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Bewerbungsunterlagen für eine Lehrstelle

Die Bewerbungsunterlagen bestehen aus einem Bewerbungsbrief, einem Lebenslauf und beigefügten Dokumenten. Diese Unterlagen müssen sorgfältig und mit einer gut lesbaren Schrift erstellt werden. Die Sätze sollten klar und präzise sein.

Lebenslauf

Lebenslauf

Checkliste: Lebenslauf in Tabellenform

  • 1. Titel «Lebenslauf»
  • 2. Foto: aktuell, farbig, mit neutralem Hintergrund, freundliches Lächeln, angemessene Kleidung, kein Selfie.
  • 3. Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  • 4. Geburtsdatum
  • 5. Geburtsort, Nationalität und für nicht-Schweizer/innen Aufenthaltsbewilligung (zum Beispiel Ausweis B)
  • 6. Titel: «Das bin ich» / «Meine Stärken» / «Profil» / «Kompetenzen»: 5-6 Adjektive nennen oder kurze Aussagen machen, die deine Stärken zeigen und zum Inserat passen
  • 7. «Schulbildung» / «Besuchte Schulen»: aktuelle Schule zuerst
  • 8. «Sprachen» / «Sprachkenntnisse»: Muttersprache(n) und Fremdsprachen mit Niveau
  • 9. Schnupperlehre(n), falls sie zu der Lehrstelle passen
  • 10. Besonderes: zum Beispiel «Informatikkenntnisse», «Praktika», «Sportleiterkurse», falls für den Beruf wichtig
  • 11. «Interessen/Freizeit»/ «Hobbys»
  • 12. «Referenzen» (Auskunftspersonen), mindestens mit Namen und Telefonnummern
    Tipp: Diese Personen müssen zuerst angefragt werden, ob sie damit einverstanden sind, Auskunft zu geben. Ideal sind Lehrerpersonen, Ausbilder/innen aus einem Praktikum, oder Personen, die die Qualitäten des/der Bewerber/in in Arbeits- und Lernsituationen beurteilen können.

Tipp

Die E-Mail-Adresse soll einfach und seriös sein (name.nachname@greenlife.ch). Der erste Eindruck zählt!

Bewerbungsbrief

Bewerbungsbrief
  • 1. Adresse
    Vorname und Nachname mit vollständiger Adresse, Telefonnummer und E-Mailadresse.
  • 2. Adresse des Betriebes
    Name des Betriebes, Name der für die Bewerbungen zuständigen Person, vollständige Adresse.
  • 3. Ort, Datum
  • 4. Betreff
    Zum Beispiel: Bewerbung um die Lehrstelle als... (Fotografin, Coiffeur, etc.). Der Betreff wird fett formatiert.
  • 5. Begrüssung
    Zum Beispiel: Sehr geehrte Frau [Nachname] oder Sehr geehrter Herr [Nachname] oder Sehr geehrte Damen und Herren (wenn keine persönliche Anrede möglich ist).
  • 6. Einleitung
    Das Interesse an der Lehrstelle (als Maler/in, Florist/in etc.) erklären. Manche Betriebe möchten gerne wissen, wie der/die Bewerbende von der freien Stelle erfahren hat, beispielsweise wenn die Information aus einer Anzeige auf einer bestimmen Plattform, via berufsberatung.ch oder aus einer anderen Quelle stammt.
  • 7. Über sich
    Angaben zur Schule, den Stärken, den Lieblingsfächern… Wenn möglich eine Verbindung zum gewählten Beruf herstellen.
  • 8. Motivation – Gründe für die Bewerbung
    Die Bewerbung begründen, indem die Interessen, wie Hobbies oder Sport, und die Kompetenzen angegeben werden. Schritte nennen, die für die Wahl unternommen wurden, zum Beispiel Termin bei der Berufsberatung, Teilnahme an einem Informationstag, Praktikum mit Beschreibung der ausgeführten Aufgaben. Ausserschulische Aktivität angeben, wenn sie Kompetenzen vermitteln, die für den angestrebten Beruf nützlich sind?
  • 9. Bezug zum Betrieb
    Warum genau dieser Betrieb?
    Tipp: Vor dem Bewerben sollte man sich auf der Webseite über den Betrieb und seine Aktivitäten informieren
  • 10. Schluss
    Optional ein weiteres wichtiges Element hinzufügen und sagen, dass man über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch / Schnupperlehre freuen würde.
  • 11. Verabschiedung
    Freundliche Grüsse
    Handschriftliche Unterschrift
  • 12. Beilagen
    Liste der Beilagen: Lebenslauf, Zeugnisse, Praktikumsberichte etc., oder, bei Platzmangel, einfach «Bewerbungsunterlagen» schreiben.

