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Musikinstrumentenbauer/in EFZ

Musikinstrumentenbauer/innen EFZ befassen sich mit der Wartung, der Reparatur, dem Bau und dem Verkauf von Instrumenten. Sie verfügen über handwerkliches Geschick, spielen das Instrument und beraten ihre Kunden kompetent.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Gestaltung, Kunst

Branchen

Kunst & Kunsthandwerk

Swissdoc

0.821.13.0

Aktualisiert 19.09.2013

Bilder (8)

Gespräch mit der Kundschaft
Gespräch mit der Kundschaft

Gespräch mit der Kundschaft

Um Instrumente so zu reparieren oder zu bauen, wie sich die Kundschaft das vorstellt, müssen die Berufsleute deren Wünsche verstehen.

Copyright SDBB | CSFO, Reto Klink

Gespräch mit der Kundschaft
Zerlegen des Instruments

Zerlegen des Instruments

Um die Defekte richtig erfassen zu können, müssen Musikinstrumentenbauer/innen die Instrumente zum Teil in ihre Einzelteile zerlegen.

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Zerlegen des Instruments
Reparatur oder Anpassung des Instruments

Reparatur oder Anpassung des Instruments

Musikinstrumentenbauer beheben Defekte - oder passen das Instrument den Wünschen der Musiker entsprechend an.

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Reparatur oder Anpassung des Instruments
Löten

Löten

Die meisten Instrumente haben Metallteile. Deshalb gehört Löten für die Berufsleute zum Alltag - sowohl Hart- als auch Weichlöten.

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Löten
Stimmen

Stimmen

Das beste Instrument nützt nichts, wenn die Töne falsch klingen. Das Stimmen gehört zu den wichtigsten Aufgaben von Musikinstrumentenbauer/innen.

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Stimmen
Biegen der Rohre

Biegen der Rohre

Die Berufsleute biegen Blech-Rohre, indem sie diese mit flüssigem Blei füllen und mit Biegegabel oder Biegeholz in die gewünschte Form bringen.

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Biegen der Rohre
Erneuern der Hammerfilze

Erneuern der Hammerfilze

Die Hammerfilze schlagen die Klaviersaiten an. Sie sind das Herzstück des Instruments und müssen deshalb bei Abnutzung abgeschliffen werden.

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Erneuern der Hammerfilze
Installieren der Instrumente vor Ort

Installieren der Instrumente vor Ort

Grosse Instrumente - vor allem Orgeln - stehen an fixen Plätzen. Die Musikinstrumentenbauer sind für die Installation vor Ort verantwortlich.

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Installieren der Instrumente vor Ort

Tätigkeiten

Musikinstrumentenbauer/innen sind in Werkstätten, Ateliers und Fachgeschäften tätig. Sie warten, reparieren, bauen und verkaufen Musikinstrumente. Um deren klangliche und spieltechnische Qualitäten beurteilen zu können, haben sie ein geschultes Gehör und beherrschen das Spielen des jeweiligen Instruments. Im Beruf gibt es fünf Fachrichtungen: Blasinstrumentenbau, Blasinstrumentenreparatur, Klavierbau, Orgelbau, Orgelpfeifenbau. Die Aufgaben der Berufsleute unterscheiden sich je nach Fachrichtung.

Im Blasinstrumentenbau fertigen sie aus Blechen, Rohren, Stangen und Halbfabrikaten Trompeten, Posaunen, Waldhörner, Kornetts, Tuben und andere Blechblasinstrumente mit Kesselmundstück. Aus zugeschnittenen Blechstücken formen sie konische sowie zylindrische Rohre und verlöten die Ränder. Um die Rohre biegen zu können, füllen sie diese mit flüssigem Blei.

In der Blasinstrumentenreparatur warten und reparieren sie Holz- und Blechblasinstrumente. Dafür müssen sie diese meistens zerlegen oder sogar auseinanderlöten. Sie verleimen Risse und ölen Holzteile, ersetzen Ventile, Federn und korrodierte Teile, richten Klappen und glätten Beulen. Nach dem Zusammenbauen justieren sie mit viel Feingefühl die Mechanik.

Musikinstrumentenbauer der Fachrichtung Klavierbau befassen sich vor allem mit dem Unterhalt und der Reparatur sowie mit dem Stimmen von Klavieren und Flügeln. Übliche Arbeiten sind z. B. das Ersetzen von Hammerfilzen und -köpfen, Tasten oder Saiten. Zu den aufwändigeren Reparaturarbeiten gehören das Reparieren von Rissen im Resonanzboden oder das Ersetzen von Stegen.

