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Berufsmöglichkeiten nach einem Studium der Nanowissenschaften und der Interdisziplinären Naturwissenschaften

Interdisziplinäre Zusammenarbeit hat in den Naturwissenschaften Tradition. Es gehört zur Ausbildung, sich die Grundlagen in Mathematik, Physik und Chemie zu erarbeiten.

Tätigkeitsfelder

Wichtige Berufsfelder für Absolvierende der Nanowissenschaften und der Interdisziplinären Naturwissenschaften sind – äquivalent zu anderen Naturwissenschaften – Forschung, Beratung, Unterricht, Planung, Kontrolle oder Projektleitung in Verwaltungen, Verbänden, Organisationen und privaten Betrieben.

Nanowissenschaften

Nanowissenschaften befassen sich mit Systemen der Biologie, Chemie und Physik im Nanometerbereich (1nm = 1 Milliardstel Meter). Das ist die Welt einzelner Atome und Moleküle und des Aufbaus von grösseren Gebilden aus diesen Einheiten. In der Regel sind diese Strukturen zwischen 1 und 100 Nanometer gross. Mit Hilfe neuer Mikroskope (Rastersondenmikroskope), Materialien und Techniken werden neue Anwendungsbereiche in High-Tech-Industrie, Medizin und Informatik erforscht und entwickelt: Molekulare Maschinen und Nanoroboter, Quantencomputer und -kommunikation, Nanomaterialien von biologischen Systemen, Messungen in unvorstellbar kleinen Quantitäten, Sensoren usw.
Ein praktisches Beispiel für bereits angewandte Nanotechnik sind Autoreifen mit nanoskaligen Russpartikeln. Dadurch werden gleichzeitig haltbarere und griffigere Reifen mit geringerem Rollwiderstand geschaffen. Längere Lebensdauer bedeutet Materialersparnis, geringerer Rollwiderstand bedeutet geringerer Kraftstoffverbrauch. Aus diesen Gründen werden die Nano-Reifen von Insidern auch «grüne Reifen» genannt.
Ein weiteres Beispiel ist eine sich selbst desinfizierende Folie für den Einsatz in Krankenhäusern: Eine Schicht aus Nanopartikeln bekämpft Bakterien. Für die Beschichtung werden Silber- und Calciumphosphatpartikel verwendet, wobei letzteres den Bakterien als Nahrung dient. Bei der Zersetzung der Partikel setzen die Keime die Silberteilchen frei und werden dadurch getötet.
Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Medizin. So wird zum Beispiel geforscht wie Nanopartikel helfen können, Arzneien gezielt an bestimmte Stellen des Körpers zu führen.

Interdisziplinäre Naturwissenschaften

Interdisziplinäre Naturwissenschaften ermöglichen Fächer übergreifende Studien indem Physiker, Chemikerinnen, Ingenieure und Molekularbiologinnen ihr Know-how koppeln. So wollen sie zum Beispiel grundlegende Fragen auf dem Weg zu einer zukünftigen Nanoelektronik beantworten. Die Visionen: ein Handy, das simultan übersetzt, wenn der japanische Geschäftspartner anruft, ein «intelligentes» Auto, das den Verkehr beobachtet und bei Gefahr eingreift, der Serviceroboter, der die Hausarbeit erledigt.

Junge Wissenschaften – wenig strukturierte Berufslaufbahnen

Nach Studienabschluss stehen den jungen Wissenschaftler/innen dieser Disziplinen verschiedene Möglichkeiten offen. Die Berufsfelder von Nanowissenschaftlerinnen und interdisziplinären Naturwissenschaftlern sind vergleichbar mit anderen naturwissenschaftlichen Bereichen, wobei der direkte Übergang vom Studium in den Beruf eher die Ausnahme als die Regel darstellt.
Häufig schliesst sich an ein naturwissenschaftliches Studium eine weitere wissenschaftliche Qualifizierung (Doktorat, Postdoc) an. Da jedoch nur eine Minderheit der Absolvierenden später eine wissenschaftliche Laufbahn einschlägt, müssen sich die meisten ihr Tätigkeitsfeld nach dem Studium erst suchen. Ihre Stärke liegt dann nicht in ihrem Spezialwissen, sondern darin, dass sie in der Regel Generalisten sind, die über genügend Flexibilität verfügen, unterschiedlichste Probleme zu lösen. Auf dem Arbeitsmarkt treten sie dann in Konkurrenz mit Absolvierenden der traditionellen Naturwissenschaften (Physik, Biologie, Chemie).

Wichtigste Arbeitgeber sind Forschungseinrichtungen

Hochschulen, Forschungsinstitute ausserhalb der Hochschulen und die Industrie (Chemie, Pharma, Biotechnologie, Messtechnik) sind wichtige Arbeitgeber für Absolvierende dieser Disziplinen. Ausserhalb der Universitäten muss zu Beginn einer wissenschaftlichen Laufbahn damit gerechnet werden, zunächst keine feste Anstellung zu bekommen, sondern seinen Lebensunterhalt über Projektfinanzierung verdienen zu müssen, z.B. über Werkverträge und Forschungsstipendien.
In engem Zusammenhang mit der Forschung und Entwicklung bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten im Dokumentations- und Patentwesen. Weitere wichtige Berufsfelder sind: Beratung, Planung, Kontrolle oder Projektleitung in der Verwaltung, in Verbänden, Organisationen und privaten Betrieben.