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Zollfachmann/-frau (BP)

Zollfachleute überprüfen die Ein- beziehungsweise Ausfuhr von Handelswaren, kontrollieren die Zollanmeldungen und setzen Zölle, Mehrwertsteuer sowie andere Abgaben fest. Sie sind für die Einhaltung der schweizerischen Gesetze und Verfahren verantwortlich.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Verkehr, Logistik

Branchen

Zoll - Spedition / Aussenhandel - Verwaltung

Swissdoc

0.625.6.0

Aktualisiert 14.04.2014

Tätigkeiten

Zollfachleute stehen täglich in Kontakt mit Menschen aus allen Ländern. Sie beschäftigen sich unter anderem mit dem Kontrollieren von Vignetten, Kontingenten, Freihandelsabkommen, Lenkungs- sowie Schwerverkehrsabgaben und Lebensmittel an der Grenze.

Zollfachleute kontrollieren die eingeführte Handelsware anhand der Beschreibung, die elektronisch oder in Papierform vorliegt. Sie vergleichen die Zolldeklaration mit den Begleitpapieren wie zum Beispiel Handelsrechnungen, Lieferscheinen, Frachtbriefen und Ursprungszeugnissen. Erfolgt von Seiten der Zollfachleute keine Intervention, können die Spediteurin oder der Spediteur annehmen, dass mit der Fracht alles in Ordnung ist. Wenn dies nicht der Fall ist, müssen sie Unstimmigkeiten klären und bereinigen. Damit sie die unterschiedlichen Materialien und Verarbeitungen erkennen und die entsprechenden Zolltarifnummern zuordnen können, benötigen Zollfachleute umfassende Kenntnisse über verschiedene Rohstoffe und Produkte.

Zolltarifnummer, Ursprung und Gewicht der Ware sind für die Höhe der Zollabgaben massgebend. So sind zum Beispiel je nach Herkunftsland andere Zollansätze und für bestimmte Waren besondere Abgaben zu bezahlen. Aufgrund des ermittelten Warenwertes erheben Zollfachleute bei der Einfuhr auch die Mehrwertsteuer.

Zollfachleute überprüfen die Waren manchmal auch direkt auf Lastwagen oder in Frachthallen. Mit diesen Stichprobenkontrollen vor Ort schützen sie Schweizer Konsumenten vor Markenfälschungen, gesundheitsschädigenden Produkten und allfälligen Seuchen. Mit diesen Kontrollen bekämpfen sie ausserdem den Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten. Sie überprüfen zudem, ob die Umweltvorschriften für Industriegüter und Sondermüll eingehalten werden. Dafür pflegen sie engen Kontakt zu Analyselabors, Pflanzenkontrolleurinnen, Tierärzten und Rechtsexpertinnen. Firmen, die regelmässig Güter verzollen, treffen mit der Zollverwaltung meist eine spezielle Vereinbarung für den Ort der Abfertigung. Dies ermöglicht der Schweiz, auch als Nicht-EU-Mitglied, die Grenzformalitäten zu vereinfachen.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungsordnung vom 20.11.2013

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form von Kursen erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind bei der Oberzolldirektion erhältlich.

Bildungsangebote

Die theoretische Ausbildung erfolgt im Ausbildungszentrum der Zollverwaltung in Liestal, die praktische Ausbildung direkt bei einer Zollstelle an der Grenze oder im Inland

Dauer

Insgesamt: 2 Jahre

  • 7 überbetriebliche Kurse im Ausbildungszentrum Liestal (total 31 Wochen)
  • 7 Praktika bei einer Zollstelle (total 71 Wochen)
  • Berufsprüfung (total 2 Wochen)

Geprüfte Fächer

Technologie, Tarifauslegung, Tarifanwendung, Zollveranlagungsverfahren, Zollstrafverfahren

Abschluss

„Zollfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis“

Voraussetzungen

Vorbildung
Bei Prüfungsantritt erforderlich:
  • Abschluss einer 3-jährigen beruflichen Grundbildung, eine gymnasiale Maturität oder ein gleichwertiger Ausweis und
  • berufliche Praxis (Erwerb während der 2-jährigen Ausbildung) und
  • erfolgreich abgeschlossene Zollfachschule
Anforderungen
  • gute Fremdsprachenkenntnisse
  • Freude an Recherchearbeiten
  • Organisationsvermögen
  • vernetztes Denken und Handeln
  • Zuverlässigkeit

Weiterbildung

Kurse

Angebote durch die Oberzolldirektion

Sprachliche Weiterbildung

Einsatz in verschiedenen Gebieten der Schweiz

Weitere Laufbahn

Bei Zollämtern, Kreisdirektionen oder bei der Oberzolldirektion (je nach Bedarf und Qualifikation)

Höhere Fachprüfung (HFP)

Z. B. Zollfahnder/in mit eidg. Diplom

Höhere Fachschule

Z. B. Dipl. Zollexperte/-expertin HF

Fachhochschule

Z. B. Bachelor of Science (FH) in Betriebsökonomie

Berufsverhältnisse

Zollfachleute arbeiten in Zivilkleidung bei Zollämtern, Zollkreisdirektionen oder bei der Oberzolldirektion. Sie können sporadisch in internationalen Gremien mitarbeiten oder im Auftrag verschiedener Organisationen im Ausland mitwirken. Arbeitsorte der Zollfachleute finden sich in der ganzen Schweiz, vorwiegend jedoch in den Regionen Basel, Genf, Schaffhausen, Bodensee, Zürich, Rheintal, Chiasso und Lugano sowie bei der Oberzolldirektion in Bern. Es bestehen flexible Arbeitszeiten und verschiedene Arbeitszeitmodelle. Zollfachleute sind im Gegensatz zu den Berufsleuten im Grenzwachtkorps praktisch kaum für Aufgaben im Zusammenhang mit dem Reiseverkehr zuständig.

Weitere Informationen

Adressen

Eidgenössische Oberzolldirektion
Monbijoustrasse 40
3003 Bern
URL: http://www.ezv.admin.ch
E-Mail:

Links

http://www.ezv.admin.ch