Tipps

Bewerben bedeutet, das beste Bild von sich selbst abzugeben! Der/die Empfänger/in sollte Überzeugung und Motivation spüren.

Die Personalabteilungen erhalten viele Bewerbungen: Lange Briefe sind nicht unbedingt die effektivsten. Besser sind kurze und prägnante Sätze, möglichst keine Wiederholungen und unnötigen Informationen.

Manche Betriebe verlangen, dass bei der Bewerbung ein Formular ausgefüllt und ein Bewerbungsbrief sowie die dazugehörigen Unterlagen beigefügt werden. Es sollte kein Dokument vergessen werden.

Bevor man die Bewerbung einreicht, ist es gut, wenn jemand den Bewerbungsbrief gegenliest, zum Beispiel die Eltern oder eine Lehrperson.

Beilagen

Die Bewerbungsunterlagen beinhalten auch weitere Dokumente:

  • Zeugnisse und Diplome
  • Schulnoten aus dem letzten Schuljahr
  • Bestätigungen und Zeugnisse, die den Wert der Bewerbung erhöhen (Praktikumsbericht, Ferienjobs etc.)
  • Empfehlungsschreiben
  • Alle weiteren Dokumente, die der Betrieb verlangt

Bewerbungsdossier

Elektronisches Dossier

Ein gut organisiertes elektronisches Dossier ist der beste Weg, um Bewerbungen vorzubereiten. Dabei sollte wie folgt vorgegangen werden:

  • Einen Ordner mit dem Titel "Bewerbungsunterlagen" erstellen.
  • Darin Unterordner wie folgt erstellen:
  • Alle Dokumente (Zeugnisse, Diplome, Praktikumsberichte, Schulzeugnisse etc.) sorgfältig farbig und in hoher Auflösung einscannen.
  • Dokumente in den entsprechenden Ordnern mit aussagekräftigen Namen speichern (Lebenslauf.doc, Bewerbungsbrief.doc etc.). Der Lebenslauf und der Bewerbungsbrief sollten in den Formaten Word (.doc) und PDF gespeichert und im PDF-Format verschickt werden.
  • Die angehängten Dokumente sollten nicht größer als 2-3 Megabyte sein.
  • Persönliche Daten müssen aus den gesendeten Dokumenten entfernt werden. Es gibt viele Websites, die zeigen, wie man das macht: zum Beispiel support.microsoft.com für Microsoft Word oder pdfcandy.com für PDF.
    Es lohnt sich, die Dokumente im Word-Format aufzubewahren, da nur dieses bearbeitet werden kann. Es ist sinnvoll, eine Kopie der Unterlagen anzufertigen, um sie für andere Bewerbungen anzupassen.

Tipps

  • Bei Bewerbungen in verschiedenen Berufen ist es sinnvoll, spezifische Lebensläufe dafür vorzubereiten und alle einzeln abzuspeichern.
  • Einen Ordner «Meine Bewerbungen» vorbereiten, oder mehrere, falls verschiedene Berufe, und darin alle Bewerbungen abspeichern.
  • Die eigene Unterschrift scannen und dem Bewerbungsbrief hinzufügen, bevor das Dokument als PDF abgespeichert wird.
  • Das Foto im Format JPEG speichern. Einige Unternehmen verlangen, dass es separat hochgeladen wird.

Bewerbung abschicken

Aktuell wird die Mehrheit der Bewerbungen auf elektronischem Weg eingereicht.

Elektronische Bewerbung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich online zu bewerben.

Bewerbung über Online-Formulare

In diesem Fall müssen die persönlichen Informationen in den angegebenen Feldern eingetragen und die Dokumente (PDF) hochgeladen werden.

Tipp

Für Onlinebewerbungen sollte genügend Zeit eingeplant werden, um auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet zu sein. Vor dem Abschicken der Bewerbung ist es wichtig, alles noch einmal durchzulesen, um Rechtschreib- und Tippfehler zu vermeiden.

Bewerbung per E-Mail

Ist die Mail-Adresse der Ansprechperson im Inserat aufgeführt, wünscht der Betrieb eine Bewerbung per E-Mail, wenn nichts anderes angegeben ist. Hier das Vorgehen dafür:

  • In der Betreffzeile der E-Mail schreiben, worum es geht: zum Beispiel, «Bewerbung um die Lehrstelle als Automobilfachfrau».
  • Den Text der E-Mail kurz halten: Zum Beispiel:
    Sehr geehrter Herr Keller

    Im Anhang sende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen für die Lehrstelle als Automobilfachfrau EFZ und freue mich darauf, von Ihnen zu hören.

    Freundliche Grüsse
    Antonia Gonzales

  • Das komplette Bewerbungsdossier im Anhang mitschicken: Bewerbungsbrief, Lebenslauf und alle Beilagen als PDF.

Tipp

Wenn der Betrieb angibt, wie er die Dokumente einzeln oder in einer Datei erhalten möchten, muss das befolgt werden.

Videobewerbung

Diese Art von Bewerbung ist selten. Man sollte sich überlegen, ob eine solche Bewerbung sinnvoll sein könnte, beispielsweise für einen künstlerischen Beruf. Auf jeden Fall sollte das Video nicht länger als eineinhalb Minuten sein. Momente "vor der Kamera" sollten sich mit Handlungen abwechseln, die für den Beruf wichtige Eigenschaften veranschaulichen. Auf Youtube sollte man die Sichtbarkeit des Videos auf "nicht gelistet" setzen und den Link an das Unternehmen schicken. Das Video sollte nicht als Anhang versendet werden.

Tipp

Wie viele Bewerbungen notwendig sind, ist abhängig…

  • von der Anzahl offener Lehrstellen und wie begehrt diese sind. Darüber kann die Berufsberatung oder der Lehrstellennachweis auf berufsberatung.ch Auskunft geben;
  • vom Profil des/der Bewerbenden: jeher dieses die Kriterien für den Beruf erfüllt, desto weniger Bewerbungen sind nötig;
  • von der Qualität der Bewerbungsunterlagen.

Bewerbung per Post

Manche Betriebe verlangen eine Bewerbung auf dem Postweg. Das ist heutzutage selten. Die Unterlagen müssen sorgfältig ausgedruckt werden, in Farbe, falls dies relevant ist, der Umschlag muss sauber beschriftet und die Bewerbung an die in der Anzeige angegebene Person geschickt werden.

Handschriftliche Bewerbung

Diese Art der Bewerbung ist sehr selten geworden. Wichtig ist, die Rechtschreibung zu beachten, gut ausgerichtet zu schreiben (mit einem linierten Blatt, das unter ein weisses Blatt Papier geschoben wird) und auf eine gepflegte Handschrift zu achten.

Vorsicht mit den sozialen Netzwerken

Immer mehr Lehrbetriebe recherchieren im Internet zu einer Person, bevor sie sie einstellen. Es empfiehlt sich deshalb, Social-Media-Konten, zum Beispiel bei Instagram oder Facebook, so zu führen, dass die Privatsphäre gewahrt ist und keine unerwünschten Informationen gefunden werden können, beispielsweise durch eine Google-Recherche.

Tipps

  • Einstellungen der Privatsphäre überprüfen
  • Das eigene Profil überprüfen: Was wird von der eigenen Persönlichkeit nach aussen preisgegeben?
  • Nicht jede Freundschaftsanfrage annehmen, vor allem nicht von unbekannten Personen
  • Negative Äusserungen über andere vermeiden
  • Heikle Fotos löschen
  • Nutzung der persönlichen Daten für Werbezwecke verbieten


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