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Falkner/in

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Berufsfunktion / Spezialisierung

Berufsfelder

Branchen

Tierzucht und Tierpflege

Swissdoc

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Aktualisiert 12.07.2016

Tätigkeiten

Jagt mit Hilfe eines frei fliegenden Greifvogels. Hält einen oder mehrer Greifvögel artgerecht und trainiert diese für die Beizjagd. Versorgt den Vogel täglich mit frischem Futter und jagt mit ihm während der Jagdsaison regelmässig. Betreibt die Jagd als Nebenberuf.
Die Jagd mit einem Greifvogel, auch Beizjagd genannt, ist eine alte Jagdtechnik, die wieder verstärkt praktiziert wird. Der Falkner hält den Beizvogel artgerecht in einer Volière oder in einer Flugdrahtanlage. Der Vogel muss täglich mit frischem Fleisch von Tauben, Wachteln, Kaninchen oder Nagern versorgt werden.
Für die Jagd werden vor allem Wanderfalken und Habichte eingesetzt. Sie bejagen diejenigen Tierarten, welche ihrem angeborenen Beuteschema entsprechen. Die Wahl des Beutetieres hängt jedoch auch davon ab, welche Wildtierart ausreichend zur Verfügung steht. In der Schweiz werden vor allem Rabenkrähen oder Elstern bejagt, da diese in Schwärmen landwirtschaftliche Kulturen schädigen können. Krähen meiden Gebiete, in denen regelmässig mit Greifvögeln gejagt wird.
Die Falknerin trainiert mit dem Vogel die Jagd auf frei lebendes Wild. Der Beizvogel trägt in der Regel auf dem Transport zur Jagd eine Lederhaube, die ihm erst kurz vor dem Jagdeinsatz abgenommen wird. Faustfalken jagen nach dem "Entkappen" ihre Beutetiere direkt vom Handschuh des Falkners aus. Setzt der Falke zum Jagdflug an, suchen die Krähen sofort in den Bäumen oder im Wald Deckung. Der Falkner versucht mit Lärm die Krähen aus dem Baum zu treiben, damit der Falke einen der auffliegenden Vögel jagen kann. Greifvögel apportieren ihre Beute nicht. Die Falknerin muss dem Vogel folgen. Sie nähert sich ihm vorsichtig und nimmt das Beutetier ab. Manchmal wird das erbeutete Tier dem Greifvogel zum Frass überlassen.

Ausbildung

Erforderliche/r Ausbildungsweg/e

Abschluss Verband/Vereinigung/Branchenlabel

Die Schweizerische Falkner-Vereinigung führt in Zusammenarbeit mit den Kantonen die Schweizerische Falknerprüfung durch.
Verlangt werden:
- Jagdfähigkeitsausweis (Jagd- bzw. Jägerprüfung)
- fachspezifische berufsunabhängige Fachausbildung FBA (Dauer mind. 40 Std.)
- Schweizerische Falknerprüfung oder gleichwertige Ausbildung
Die Falknerprüfung besteht aus einem theoretischen  Teil und einem praktischen Teil (Durchführung einer Beizjagd).
In allen Kantonen wird für die Beizjagd und das freie Fliegenlassen von Greifvögeln die Jagd- und die Falknerprüfung verlangt. Zusätzlich muss in den Kantonen mit Revierjagd die Bewilligung der Jagdreviere eingeholt werden.

Bemerkungen

Die Greifvogelhaltung untersteht der Tierschutzverordnung des Bundes und ist bewilligungspflichtig. Die Bewilligung wird erteilt, wenn die fachspezifische berufsunabhängige Fachausbildung FBA oder eine gleichwertige Ausbildung nachgewiesen wird. Für die artgerechte Haltung der Vögel und für eine erfolgreiche Beizjagd muss sehr viel Zeit investiert werden. Während der Jagdsaison jagd der Falkner möglichst drei- bis viermal pro Woche, damit der Greifvogel seine Jagdtechnik bewahrt. Die artgerechte Haltung und Fütterung des Greifvogels muss jedoch das ganze Jahr sicher gestellt werden. Falkner/innen werden von Landwirten für die Erbringung ihrer Dienstleistung (Bejagen von Krähenschwärmen) entschädigt. Die Falknerei wird jedoch eher als Hobby denn als Erwerbstätigkeit betrieben.

Weitere Informationen

Adressen

Schweizerische Falkner-Vereinigung SFV
Präsident
Daniel Kleger
Mahrenstrasse 119
4654 Lostorf
Tel.: 062 535 27 11
Mobile: 079 648 08 10
Fax: 062 291 16 71
URL: http://www.falknerei.ch
E-Mail: