Start myBerufswahl

Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

Arbeitsmappe - Deine Ergebnisse

Einen Moment bitte...

myBerufswahl wird geladen.

Abgemeldet

Ihre Login-Session ist abgelaufen. Sie werden auf die Startseite weitergeleitet. Bitte melden Sie sich erneut an, um Ihr Login fortzusetzen.
#

Psychologie / Angewandte Psychologie

Die Psychologie als empirische Wissenschaft beschreibt und erklärt menschliches Denken, Verhalten und unsere Emotionen. Sie gilt als interdisziplinäre Wissenschaft, denn sie verknüpft Anteile aus den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften.

Fachgebiet

Psychologie / Angewandte Psychologie
Psychologie / Angewandte Psychologie, © canstockphoto

Psychologie ist in erster Linie eine empirische Wissenschaft. "Praktische Menschenkenntnis" steht nicht im Studienplan. Vielmehr geht es um die Vermittlung von empirisch fundiertem Fachwissen sowie experimenteller und methodischer Grundlagen. Psychologie ist interdisziplinär ausgerichtet und methodisch eng verbunden mit naturwissenschaftlichen Fächern wie Medizin, Biologie und Mathematik. Es werden innere (biologische, neuronale, genetische, psychische) und äussere (umweltbedingte, soziale) Faktoren untersucht. Sie setzt sich zusammen aus Grundlagenfächern (z.B. Allgemeine Psychologie/Kognitionspsychologie, Differentielle und Persönlichkeitspsychologie, Biologische Psychologie, Entwicklungspsychologie, Sozialpsychologie), Anwendungsfächern (z.B. Klinische Psychologie/Pathopsychologie, Neuropsychologie, Schulpsychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Gesundheitspsychologie) und Methodenfächern (z.B. Statistik und psychologische Methodenlehre, experimentelle Psychologie und psychologische Diagnostik). Als Wissenschaft überprüft die Psychologie Theorien und daraus abgeleitete Modelle und Hypothesen. Mittels quantitativer und qualitativer Methoden (Experiment, Beobachtung, Fragebogen) wird sichtbares Verhalten untersucht, um aus den erhobenen Daten Rückschlüsse auf nicht sichtbare Phänomene und das innere Erleben zu ziehen. Die mathematische und deskriptive Statistik ist dabei eines der wichtigsten Werkzeuge der Psychologie.

Psychologie / Angewandte Psychologie

Psychologie / Angewandte Psychologie, © canstockphoto

Studium

Studieninhalte

Die Studieninhalte sind sehr vielseitig, denn das Studium fächert sich in viele verschiedene Teilgebiete auf. Im Grundstudium sind allgemeine Grundlagen der Psychologie, ihre verschiedenen Teilgebiete sowie Statistik und Forschungsmethoden obligatorische Inhalte.  Am Ende vom ersten Studienjahr werden diese an den Universitäten mit einer Jahresprüfung (Propädeutikum) abgeschlossen. Danach bestehen mehr und mehr Wahlfreiheiten, das Aufbaustudium beinhaltet jedoch weiterhin bestimmte Pflichtfächer und bleibt inhaltlich breit. Auf Masterstufe können schliesslich konkrete Vertiefungsrichtungen gewählt werden, die sich je nach Hochschule voneinander unterscheiden. An den Fachhochschulen ist eine inhaltliche Fokussierung rascher möglich. Mögliche Vertiefungsrichtungen können sein:

  • Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie
  • Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychopathologie
  • Kognitive Psychologie und Neurowissenschaften
  • Sozial-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie

Psychologische Methodenlehre, Statistik sowie Diagnostik und Evaluation bleiben obligatorischer Teil des Studiums.

L. F. studiert im 9. Semester Klinische Psychologie

«Nach Studienabschluss möchte ich eine Psychotherapieausbildung machen, um später als klinische Psychologin zu arbeiten.»

Mehr dazu

Anforderungen

Studierende der Psychologie sollten Interesse für das menschliche Erleben und Verhalten sowie Lust am wissenschaftlichen Arbeiten und am wissenschaftlichen Disput mitbringen. Dazu gehört auch die Bereitschaft, sich mit Statistik und methodischen Grundlagen zu beschäftigen. Nicht nur im Studium, sondern auch im späteren Berufsleben sind systematisches Denken und Urteilsvermögen gefragt. Wichtig sind auch Offenheit, Intuition und die Bereitschaft, sich selbst und andere Menschen aus unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen sowie sich selbst und das eigene Handeln stetig zu reflektieren. Sprachliches Ausdrucksvermögen sowie Englischkenntnisse (Maturitätsniveau) sollten ebenfalls vorhanden sein.

Propädeutikum

An den Universitäten findet nach dem ersten Studienjahr (Grundstudium) das Propädeutikum statt. Dieses umfasst mehrere Prüfungen, die alle je einen Wiederholungsversuch erlauben. Das vollständige Bestehen des Propädeutikums ist Grundvoraussetzung, um das Psychologiestudium in der Schweiz weiterführen zu können.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

An den Fachhochschulen FHNW und ZHAW müssen vor dem Studium spezifische Aufnahmeverfahren durchlaufen werden (Eignungsabklärung). Mehr Informationen dazu finden Sie unter Studiengänge im Detail sowie ausführlich auf den Websites der beiden Fachhochschulen. Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge im Detail

Fachhochschulen

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

  • Angewandte Psychologie, Bachelor
    Vertiefungen:
    - Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie
    - Wirtschaftspsychologie
  • Angewandte Psychologie, Master
    Vertiefungen:
    - Arbeits- und Organisationspsychologie
    - Betriebliches Gesundheitsmanagement
    - Personalpsychologie
    - Human Factors
    - Digitaler Wandel in Arbeit und Bildung

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft ZHAW

Universitäre Hochschulen

Universität Basel UNIBAS

  • Psychologie, Bachelor
  • Psychologie, Master
    Vertiefungen:
    - Klinische Psychologie und Neurowissenschaften
    - Persönlichkeits- und Entwicklungspsychologie
    - Sozial-, Wirtschafts- und Entscheidungspsychologie

Universität Bern UNIBE

  • Psychologie, Bachelor
  • Psychologie, Master
    Vertiefungen:
    - Allgemeine Psychologie und Neuropsychologie
    - Arbeits- und Organisationspsychologie
    - Entwicklungspsychologie
    - Experimentelle und an gewandte Kognitionspsychologie
    - Klinische Psychologie und Psychotherapie
    - Persönlichkeitspsychologie, Differentielle Psychologie und Diagnostik
    - Sozialpsychologie und Soziale Neurowissenschaft

Universität Freiburg UNIFR (zweisprachig)

Université de Genève UNIGE

  • Psychologie, Bachelor
  • Psychologie, Master
    Vertiefungen:
    - Psychologie affective
    - Psychologie appliquée
    - Psychologie clinique
    - Psychologie cognitive
    - Psychologie développementale
    - Psychologie sociale

Université de Lausanne UNIL

  • Psychologie, Bachelor
  • Psychologie, Master
    Vertiefungen:
    - Psychologie clinique et psychopathologie
    - Psychologie du conseil et de l’orientation
    - Psychologie de l’enfant et de l’adolescent
    - Psychologie de la santé: approche historico-culturelle
    - Psychologie sociale et interculturelle

Universität Zürich UZH

Formation universitaire à distance (FS-CH)

Universitäre Fernstudien Schweiz

Beruf

Häufige Tätigkeitsfelder

Die Arbeitsfelder der Psychologie sind vielfältig. Am häufigsten arbeiten Psychologinnen und Psychologen in der psychologischen Beratung und im Gesundheitswesen, aber auch in den Bereichen Erziehung und Unterricht sowie Lehre und Forschung, in der Privatwirtschaft (z.B. Personal, Organisationsentwicklung, Marketing/Marktforschung) und Organisationen sowie im Verwaltungs- und Öffentlichkeitsbereich. Meist geht es dabei um Evaluation, Modifikation und Vorhersage von menschlichem Erleben und Verhalten; im persönlichen, betrieblichen oder öffentlichen Kontext.
Berufsqualifizierende Zusatzqualifikationen sind für die Berufsausübung meist erforderlich (psychologische Fachtitel; nähere Informationen unter www.psychologie.ch).

Laufbahn und Stellensuche

Weiterbildung

Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote

Für viele psychologische Berufsfunktionen sind fachspezifische Weiterbildungen vorausgesetzt (z.B. Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychologie, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung, Neuropsychologie). Weiterbildungen lohnen sich aber auch sonst, sollten jedoch stets gezielt ausgewählt werden. Das Angebot an Weiterbildungen ist gross; sowohl hinsichtlich Nachdiplomstudien an Hochschulen wie in Form von Weiterbildungen an sonstigen (teilweise seit langem renommierten) Institutionen. Wer eine Weiterbildung anstrebt, sollte die Angebote sorgfältig auf ihre Anerkennung sowie die persönlichen Bedürfnisse hin überprüfen. Im Idealfall werden sie berufsbegleitend  absolviert. Es sollte beachtet werden, dass bei Schwierigkeiten mit dem Berufseinstieg eine Weiterbildung keine Garantie bietet, eine passende Stelle zu finden.

Nachfolgend einige wenige Beispiele von Weiterbildungsangeboten: