Start myBerufswahl

Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

Arbeitsmappe - Deine Ergebnisse

Einen Moment bitte...

myBerufswahl wird geladen.

Abgemeldet

Ihre Login-Session ist abgelaufen. Sie werden auf die Startseite weitergeleitet. Bitte melden Sie sich erneut an, um Ihr Login fortzusetzen.
#

Studienrichtung Geographie

Geographie ist die Wissenschaft von räumlichen Systemen und ihren Wechselwirkungen. Es geht um die Erdoberfläche und Landschaftssysteme, deren natürliche Entwicklung und Veränderung durch den Menschen, um die Betrachtung der Zusammenhänge zwischen Umwelt und Gesellschaft und deren gegenseitige Beeinflussung.

Fachgebiet

Geografie
Geografie

Die Geographie befasst sich mit dem geographischen Raum, also der Erdoberfläche, den Landschaften und den Menschen in ihren geistigen und materiellen Umwelten. Sie untersucht, wie sich die Erde und deren Bevölkerung gegenseitig beeinflussen, und versucht, die Folgen menschlicher Eingriffe abzuschätzen. Das Fachgebiet erstreckt sich von der Klimaforschung über Orts- und Siedlungsplanung, Entwicklungszusammenarbeit, Schadstoffanalysen von Luft und Boden bis hin zur Computerkartografie. Die Geographie verbindet natur- und gesellschaftswissenschaftliche Sichtweisen und Methoden.
Das anhaltende Bevölkerungswachstum, weitreichende globale Umweltveränderungen, Verknappung der natürlichen Ressourcen usw. sind Probleme, die unsere Erde und das Zusammenleben der Menschen stark beeinflussen.

Geografie

Geografie

Teilgebiete der Geographie:

Es gibt zwei grosse Teilgebiete innerhalb der Geographie: die Physische Geographie und die Humangeographie. Diese haben sich heute zu relativ eigenständigen Zweigen mit unterschiedlichen Fragestellungen und Methoden herausgebildet. Die beiden Richtungen arbeiten aber bei der Lösung zahlreicher Fragestellungen eng zusammen.
Die Physische Geographie untersucht Struktur und Dynamik unserer physischen Umwelt und der in ihr ablaufenden Prozesse. Eine aktuelle Frage aus der Forschung ist beispielsweise "Biodiversität und nachhaltiges Management eines megadiversen Gebirgsökosystems in Südecuador".
Die Humangeographie (auch "Kulturgeographie" oder „Human-, Wirtschafts- und Sozialgeographie“) ist gesellschaftswissenschaftlich ausgerichtet. Sie befasst sich vorwiegend mit dem besiedelten und bewirtschafteten, vom Mensch gestalteten und benutzten Raum. Sie untersucht beispielsweise Siedlungsformen, Verkehrsnetze, Entwicklungen von Agglomerationen oder Entwicklungsprobleme wirtschaftlicher Randregionen.

Studium

Studieninhalte

Das Studium ist geprägt von naturwissenschaftlichen Inhalten mit sozialwissenschaftlichen Komponenten. Im Fachgebiet werden naturräumliche und anthropogene (menschgemachte) Prozesse verknüpft betrachtet. Die Geographie greift daher neben den naturwissenschaftlichen auch auf humanwissenschaftliche Methoden zurück wie z. B. qualitative Untersuchungen in der Humangeographie. Hierbei werden Daten von Einzelpersonen z. B. mit Fragebogen erfasst und ausgewertet. Aber auch quantitative Methoden (mit Statistik) sind wichtige methodische Vorgehensweisen.
Im Fach Geographie werden die kritische Reflexion der Voraussetzungen, Folgen und Grenzen wissenschaftlichen Denkens sowie das fächerübergreifende Arbeiten gefördert. An der Uni Zürich zum Beispiel sind "Lebensräume im 21. Jahrhundert" ein zentrales Thema.
Häufig kann (ab dem zweiten Studienjahr) zwischen den Schwerpunkten Humangeographie und Physische Geographie gewählt werden. Hinzu kommt die Methodologie (Forschungsmethoden). Das erste Studienjahr (Grundstudium) dient zur Aneignung der fachlichen Grundlagen und enthält oft obligatorische (propädeutische) Einführungsvorlesungen.
Schon im Studium wird einiges an praktischer Erfahrung (z. B. auf Exkursionen) gesammelt. Lava-Fontänen am Stromboli, Frischer Meeresschlamm an der Nordsee und Hochdruck-Minerale im Tessin machen die Geowissenschaften mit ihren zeitlichen und räumlichen Beziehungen vorstellbar. Geographen/-innen verbringen ebenfalls viel Zeit mit praktischen Tätigkeiten im Feld (z. B. Messung von Luft- und Wasserqualität, Haushalts- und Konsumentenbefragungen). Um den Übergang von der Uni ins Berufsleben etwas zu erleichtern, ist ein längeres Berufspraktikum empfehlenswert.
Je nach Vertiefung oder Zweitfach/Nebenfach kann ein konsekutiver oder auch spezialisierter Master gewählt werden – eventuell auch ein Masterstudium, das eher sozialwissenschaftlich oder wirtschaftlich ausgerichtet ist.

N. S. studiert Geographie und Glaziologie im 3. Mastersemester an der Uni Zürich

«Durch meine Masterarbeit bekomme ich aber einen guten Einblick in die Welt der Forschung im Bereich der Glaziologie.»

Mehr dazu

Anforderungen

Geographen/-innen sind Generalisten. Das verlangt die Fähigkeit, integrativ und interdisziplinär zu arbeiten – vernetzen und Zusammenhänge herstellen. Da geographische Fragestellungen lokale, regionale und globale Räume und verschiedene Zeitdimensionen abdecken, ist es ebenfalls wichtig, auf verschiedenen Massstabsebenen denken zu können. Hilfreich ist ebenfalls ein gutes räumliches Vorstellungs- und Darstellungsvermögen sowie Qualifikationen wie Sprach- und Teamfähigkeit.

Forschungsschwerpunkte

Forschung und Ausbildung fokussieren auf die lokalen, regionalen und globalen Dimensionen und Charakteristiken der beschleunigten Veränderungen der Lebensräume und kombinieren natur-, sozial-, wirtschafts- und informatikwissenschaftliche Ansätze. Physische Geographie, Glaziologie, Bodenkunde und Biogeographie, Hydrologie und Klima, Humangeographie, Politische Geographie, Raumplanung, Stadt- und Regionalentwicklung, Globalisierung, Kultur und internationale Entwicklung, Wirtschaftsgeographie etc. sind Teile des Fachgebiets. Die Fernerkundung oder Geographische Informationssysteme (GIS) (Methoden der Geoinformatik, kartografische Visualisierung, Räumliche Modellierung im Umweltbereich etc.) sind weitere Bereiche innerhalb der Geographie.
Informieren Sie sich auf den Homepages der Universitäten über mehr Unterschiede und Schwerpunkte im Studium.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge im Detail

Beruf

Häufige Tätigkeitsfelder

Geographinnen und Geographen haben eine Schlüsselrolle: sie vermitteln Wissen über Problemzusammenhänge und wecken Verständnis und Engagement für die Zukunftssicherung.
Die Arbeit mit Geographischen Informationssystemen (GIS) bildet die Grundlage vieler Tätigkeitsfelder. Dank GIS können am Computer Karten produziert werden. Die Geographische Informationsverarbeitung bildet die Grundlage für die Siedlungsplanung, für Forstwirtschaft, Landschaftsplanung und Koordination der Wassernutzung und -entsorgung.
In Projekten werden Aussagen über Umweltbelastungen gemacht - z. B. Schadstoffe in Luft und Boden gemessen. Mit Modellierung und Simulationen können räumliche Entwicklungen nachvollzogen und antizipiert werden. So können Landschaftsveränderungen dargestellt werden z. B. welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Alpenregion haben wird.
In der Raumplanung und Regionalentwicklung sind Geographen/-innen beratend tätig. Sie erstellen z. B. Umweltverträglichkeitsprüfungen, indem sie wirtschaftsgeographische Grundlagen erarbeiten und Konsequenzen möglicher Entscheide aufzeigen. Oder sie sind in der Grünflächenplanung oder Städteplanung tätig.
Die Erdatmosphäre und die Bedingungen, unter denen sich atmosphärische Strömungsformen und Luftdruckgebiete herausbilden, werden gemessen und Wechselwirkungen mit anderen physikalischen Systemen beachtet: Weltraum, Sonne, Ozean und feste Erde. Ziel der Forschung ist es, die Vorgänge in der Atmosphäre zu erklären und letztlich auch vorherzusagen. Anhand von Karten, Statistiken, Messungen und eigenen Beobachtungen analysieren Meteorologen/-innen die Wetterlage, fertigen Wetterkarten und Wetterberichte für die Wettervorhersage an.
In Bereichen wie Wirtschaftsförderung und Standortmarketing sind Geographen/-innen für Konzepte für regionale Standortanalysen zuständig, beraten Unternehmen im Hinblick auf Gesetze, Finanzierungshilfen und Fördermöglichkeiten oder führen Genehmigungsverfahren oder Öffentlichkeitsarbeit für Bund, Kantone oder Gemeinden durch.

Spezielles: Geographielehrerin / Kartograf

Wer den Begriff "Geographie" hört, denkt an Karten oder Geographieunterricht. Beides sind spezielle Ausbildungen.
Kartografinnen und Kartografen sind spezialisiert auf grafische Kommunikation. Ihre Aufgabe ist es, aus einer riesigen Datenmenge raumbezogener Themen Wesentliches zu extrahieren, generalisieren und in eine verständliche Grafik umzusetzen. Kartografinnen und Kartografen haben Geomatik im Haupt- und Geographie im Nebenfach studiert oder eine Berufslehre als Kartograf/in durchlaufen.
Geographielehrerinnen und -lehrer erhalten ihre Lehrbefähigung nach einem Masterabschluss in Geographie durch eine Weiterbildung (meist an einer Pädagogischen Hochschule), die mit einem Lehrdiplom für Maturitätsschulen abgeschlossen wird (siehe Lehrer, Lehrerin Sekundarstufe II).

Laufbahn und Stellensuche

Weiterbildung

Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote

Weiterbildungen lohnen sich dann, wenn sie gezielt eingesetzt werden. Im Idealfall werden sie berufsbegleitend – im dazu passenden Arbeitsgebiet – absolviert. Also zuerst Job, dann Weiterbildung. Natürlich ist dies nicht immer möglich. Es muss aber beachtet werden, dass bei Schwierigkeiten beim Berufseinstieg eine Weiterbildung nicht unbedingt die beste Strategie ist.
Mögliche Weiterbildungen sind beispielsweise:

Weitere:
Erwachsenenbildung, Museumswesen, Ethik, usw. Es könnten auch Weiterbildungen in fachfremden Gebieten wie Wirtschaft und Management, PR und Marketing, Sozialwissenschaften und deren Methoden etc sein.