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Studienrichtung Logopädie

Die Logopädie gehört zum Fachbereich der Heil- und Sonderpädagogik. Dieser beschäftigt sich  theoretisch und praktisch mit der Schulung, Förderung  und Integration von Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen.

Fachgebiet

Logopädie
Logopädie, © Klinik Hirslanden Zürich

Die Logopädie befasst sich mit  Störungen und Behinderungen im Bereich der Sprache, des Sprechens, der Stimme und des Schluckens. Das Aufgabenspektrum von Logopädinnen und Logopäden umfasst die Prävention und Prophylaxe, die Abklärung und Diagnose von Störungen sowie die Behandlung von Betroffenen. Je nach Störungsbild und dessen Ursachen ist die logopädische Tätigkeit eher pädagogisch-therapeutisch oder eher medizinisch-therapeutisch ausgerichtet.

Logopädie

Logopädie, © Klinik Hirslanden Zürich

Berufsqualifizierende Abschlüsse

Die Bachelorstudiengänge an den Hochschulen der deutschen Schweiz sowie  die Masterstudiengänge an den Universitäten Neuenburg und Genf führen zu einem von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK anerkannten berufsqualifizierenden Diplom, welches zur beruflichen Tätigkeit als Logopäde / Logopädin in der ganzen Schweiz berechtigt.

Männer gesucht

Heil- und sonderpädagogische Berufe werden mehrheitlich von Frauen ausgeübt. Allerdings wünschen sich viele Fachleute mehr Männer in Studium und Beruf, um sich auszutauschen und die männliche Sicht-, Fühl- und Denkweise nutzbringend integrieren zu können. Mehr männliche Bezugspersonen in Unterricht und Therapie wären insbesondere auch für die betroffenen Kinder und Jugendlichen ein Gewinn.

Studium

An den Westschweizer Universitäten Genf und Neuchâtel sind die berufsqualifizierenden Master-Studiengang in Logopädie auf der Masterstufe angesiedelt, an allen anderen Hochschulen auf der Bachelorstufe.

Studieninhalte

Das Logopädiestudium umfasst neben den spezifisch logopädischen Fächern wie Diagnostik, Sprachaufbau, Stimm- und Sprech- und Schluckstörungen, therapeutische Interventionen und Werkzeuge usw. auch Inhalte aus verschiedenen Fachdisziplinen und Bezugswissenschaften, insbesondere:

  • Allgemeine Pädagogik, Heil- und Sonderpädagogik
  • Linguistik
  • Medizin, z.B. Anatomie, Physiologie, Pathologie, Nasen-,Hals- und Ohrenheilkunde, Kinderheilkunde, Phoniatrie (medizinische Spezialgebiet, das sich mit den Erkrankungen und Störungen der Stimme, der Sprache, des Sprechens und des Hörvermögens beschäftigt)
  • Psychologie, z.B. Entwicklungs-, Lern-, Neuro- und Wahrnehmungspsychologie, Psychopathologie
S.E. studiert Logopädie an der Schweizerischen Hochschule für Logopädie SHLR Rorschach.

«Im Rahmen meiner Praktika konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln.»

Mehr dazu

Anforderungen

Gute Voraussetzungen für das Logopädiestudium und den Beruf der Logopädin / des Logopäden sind  Interesse an der Sprache und deren Entwicklung, an medizinischen Aspekten rund um das Sprechen und Schlucken,  Freude an der Arbeit mit unterschiedlichen, auch behinderten Menschen, eine stabile Persönlichkeit, Geduld, Einfühlungsvermögen, Kreativität und Humor sowie die Bereitschaft zu ständiger Selbstreflexion und Weiterbildung. Für das Literaturstudium sind Englischkenntnisse vorteilhaft.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Spezielle Zulassungsbedingungen

Zur Zulassung zu den Bachelorstudiengängen berechtigt

  • eine gymnasiale Maturität
  • ein von der EDK anerkanntes Lehrdiplom (ausser Universität Freiburg)
  • ein Hochschulabschluss (FH, PH oder Uni) mindestens auf Bachelor-Stufe oder
  • eine Berufsmaturität mit einer Ergänzungsprüfung gemäss dem Passerellenreglement.

An den meisten Hochschulen werden auch Personen mit Fachmaturität, Fachmittelschulabschluss oder anderer Vorbildung unter gewissen Voraussetzungen bzw. nach Bestehen einer Ergänzungsprüfung zum Studium zugelassen (Information / Anfrage direkt bei der Hochschule).