Im Orgelbau stellen Musikinstrumentenbauer/innen verschiedene Einzelteile einer Orgel her und bauen diese zusammen: Spieltisch, Klaviaturen, Trakturen, Windladen, Ton- und Registerventile, Windversorgung, Holz- und Metallpfeifen sowie das Gehäuse. Dabei verarbeiten sie Massivhölzer und Metalle. An ihrem Standort wird die Orgel definitiv zusammengebaut, intoniert und gestimmt.

Musikinstrumentenbauer/innen der Fachrichtung Orgelpfeifenbau spezialisieren sich auf die Herstellung von Pfeifen. Sie arbeiten nach Plänen der Orgelbauer. Aus selbst gegossenen Platten verschiedener Zinn-Blei-Legierungen schneiden sie die Teile aus, rollen diese auf und verlöten sie. Das Reparieren und Ersetzen von beschädigten Orgelpfeifen gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 8.8.2007

Dauer

4 Jahre

Fachrichtungen

  • Blasinstrumentenbau
  • Blasinstrumentenreparatur
  • Klavierbau
  • Orgelbau
  • Orgelpfeifenbau

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Instrumentenbau-Atelier oder Fachgeschäft

Schulische Bildung

Blockkurse am Berufsbildungszentrum Arenenberg in Salenstein (TG) (zweisprachiger Unterricht: deutsch und französisch)

Berufsbezogene Fächer

Werkzeugkunde, Materialkunde, Verfahrenstechnik, Bearbeitungstechnik, Akustik, Mensurationslehre, Fachzeichnen, Mechanik, Konstruktionslehre, Elektrik, Pneumatik, Instrumentenkunde, Stilkunde

Überbetriebliche Kurse

Zu verschiedenen Themen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Musikinstrumentenbauer/in EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung
  • abgeschlossene Volksschule
  • Ausbildung im Spielen eines Instruments, bestenfalls desjenigen der gewählten Fachrichtung
Anforderungen
  • handwerkliches Geschick
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • gutes Augenmass
  • zeichnerische Begabung
  • ästhetisches Empfinden
  • ruhige Hände, ausgeprägte Feinmotorik
  • sorgfältige Arbeitsweise
  • Musikalität, Musikgehör
  • gute Umgangsformen
  • Geduld und Ausdauer

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Berufsfachschulen und Berufsverbänden, z. B. der Interessengemeinschaft Musikinstrumentenbauer IGMIB, des Schweizer Verbandes der Klavierbauer und -stimmer SVKS oder des Verbandes Schweiz. Schreinermeister und Möbelfabrikanten VSSM

Fachhochschule

Studiengänge in verwandten Fachbereichen, z. B. Bachelor of Arts (FH) in Produkt- und Industriedesign oder Bachelor of Science (FH) in Holztechnik

Im Ausland

Meisterprüfung an der Fachschule für Musikinstrumentenbau in Ludwigsburg/Deutschland in den Fachrichtungen:

  • Klavier- und Cembalobau
  • Orgel- und Harmoniumbau
  • Holz- und Metallblasinstrumentenbau

Berufsverhältnisse

Musikinstrumentenbauer/innen EFZ arbeiten in Werkstätten, Ateliers und Fachgeschäften. Der Arbeitsmarkt in der Schweiz ist klein, doch die Nachfrage nach begabten Fachleuten stabil. Die nationale und internationale Nachfrage nach Blechblasinstrumenten und -bauteilen ist hoch. Mit der Reparatur von Blasinstrumenten befassen sich in der Schweiz ca. 60 Kleinbetriebe, rund die Hälfte davon bietet Lehrstellen an. Von den rund 250 Klavierbauer/innen in der Schweiz bilden ca. 20 Betriebe Lernende aus. Gebaut werden Klaviere nur noch in der Lehrwerkstätte für Klavierbau am BBZ Arenenberg. Ca. 10 Orgelbaubetriebe bieten Lehrstellen als Orgelbauer/in an, in einigen Orgelbaubetrieben sowie in einem Fachbetrieb besteht die Möglichkeit, den Orgelpfeifenbau zu erlernen. Nach mehrjähriger Berufserfahrung und mit dem nötigen Engagement haben die Berufsleute die Möglichkeit, ein eigenes Atelier zu eröffnen.

Weitere Informationen

Adressen

Interessengemeinschaft der Musikinstrumentenbauer IGMIB
c/o Elin Office AG
Amthausgasse 3
3011 Bern
Tel.: 031 313 20 00
URL: http://www.musikinstrumentenbauer.ch
E-Mail: