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Pflegewissenschaft: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Ich wollte die Pflege verbessern

S. S studiert im zweiten Semester Pflegewissenschaften an der Universität Basel UNIBAS.

Wie sind Sie zum Studium der Pflegewissenschaften an der Uni gekommen?

Da muss ich ein wenig ausholen - mein Abschluss am Gymnasium ist doch schon einige Zeit zurück. Nach dem Gymnasium habe ich eine dreijährige Ausbildung gemacht. Sie hiess damals: Kinder-, Wöchnerinnen- und Säuglingspflege. Auf den pädiatrischen Abteilungen des damaligen Basler Kinderspitals habe ich nach Abschluss auch noch zwei Jahre gearbeitet. Dann bekam ich mein erstes Kind. Heute habe ich fünf Kinder und habe ein paar Jahre nach meinen letzten Kindern in der Kinderspitex wieder angefangen zu arbeiten. Nach einem Jahr bei der Kinderspitex, wurde mir immer klarer: Ich muss studieren. Ich wollte in allen meinen bisherigen Jobs Veränderungen anstossen und die Pflege verbessern, war aber eigentlich nie in der Position, in der ich das gekonnt hätte. Mir war auch klar, dass es die Universität Basel sein soll, die pflegewissenschaftliche Ausbildung ist dort auf einem hohen Niveau.

Sind Sie Vollzeit-Studentin?

Nein überhaupt nicht. Neben meinen fünf Kindern arbeite ich noch 50% in einem Forschungsprojekt am Inselspital Bern in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Bern. Wir begleiten in unserem Projekt Familien von frühgeborenen Kindern - es geht um die „transition to home after preterm birth“. Wir sind momentan daran, die Praxisentwicklung zu machen, das heisst, wir stellen alle Dinge bereit, damit wir dann mit einem Pilot in der Praxis loslegen können. Das sind zum Beispiel Fragebögen, Pflegeanleitungen oder Gefässe für den interdisziplinären Austausch.
Daneben studiere ich in Teilzeit. Ich absolviere im Moment die Hälfte des vorgesehenen Programmes. Mein Ziel ist es, bis in drei Jahren die Grundlagenfächer abgeschlossen zu haben, um dann wirklich den Master in Angriff zu nehmen.

Wie erleben Sie das Studium?

Da ich einen pädiatrischen Hintergrund habe, fällt mir natürlich auf, dass das Studium auf erwachsene Patienten konzentriert ist. Wir sind in den Vorlesungen unterschiedliche Gruppen, teilweise auch zusammen mit Studierenden aus anderen Studienrichtungen, wie Soziologie oder Philosophie. Zudem sind wir unterschiedliche Leute, es kommt viel Berufserfahrung zusammen. Auf der anderen Seite ist das Studium natürlich sehr wissenschaftlich, wir lesen sehr viel Literatur aus der Forschung. Ein individuelles oder eher intuitives Vorgehen hat da wenig Platz.

Wie werden die Fächer geprüft?

Das ist unterschiedlich. Es gibt zum Beispiel Arbeiten, die man während dem Semester abgeben muss oder Arbeiten, die man zu einem Thema schreiben muss. Dann gibt es auch Prüfungen am Semsterende, zum Beispiel Pathophysiologie. Diese schreiben wir zusammen mit den Studierenden aus der Psychologie, die ist im Multiple Choice Verfahren. Ich finde die Prüfungen sind streng, aber machbar. Idealerweise würde man sich schon vor der Vorlesung einlesen, dann die Vorlesung besuchen und dann nacharbeiten - dann wäre man schon recht gut vorbereitet für die Prüfung. Mir gelingt das ganz selten. Ich versuche dann einfach noch intensiver vor den Prüfungen zu arbeiten.

Wie kommt man in Ihren Augen gut durch das Studium?

Wichtig finde ich: Man darf sich auch in strengen Momenten nicht verrückt machen lassen. Und Dinge einfach step by step erledigen. Man bekommt überall Hilfe, wenn man auch bereit ist, diese zu holen - auch im Studiengang selber lässt sich immer eine Lösung finden. Die Uni ist auch sehr wichtig für den Aufbau eines Beziehungsnetzes. Man hat Gelegenheiten, verschiedene Leute und Forschungprojekte kennenzulernen und bekommt dabei viel Unterstützung.

Wem würden Sie das Studium weiterempfehlen?

Jedem, der nebst Interesse, Freude und Engagement für die Pflege auch ein bisschen Idealismus mitbringt. Man muss sich engagieren wollen für die Optimierung im Gesundheitssystem. Die Jobchancen sind danach dafür sehr gut, ich glaube wir laufen in der Schweiz in einen echten Mangel an guten Fachpersonen. Was ich auch wichtig finde: Man sollte sich auch für die politische Tragweite ein Stück interessieren. Viele Ideen und Optimierungen im Gesundheitssystem haben auch einen politischen Aspekt, und da lohnt es sich, wenn man auch diese Komponente spannend findet.



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