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Studienrichtung Vergleichende / Historische romanische Philologie

Die Vergleichende / Historische romanische Philologie sind Teilgebiete der Romanistik. Sie widmen sich nicht nur einer Sprache, sondern in übergreifender Form der Romanistik als Ganzes – entweder aus historischer oder vergleichender Perspektive.

Fachgebiet

Historische romanische Philologie

Vergleichende / Historische romanische Philologie
Vergleichende / Historische romanische Philologie, © Kurt Mader / pixelio.de

Sie beschäftigt sich mit den Ursprüngen der romanischen Sprachen. Die meisten Studiengänge der Schweiz setzen sich schwerpunktmässig mit den romanischen Sprachen der mittelalterlichen Galloromania (Altfranzösisch, Altokzitanisch und Altprovenzalisch) auseinander.

Vergleichende / Historische romanische Philologie

Vergleichende / Historische romanische Philologie, © Kurt Mader / pixelio.de

Vergleichende romanische Philologie

Diese betrachtet nicht nur eine Einzelphilologie (wie z.B. die Französische Sprach- und Literaturwissenschaft), sondern vergleicht mehrere Einzelphilologien miteinander.

Studium

Studieninhalte

Historische romanische Philologie

Die Historische Romanische Philologie beschäftigt sich mit den Ursprüngen der romanischen Sprachen. Die meisten Studiengänge in diesem Bereich setzen sich schwerpunktmässig mit den romanischen Sprachen der Galloromania, also mit Altfranzösisch, Altokzitanisch und Altprovenzalisch auseinander. Die historische Romanische Philologie interessiert sich für die Entwicklung der romanischen Sprachen aus dem Vulgärlatein, für die in diesen Sprachen verfasste Literatur des Mittelalters und für die Überlieferung dieser Texte. Essentieller Bestandteil des Studiums in Romanischer Philologie beinhaltet das Erlernen und die Beschäftigung mit der altfranzösischen, okzitanischen und frankoprovenzalischen Sprache.

Vergleichende Romanische Sprach- und Literaturwissenschaft

Die Vergleichende Romanische Philologie beschäftigt sich im Gegensatz zur französischen Sprach- und Literaturwissenschaft nicht mit einer Einzelphilologie, sondern mit mehreren Sprachen und Literaturen gleichzeitig. Sie verfolgt eine gesamtromanistische Perspektive und betrachtet mehrere Einzelphilologien vergleichend.

Anforderungen

Wer sehr gerne liest und Freude daran hat, Sprache und Text genau unter die Lupe zu nehmen, wer sich nicht nur für Krimis, Science Fiction und Mangas, sondern auch für die grossen Romane des 19. Jahrhunderts, Komödien und Tragödien des 17. Jahrhunderts und für die Poesie begeistern kann, für den könnte ein philologisches Studium das Richtige sein.
Ebenfalls erfordert ein solches Studium eine selbständige Arbeitsweise, Abstraktionsvermögen und eine verständliche und strukturierte Ausdrucksweise, die es erlauben, selbst entwickelte Ideen und Theorien anderer zu begründen oder zu widerlegen.
Natürlich sind gute Sprachkenntnisse wichtig. Da auch die Beschäftigung mit alten Sprachen ein Teil des Studiums der historischen romanischen Philologie ist, braucht es das Interesse und eine schnelle sprachliche Auffassung.

Spezielles: Lateinobligatorium

An einigen – aber nicht an allen – Universitäten besteht ein Lateinobligatorium. Wer im Rahmen der gymnasialen Maturität nicht genügend Lateinkenntnisse erworben hat, kann dies parallel zum Studium nachholen.

Forschungsschwerpunkte

Themen im Rahmen Vergleichender romanischer Philologie können z.B. sein: Inside the Subjunctive - comparative studies in Italian and Romanian; Stadt-Land-Gegensatz in den vier Literaturen der Schweiz etc.
Forschungsthemen aus historischer Perspektive romanischer Philologie wären z.B.: En quête de Perceval - Étude sur un mythe littéraire; Le vocabulaire de la traduction par Jean de Meun de la "Consolatio philosophiae" de Boèce etc.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge im Detail

Historische romanische Philologie

Vergleichende romanische Philologie

Beruf

Häufige Tätigkeitsfelder

Ein sprach- und literaturwissenschaftliches Studium führt nicht in einen bestimmten Beruf. Neben möglichen Tätigkeiten im Bereich Bildung stehen den Absolventinnen und Absolventen steht jedoch eine Vielzahl von weiteren Arbeitsfeldern offen. So sind Philologinnen und Philologen beispielsweise häufig auch als Übersetzerinnen, Informationsmanager, Redaktorinnen oder Lektoren bei Verlagen, Bibliotheken oder Universitäten tätig, arbeiten als Dramaturgen beim Theater oder als Texterinnen in der Werbebranche, sind wissenschaftliche Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung oder arbeiten in Lehre und Forschung an Universitäten.

Laufbahn und Stellensuche

Weiterbildung

Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote

Die Notwendigkeit und die Möglichkeiten von Weiterbildungen hängen sehr stark vom gewählten Berufszweig ab. Je nachdem bieten sich beispielsweise Weiterbildungen im Bereich Journalismus, Archivwissenschaft oder Pädagogik an.