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Detailhandelsfachmann/-frau EFZ Farben

Detailhandelsfachleute Farben beraten und bedienen die Kundschaft in Farbenfachgeschäften, Verkaufsstellen von Farbproduzenten und Baumärkten. Sie verkaufen ein breites Sortiment von Farben, Lacken und Zubehör für handwerkliche und künstlerische Zwecke.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Verkauf

Branchen

Detailhandel branchenspezifisch - Malerei / Gipserei / Plattenlegerei - Kunst & Kunsthandwerk

Swissdoc

0.613.45.8 - 0.613.46.4

Aktualisiert 26.01.2011

Tätigkeiten

Detailhandelsfachleute Farben mit Schwerpunkt Beratung verkaufen eine umfangreiche Palette von Farbmaterialien. Dazu gehören zum Beispiel Kunstharz- und Acrylfarben, Silicat- und Zweikomponentenfarben. Im Angebot befinden sich diverse Lack-, Beiz- und Lasursysteme sowie Werkzeuge und Geräte für den Malerbedarf wie Bürsten, Pinsel, Roller, Tapezierwerkzeuge und Abdeckmaterial. Die Berufsleute bieten Ölfarben und Malleinen an oder informieren über Vergoldungs- und Bronziertechniken. Im Farbenfachgeschäft gibt es ausserdem Tapeten und Wandbeschichtungen wie zum Beispiel Papier-, Textil- und Naturtapeten sowie Grund- und Untertapeten.

Die Kundschaft von Detailhandelsfachleuten Farben ist ganz unterschiedlich. Sie besteht aus qualifizierten Handwerksleuten, aus Kunstschaffenden oder aus Personen, die Ratschläge zu Renovationen brauchen oder eine gestalterische Freizeitbeschäftigung suchen. Freundlich und fachkundig erklären Detailhandelsfachleute Farben den Kunden Eigenschaften, Zusammensetzungen, Vor- und Nachteile von Farben und Lacken. Wichtig ist ein gutes Auge für Farbnuancen und ein sicheres Farbunterscheidungsvermögen, da sie oft Farben auf Bestellung mischen müssen. Die enorme Produktvielfalt erfordert eine übersichtliche und attraktive Präsentation, welche die Verkaufsförderung positiv beeinflusst. Die Berufsleute sind auch verantwortlich, dass die Waren im Verkaufsgeschäft korrekt mit Preisen und Bezeichnungen angeschrieben sind.

Im Schwerpunkt Bewirtschaftung befassen sich Detailhandelsfachleute Farben mit dem Warenfluss und sind oft im Verkaufslager anzutreffen. Bei den Lieferfirmen bestellen sie die Waren, die sie nach dem Eintreffen auspacken, kontrollieren und in die Regale einordnen. Im Lager achten sie auf Ordnung und Übersicht. Mobile Datenerfassungsgeräte verschaffen ihnen jederzeit einen Überblick über den Warenfluss, so dass sie wissen, wann neue Waren bestellt werden müssen. Sie erfassen Preis-, Kunden- und Artikelinformationen und werten die Kennzahlen aus. Das Ergebnis liefert ihnen wichtige Hinweise für die betriebsinterne Sortimentsgestaltung.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 8.12.2004

Dauer

3 Jahre

Schwerpunkte

  • Beratung
  • Bewirtschaftung
Die Ausbildung erfolgt meist im Schwerpunkt Beratung.

Bildung in beruflicher Praxis

in Farbenfachgeschäften sowie in Baumärkten.

Bildungsschwerpunkte im Be­trieb: Betriebskenntnisse, Sortimentskenntnisse, Beratung, Bewirtschaftung.

Schulische Bildung

an der Berufsfachschule. In der Regel 1 bis 1½ Tage pro Woche.

Berufsbezogene Fächer

Detailhandelskenntnisse, allgemeine Branchenkunde, Deutsch, Fremdsprache, Wirtschaft, Gesellschaft

Überbetriebliche Kurse

Spezielle Branchenkunde

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Detailhandelsfachmann/-frau EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung
  • abgeschlossene Volksschule, oberste Schulstufe oder mittlere Schulstufe mit guten Leistungen
Anforderungen
  • Interesse an Materialien für Handwerk und Kunsthandwerk
  • Freude am Verkaufen, an Beratung und Warenbewirtschaftung
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Sinn für Farben und Formen
  • handwerkliches Geschick
  • Fantasie und Ideenreichtum
  • gute Umgangsformen
  • gutes mündliches und schriftliches Deutsch
  • Organisationsfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein (feuergefährliche und giftige Stoffe)
  • Dienstleistungsbereitschaft
  • Ordnungssinn
  • kundenorientiertes Verhalten
  • Interesse an administrativen Arbeiten
  • gute Gesundheit (stehende Tätigkeit)

Weiterbildung

Kurse

Angebote des Schweiz. Instituts für Unternehmerschulung SIU, Fachkurse für Detailhandel und vom KV Schweiz

Berufsprüfung (BP)

mit eidg. Fachausweis: Detailhandelsspezialist/in, Einkaufsfachmann/-frau, Führungsfachmann/-frau, Marketingfachmann/-frau, Verkaufsfachmann/-frau Vertiefungsrichtung Innen- oder Aussendienst, Farbdesigner/in usw.

Höhere Fachprüfung (HFP)

Dipl. Detailhandelsmanager/in, dipl. Einkaufsleiter/in, dipl. Führungsexperte/-expertin, dipl. Marketingleiter/in, dipl. Verkaufsleiter/in usw.

Kaufmännischer Bereich

Zahlreiche Berufsprüfungen und Höhere Fachprüfungen

Höhere Fachschule

Dipl. Betriebswirtschafter/in HF, dipl. Marketingmanager/in HF usw.

Fachhochschule

Bachelor of Science (FH) in Betriebsökonomie, Bachelor of Arts (FH) in Innenarchitektur usw.

Berufsverhältnisse

Für Detailhandelsfachleute Farben bestehen Arbeitsmöglichkeiten in Fachgeschäften für Farben, Lacke und Zubehör, in Fachabteilungen von Grossverteilern, in Verkaufsstellen von Farbproduzenten oder in Baumärkten. Weitere Tätigkeitsgebiete bestehen zum Beispiel im Aussendienst von Herstellerfirmen. Es gibt nur wenige Ausbildungsplätze. Die Arbeitszeit richtet sich nach den Ladenöffnungszeiten des Betriebes. Nach Abschluss der beruflichen Grundbildung ist ein Branchenwechsel möglich. Für Detailhandelsfachleute bestehen vielfältige Laufbahn- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Detailhandel und im kaufmännischen Bereich.

Weitere Informationen

Adressen

Verband Schweiz. Farbenfachhändler VSF
Neugutstr. 12
8304 Wallisellen
Tel.: 044 878 70 68
URL: http://www.farbenschweiz.ch
E-Mail:

Bildung Detailhandel Schweiz
Hotelgasse 1
Postfach
3001 Bern
Tel.: 031 328 40 40
Fax: 031 328 40 45
URL: http://www.bds-fcs.ch
E-Mail: