch und andere Sprachen konnte. Meine Studienwahl war getroffen.

Neben der Uni…

Meine Beschäftigungen ausserhalb des Studiums beschränken sich auf das Lernen von Sprachen, den Konsum von Weltliteratur, Besuche im Kunstmuseum und Opernhaus, Ausdauersport und kulturelle Entdeckungsmissionen durch Europa und den Nahen Osten. Am Wochenende und in den Semesterferien helfe ich auf dem kleinen Bergbauernhof aus, von dem ich ursprünglich komme. Nebenbei schreibe ich gerne für Zeitungen in Lichtenstein und der Schweiz und führe ein Atelier im kleinen Rahmen. Mein ständiger Begleiter ist meine Freundin – mit ihr klettere ich auf zerklüftete Berge und untersuche die Innereien von Pyramiden.

Alleine im Jahrgang

Ich bin der einzige Student in meinem Semester – den Anschluss habe ich aber schnell gefunden, da im Seminar jeder jeden kennt. Die Veranstaltungen finden in kleinen Gruppen mit Studenten älterer Semester statt. Dieses Semester belege ich zwölf Doppellektionen (sechs Stunden Latein und 16 Stunden Indogermanistik) mit einem totalen Arbeitsaufwand von 50 ECTS. Da der Stundenplan in meinen Fächern noch frei zusammengestellt werden darf, kann ich das Semesterprogramm nach meinen Wünschen ausrichten, was den Rahmen des unbedingt Notwendigen häufig sprengt. Ich studiere Indogermanistik aus purem Interesse an der Wissenschaft.

Das Studium der Indogermanistik generiert ein breites Feld an Spezialisierungsmöglichkeiten. Neben den essentiellen Grundlagen, die für das Verständnis unentbehrlich sind, können jedes Semester weitere Sprachen dazu gewählt werden. Als Voraussetzung gelten Latein und Altgriechisch, Hethitisch und Altindisch werden in Zürich stark gefördert. Die Verantwortung dafür, wie man seine Schwerpunkte setzt, liegt aber wie stets allein bei den Studierenden.

Aussichten

Die Berufswahl ist in einem Studium wie dem meinen sehr intuitiv. Als Indogermanist weiss man von Studienbeginn an, dass man sich viele Berufsmöglichkeiten offen lassen muss, sofern man nicht eine Professur an der Universität anstrebt. Man wird ständig mit der Frage nach Sinn und Nutzen dieses Studiums konfrontiert, da ausserhalb der universitären Laufbahn kein Beruf dieses Fach direkt fortführt. Mit einem abgeschlossenen Studium der Indogermanistik stehen aber viele Türen offen. Es bietet sich mir zum Beispiel die Möglichkeit, in meinem zweiten Hauptfach das höhere Lehramt zu durchlaufen, an einem Gymnasium Latein zu unterrichten und dabei meinen Schülern nicht nur Latein weiterzugeben, sondern auch Griechisch, Albanisch oder Altpersisch zu vermitteln.



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