Für die Zulassung zu den Logopädie-Studiengängen sind weitere Voraussetzungen das Beherrschen der deutschen (bzw. französischen) Sprache sowie normales Gehör, normale Stimme, normales Sprech-, Lese- und Schreibvermögen (nachzuweisen durch phoniatrisches und logopädisches Gutachten).

An allen Hochschule wird vorgängige Unterrichtserfahrung oder/und ein Vorpraktikum von 3 bis 9 Monaten Dauer verlangt.

Zulassung zur Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik HfH

Die Zulassung zur Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik HfH ist ausserdem abhängig vom Bestehen einer hochschulinternen Aufnahmeprüfung. Es werden nur Leute aufgenommen mit Wohnsitz in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, FR, GL, GR, LU, SG, OW, SO, SH, SZ, TG, UR, ZH, ZG oder VD sowie im Fürstentum Lichtenstein (Trägerschaft und Kantone mit Abkommen). Personen aus den Kantonen GE, JU, NE, NW, TI und VS müssen vorgängig eine Kostengutsprache ihres Wohnkantons einholen und mit der Anmeldung einreichen.

Master-Studiengang an der Universität Genf:

Die Zugelassung erfolgt ausschliesslich "sur Dossier". Voraussetzung ist ein Bachelor in Psychologie der Universität Genf. Leute mit einem Bachelor in Psychologie einer anderen Schweizer Universität, in Erziehungswissenschaften oder Linguistik können mit Auflagen zugelassen werden. Die Zahl der Studienplätze ist begrenzt.

Master-Studiengang an der Universität Neuchâtel:

Bachelor-Abschluss mit den Fächern Logopädie, "psychologie et éducation" und "sciences du langage" der Uni Neuchâtel oder gleichwertiger Abschluss  (Aufnahme "sur dossier").

Studiengänge im Detail

Fachhochschulen

Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Basel

Schweizer Hochschule für Logopädie SHLR, Rorschach

Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik HFH, Zürich

Universitäre Studiengänge

Universität Freiburg

Université de Genève

Beruf

Tätigkeitsfelder

Logopädinnen und Logopäden arbeiten mehrheitlich mit Vorschulkindern und Schulkindern aber auch mit Jugendlichen und Erwachsenen jeden Alters mit Störungen im Bereich der Sprache, des Sprechens und der Kommunikation aufgrund von angeborenen Organschädigungen, Entwicklungsstörungen, Unfällen, Krankheiten oder Bedingungen der sozialen Umwelt (z.B. mangelnde Förderung, ungünstige Vorbilder). Logopädie findet in Form von begleitenden pädagogisch-therapeutischen Angeboten an Regel- und Sonderschulen, im Rahmen von Rehabilitationsmassnahmen an Spitälern und Kliniken sowie in privaten Praxen statt. Logopädinnen und Logopäden betreiben auch Öffentlichkeitsarbeit und sind als Ausbildner in der Praxis sowie als Dozentinnen und Forschende an Hochschulen tätig.

Laufbahn und Stellensuche

Weiterbildung

Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote

Im Anschluss an ein Bachelor-Studium in Logopädie  kann ein Master-Studium in Sonderpädagogik absolviert werden (siehe dort). Für die berufsqualifizierenden Studiengänge mit Vertiefung Heilpädagogische Früherziehung und Schulische Heilpädagogik wird neben dem Bachelor-Abschluss vorgängige Praxis im Bereich Kind/Familie (Erziehung) bzw. Unterrichtserfahrung vorausgesetzt.

Nach dem Master-Studium in Logopädie an der Universität Neuenburg oder Genf kann an diesen Hochschulen auch ein Doktorat in Logopädie erworben werden.

Die Fachhochschulen bieten Nachdiplomstudiengänge und Weiterbildungskurse für Logopädinnen und Logopäden an mit dem Ziel, die beruflichen Qualifikationen zu erweitern, sich einen spezifischen Tätigkeitsbereich zu erschliessen oder das Fachwissen gezielt zu vertiefen. Dazu einige  Beispiele:

Auch der Deutschschweizer Logopädinnen- und Logopädenverband DLV und die Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Logopädie SAL sowie kantonale und regionale Berufsverbände bieten berufsspezifische Weiter- und Fortbildung an.