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Porträt: Musik

Eine Musikerin, Dirigentin, Komponistin und Cellolehrerin stellt ihre Tätigkeiten vor.

Lebenslanges Training

Clíodhna Ní Aodáin, Cellistin und Komponistin

Clíodhna Ní Aodáin dirigiert ein Orchester.
Clíodhna Ní Aodáin © SDBB I CSFO, Foto Dominic Buettner
Clíodhna Ní Aodáin dirigiert ein Orchester.

Clíodhna Ní Aodáin © SDBB I CSFO, Foto Dominic Buettner

Berufslaufbahn

Jahr/AlterTätigkeit/Ausbildung
22Bachelor of Music, Cello: Royal Northern College of Music, Manchester, England
24Master of Music Interprétation, Cello: Université de Montréal, Kanada
31Konzertdiplom, heute: Master of Arts in Music Performance: Zürcher Hochschule der Künste
32Lehrerin für Cello: Musikschule Konservatorium Bern
39Dirigentin: Orchester Divertimento Bern. Meisterkurse in Orchesterleitung: Sibelius-Akademie, Helsinki, Finnland
44Gründung des Kinderorchester "Die Tigerbande" und Co-Leiterin: Musikschule Konservatorium Bern
45Start des Projekts ”The Celtic Cello”

Woher kommt Ihre Leidenschaft für die Musik und das Dirigieren?

Ich wuchs in Irland auf und spielte bereits als Kind Cello und Klavier. Meine ersten Erfahrungen im Dirigieren machte ich als Teenager im Jugendchor, den meine Mutter leitete. Mit 17 Jahren ging ich als Au-pair nach Wien. Dort hörte ich Konzert für Konzert; im Opernhaus, im Musikverein und auf anderen Bühnen. Das hat mich süchtig gemacht. Nach zwei Jahren intensiven Übens bestand ich die Aufnahmeprüfung für das Cellostudium am Royal Northern College of Music in Manchester.

«Wer Musikerin oder Musiker werden will, braucht vor allem Durchhaltevermögen und Ausdauer – halbherzig kann man diesen Beruf nicht ausüben.»

Was sind Ihre Tätigkeiten?

Die Musik erlaubt mir, in verschiedenen Rollen kreativ zu sein: Seit meinem Berufseinstieg interpretiere, dirigiere, komponiere und unterrichte ich. Ich wechsle gerne von einer Rolle zur anderen, wobei meine Tätigkeiten häufig ineinandergreifen. Wenn ich zum Beispiel unterrichte, baue ich Improvisationsmethoden ein, die ich kürzlich in einer Jazzausbildung gelernt habe. "The Celtic Cello" war ursprünglich ein persönliches Projekt. Nun sind daraus Arrangements für den Unterricht und das Orchester "Divertimento" entstanden. Auch die Familie inspiriert meine Tätigkeiten: Zusammen mit meinem Sohn und Kindern aus der Nachbarschaft gründeten wir die Céilí Band, eine traditionelle irische Tanzkapelle.

Was raten Sie zukünftigen Musikerinnen und Musikern?

Wer Musikerin oder Musiker werden will, braucht vor allem Durchhaltevermögen und Ausdauer – halbherzig kann man diesen Beruf nicht ausüben. Was zählt sind Leidenschaft, Konzentration und Zeit. Wie bei professionellen Athleten kommt es auch bei uns auf das «Training» an. Eine Solistenkarriere ist nicht jedem gegeben! Es ist auch sehr schwierig, eine Stelle in einem Orchester zu finden. Daher ist es wichtig, alle Möglichkeiten zu nutzen, die sich anbieten. Angehenden Musikerinnen und Musikern empfehle ich auch, so viel wie möglich zu unterrichten. Wir haben die Verantwortung, unsere musikalischen Fähigkeiten weiterzugeben.

Weitere Informationen



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