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Zoologische/r Präparator/in

Zoologische Präparatoren und Präparatorinnen fertigen, pflegen und restaurieren Tierpräparate für Ausstellungen, für Sammlungen und für Unterrichtszwecke.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Natur

Branchen

Tierzucht und Tierpflege - Medizintechnik - Kulturerhaltung

Swissdoc

0.160.31.0

Aktualisiert 02.05.2016

Tätigkeiten

Zoologische Präparatoren fertigen Teil- oder Ganzpräparate von Tieren, meistens von Säugetieren und Vögeln. Je nach Auftrag und Spezialisierung konservieren sie aber auch Fische, Weichtiere oder Insekten. Zudem stellen sie Flüssigkeits-, Skelett- und andere Spezialpräparate für wissenschaftliche Sammlungen her. Für Lehrzwecke fertigen sie auch massstabgetreue Modelle von Tieren aus verschiedenen Materialien an.

Bei der Herstellung von Teil- oder Ganzpräparaten wird vom toten Tier nur die Haut verwendet, den Rest stellen Zoologische Präparatorinnen selber her. Mit einer speziellen Schnittführung balgen sie den Tierkörper ab, das heisst, sie entfernen die Haut, ohne den Körper zu öffnen. Anschliessend reinigen und konservieren sie die Haut in einem mehrstufigen Verfahren.

Für den Aufbau des Grundkörpers fertigen Zoologische Präparatoren ein Gerüst an, auf das sie mit Ton oder Kunststoffen die oberflächlich sichtbaren Muskeln und Strukturen anatomisch korrekt und detailgetreu modellieren. Um eine möglichst lebensechte Darstellung zu erhalten, verwenden sie Skizzen mit den genauen Körpermassen und Fotos. Von der entstandenen Plastik stellen sie in einem Abgussverfahren ein leichtes Kunststoffmodell her, auf das sie das konservierte Fell leimen. Dann vernähen sie die Schnittränder. Zuletzt setzen sie Glasaugen ein und schminken nach dem Trocknen mit Airbrush-Techniken nackte Hautstellen, zum Beispiel an der Nase.

Zu den Aufgaben Zoologischer Präparatorinnen gehört auch die Pflege und Instandhaltung von Präparaten. Sie dokumentieren die Exponate, sorgen für optimale Lager- und Ausstellungsbedingungen und restaurieren ältere Stücke fachgerecht. Teilweise beteiligen sie sich auch an der Herstellung von Dioramen, die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigen.

Zoologische Präparatoren führen Aufträge in der Regel alleine aus. Weil sie bei ihrer Arbeit mit Keimen und Chemikalien in Kontakt kommen, halten sie sich strikt an die Vorschriften zu Hygiene, Gesundheits- und Umweltschutz. Ausserdem befolgen sie die gesetzlichen Bestimmungen zum Beispiel zur Melde- und Bewilligungspflicht oder zum Handel mit Präparaten.

Ausbildung

Grundlage

Es gibt keine eidg. anerkannte Ausbildung. Es gilt das Reglement des Verbands VNPS vom 28.5.2010.

Dauer

4 Jahre Vollzeit

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Betrieb oder Museum

Schulische Bildung

In Wien, Österreich: Berufsschule für Chemie, Grafik und gestaltende Berufe, Blockkurse zu 8-10 Wochen pro Jahr und gestalterische Fachkurse und Praktika

Lerninhalte

Datensicherung, Referenzaufbau, Abbalgen, Hautkonservierung, Balgherstellung, Montage von Tieren, Zeichnen, Modellieren, Trophäen- / Knochen- / Spezialpräparation, Abformen, Sammlungskunde, Restaurierung, Anatomie, Artenkenntnis, Tiersystematik, Materialkunde, Gesetzeskunde

Prüfung und Berufsmaturität

Das Qualifikationsverfahren (QV) wird durch die österreichische Berufsinnung abgenommen. Nach der Grundbildung kann die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

"Präparator/in" (zoologische Fachrichtung)

Voraussetzungen

Vorbildung
  • abgeschlossene Volksschule, in der Regel oberste Schulstufe mit guten Leistungen in den gestalterischen und naturwissenschaftlichen Fächern
  • Eignungstest VNPS
Anforderungen
  • gestalterische Begabung bzw. Sinn für Farben, Formen und Proportionen
  • gute Beobachtungsgabe
  • Fähigkeit, sich Dinge plastisch vorzustellen
  • ausgeprägtes Interesse an Naturwissenschaften
  • handwerkliches Geschick
  • Geduld und Ausdauer
  • keine Allergien
  • keine Farbsehstörung
  • keine Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen und Schmutzarbeit

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Museen, Instituten, Berufsverbänden und Hochschulen

Fachhochschule

Bei entsprechender Vorbildung z. B. Bachelor / Master of Arts (FH) in Konservierung-Restaurierung, Bachelor of Arts (FH) in Bildender Kunst, Bachelor of Arts (FH) in Produkt- und Industriedesign

Berufsverhältnisse

In der Schweiz arbeiten etwa 35 Zoologische Präparatoren und Präparatorinnen, davon leiten ca. zwei Drittel einen eigenen Betrieb. In Museen und Instituten gibt es rund ein Dutzend Stellen.

Als Freiberufliche führen sie Aufträge für Schulen und kleine Museen, Jäger/innen, Natur- und Vogelschutzvereine sowie Privatpersonen aus. Das Akquirieren und Organisieren von Aufträgen erfordert Einsatz, Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein. Berufsleute, die geschützte Tiere präparieren, müssen sich registrieren lassen, ausserdem besteht eine Melde- und Bewilligungspflicht für solche Tiere. Es gibt nur sehr wenige Ausbildungsplätze, deshalb muss man bereit sein, nötigenfalls weit zu pendeln oder umzuziehen.

Weitere Informationen

Adressen

VNPS Verband Naturwissenschaftlicher Präparatorinnen und Präparatoren der Schweiz
Bernastr. 15
3005 Bern
Tel.: 031 350 72 35
Fax: 031 350 74 99
URL: http://www.praeparation.ch
E-Mail: