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Studienrichtung Tourismus und Hotel Management

Im Hintergrund und an der Front: Rund 4% der Beschäftigen der Schweiz kümmern sich in Tourismus und die Hotellerie um die Wünsche und das Wohlbefinden von Reisenden und Feriengästen.

Fachgebiet

Tourismus und Hotelmanagement
Tourismus und Hotelmanagement, © Can Stock Photo Inc./sumners

Der Begriff «Tourismus» umfasst i.d.R. die Bereiche Tourismus (z.B. Reisebüros, Tour-Operators, Touristeninformationen), Hotellerie und Parahotellerie (z.B. Ferienwohnungen), Gastronomie, Erlebnisökonomie (z.B. Sportangebote) sowie Mobilität. Die Hälfte der Gesamteinnahmen (ca. 45 Milliarden Franken) dieser wichtigen Exportbranche wird dabei durch Verpflegung, Beherbergung und Transport erwirtschaftet. In diesen Arbeitsfeldern arbeiten auch die meisten der rund 200 000 Beschäftigten (ca. 164 000 Vollzeitäquivalente). Durch den Preisdruck, strukturelle, klimatische und demografische Veränderungen, Digitalisierung, Individualisierung sowie Globalisierung befinden sich Tourismus und Hotellerie im Umbruch. Wer in diesem Feld Fuss fassen möchte, sollte darum serviceorientiert sein und sich schnell wandelnden Kundenbedürfnissen anpassen können.

Tourismus und Hotelmanagement

Tourismus und Hotelmanagement, © Can Stock Photo Inc./sumners

Studium

Studieninhalte

Im Tourismusstudium stehen einerseits die Tourismusbewirtschaftung und -entwicklung im Fokus, andererseits beschäftigen auch Fragen nach Grenzen, Umwelt- und Sozialverträglichkeit.
Der wissenschaftliche Unterricht an den zwei universitären Instituten vermittelt Fachwissen und Fähigkeiten zu theoretischen multidisziplinären Tourismusanalysen. Dazu gehören auch quantitative und qualitative Forschungsmethoden und z.B. die Durchführung von Feldstudien. Während der Master an der Universität Lausanne einen sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt legt, fokussiert der Master an der Universität Lugano Ausbildungsfelder wie Kommunikation, Wirtschaft/Management und internationale Beziehungen. Ein Doktorat ist auch an den touristischen Forschungszentren der Universitäten Bern und St. Gallen möglich.
Ziel der Fachhochschulen ist eine ganzheitliche und kompakte Ausbildung im (z.T. internationalen) Tourismus-, Freizeit- und/oder Hotelmanagement. Im Grundstudium werden betriebswirtschaftliche Grundlagen gelegt und in Vertiefungsrichtungen Tourismusmodule wie eCommerce, Mobilität, Sport oder Events resp. Hotelmodule wie «Food and Beverage Cost Control» oder «Hotel Asset Management» angeboten. Auch Fremdsprachen und Kommunikation nehmen einen wichtigen Stellenwert ein. Durch die Vernetzung der FHs mit der Tourismus- und der Hotelbranche ist ein starker Praxisbezug bei Modulen, Semester- und Bachelorarbeiten garantiert. Teilweise sind auch Praktika vorgeschrieben.

N.H. studiert an der HTW Chur Tourismus (Major e-Commerce & Sales)

«Tourismus ist viel mehr als nur Reisen.»

Mehr dazu

Anforderungen

Neben touristischem Fachwissen verfügen Tourismusfachleute und Hotelmanagerinnen über vertiefte Fachkenntnisse in Finanz- und Rechnungswesen, Marketing, Logistik sowie Personalführung. Sie sprechen mehrere Sprachen, leiten Verhandlungen mit Partnern (z.B. Verkehrsunternehmen und Veranstaltungsagenturen) im In- und Ausland oder führen Abteilungen oder gar ganze Häuser. Organisatorische, kommunikative und interkulturelle Fähigkeiten sowie Kundenfreundlichkeit sind unerlässlich. Eine hohe Flexibilität und ausserordentliches Engagement sowie Freude an Auslandaufenthalten gehören ebenfalls zu den Voraussetzungen, auch wenn das Reisen per se eine untergeordnete Rolle spielt. Für Master-Absolventen/-innen sind zusätzlich strategisches Denken und Führungsqualitäten wichtig.

Forschungsschwerpunkte

Tourismusforschung reicht von Umweltfragen über Zukunftsszenarien bis zu ganz konkreten Fallstudien. Einige Beispiele für aktuelle Themen, die an Universitäten resp. Fachhochschulen behandelt werden, sind:

  • Demografischer Wandel und Tourismus
  • Auswirkungen von Klimawandel resp. Wetterprognosen auf den Tourismus
  • Gesundheitstourismus, inkl. (Medical) Wellness & SpaBewertungs- und Buchungsportale (wie AirBnB, TripAdvisor, Booking)
  • Preisstrategien im Tourismusverkehr
  • Kooperationen von Anbietern (z.B. Hotels, Vereine, Transportunternehmen)
  • Weitere Themen, auch in der Lehre: Erlebnisökonomie, globale Unsicherheiten, Nachhaltigkeit, Destination Management

Spezielles: Unterschiede UH und FH

An den universitären Instituten werden nur Masterstudiengänge oder Doktoratsstudien in Tourismus angeboten. Hotel Management wiederum kann man nur an der HES-SO sowie bei privaten Anbietern studieren. Wer letztere Option ins Auge fasst, ist gut beraten, im Vorfeld Finanzierungs- und Anerkennungsfragen genau abzuklären.
Ein Bachelorabschluss einer Fachhochschule ist berufsbefähigend, während das Studium an der universitären Hochschule erst mit dem Masterdiplom abgeschlossen ist. An den Fachhochschulen ist vor allem im Masterstudium ein Teilzeitstudium möglich.
Durchlässigkeit: Ein Wechsel von einem Hochschultyp zum andern ist im Prinzip möglich, aber je nach Vorbildung und Ausbildungsstand an Bedingungen geknüpft.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge im Detail

Tourismus

Fachhochschulen

Fachhochschule Ostschweiz FHO

Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur HTW

Haute Ecole Spécialisée de Suisse occidentale HES-SO

HES-SO Valais-Wallis
  • Tourismus, Bachelor
    mit Vertiefungen:
    - Sport- und Gesundheitstourismus
    - Geschäfts- und Kulturtourismus
    - E-Tourismus
    - Destination Management
Universitäre Hochschulen

Université de Lausanne, Site de Sion

Università della Svizzera italiana, Lugano

Hotel Management

Fachhochschulen

Haute école spécialisée de Suisse occidentale (HES-SO)

Beruf

Häufige Tätigkeitsfelder

Das touristische Arbeitsfeld wird in zwei Bereiche unterteilt: Im Incoming-Tourismus werden im eigenen Land Reisen für in- und ausländische Gäste organisiert. Arbeitgeber sind Verkehrsverbände, Incoming-Operators, Kongressorganisatoren, lokale Tourismusbüros, Transportunternehmen sowie die Hotellerie. Der Outgoing-Tourismus betreut in der Schweiz wohnhafte Kundinnen und Kunden, die eine Ferien- oder Geschäftsreise ins Ausland planen. Hier arbeiten Tour-Operators (Pauschalreisen-Organisatoren), Retailer (Reisebüros), internationale Transportunternehmen wie Fluggesellschaften sowie Hotelketten. Master-Absolventen/-innen übernehmen dabei verstärkt Konzept-, Strategie- und Führungsaufgaben.
Hotelmanager/-innen leiten verschiedene Abteilungen oder ganze Betriebe, vom kleinen Landgasthof bis zum grossen Fünfsternehotel. Zunehmend sind die dienstleistungsorientierten Absolventinnen und -Absolventen auch in anderen Bereichen als nur der Hotellerie und Gastronomie gefragt, z.B. im Event Management und Marketing, bei Kreuzfahrtunternehmen oder Casinos, in der Finanzbranche oder Luxusgüterindustrie.

Berufseinstieg

Der Arbeitsmarkt im Tourismusbereich ist extrem konjunkturabhängig und die Anstellungsbedingungen sind nicht immer besonders gut bezüglich Entlöhnung, Arbeitszeiten und Anforderungsniveau der Aufgaben. Auch ist ein der Ausbildung angemessener Berufseinstieg verglichen mit andern Fachhochschulstudiengängen eher schwierig. So muss zumindest zu Beginn der Karriere häufig eine Stelle in Kauf genommen werden, für die Bachelor-Absolventen/-innen überqualifiziert sind.

Laufbahn und Stellensuche

  • Beschäftigung
    Tipps und Hinweise zum Stellenmarkt, zur Stellensuche, zum Bewerbungsverfahren und zu Lohnfragen

Weiterbildung

Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote

Ein Studium in Tourismus oder Hotel Management ist meist eine Berufsausbildung, die auf einen Direkteinstieg ins Berufsleben vorbereitet. Doch das breite Praxisfeld und die schnelle Entwicklung auf dem Gebiet des Tourismus und die ständig steigenden Anforderungen der Arbeitswelt erfordern kontinuierliche Weiterbildung, mit Kursen, einem Nachdiplomstudium oder im Selbststudium. Sinnvoll ist eine spezifische Weiterqualifizierung vor allem nach einiger Praxiserfahrung.
Die Fachhochschulen bieten verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. Einige Beispiele:

Tourismus

Hotel Management