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Studienrichtung Ethnologie / Sozialanthropologie

Ethnologie bzw. Sozialanthropologie definiert sich als Wissenschaft der kulturellen und sozialen Vielfalt. Traditionell erforscht und dokumentiert sie aussereuropäische Kulturen in ihren historischen und gegenwärtigen Erscheinungsformen. Je länger je mehr richtet sie ihr Interesse aber auch auf westliche Industriegesellschaften und auf Phänomene wie Migration oder Globalisation

Fachgebiet

Ethnologie/Sozialanthropologie
Ethnologie/Sozialanthropologie

Ethnologie/Sozialanthropologie befasst sich hauptsächlich mit aussereuropäischen Kulturen. Sie ist die Wissenschaft vom kulturell Fremden und von der Vielfalt der Kulturen. Sie untersucht eine Kultur im Alltagshandeln, in der Sprache, Kunst, Musik und Religion mit ihren psychologischen, soziologischen, politischen, wirtschaftlichen und technologischen Aspekten. Ziel ist es, das Handeln von Menschen zu verstehen und in seinen natürlichen, sozialen und kulturellen Bedingungen und Zusammenhängen zu erklären. Oft geht es auch um Unterschiede im Handeln von Menschen in verschiedenen Gesellschaften oder Milieus.
Wer sich mit anderen Kulturen auseinandersetzt, kommt aber auch zu neuen Einsichten über seine eigene Kultur. Wer eine Zeitlang in einer anderen Kultur gelebt hat, dem erscheint die eigene Kultur in einem neuen Licht: Vertrautes verliert seine Selbstverständlichkeit, bisher kaum Beachtetes gewinnt neue Bedeutungen.
Mit der Ethnologie verwandt ist das Fach Kulturanthropologie/Populäre Kulturen. Es beschäftigt sich primär mit kulturellen Prozessen und Alltagsstrategien in europäischen Gesellschaften der Neuzeit.

Ethnologie/Sozialanthropologie

Ethnologie/Sozialanthropologie

Studium

Studieninhalte

Das Bachelorstudium in Ethnologie beinhaltet Einführungen in die sozialanthropologischen Theorien und deren Geschichte sowie in Sozial-, Wirtschafts-, Religions- oder Politische Anthropologie. Weiter wird Wissen zu aktuellen Themen wie Migration, Ethnizität, Urbanität oder Geschlechterbeziehungen vermittelt. Dazu kommen Lehrveranstaltungen über einzelne Ethnien oder Regionen und die zugehörigen Sprachen.
Im Methodenteil werden verschiedene Forschungsmethoden, die in der Ethnologie/Sozialanthropologie eingesetzt werden, eingeübt. Dazu gehören u.a. offene und strukturierte Interviews, Alltagsbeobachtungen, standardisierte Erhebungen, Objektanalysen oder Quellenstudium.
Das Masterstudium in Ethnologie/Sozialanthropologie beinhaltet eine thematische Vertiefung und Spezialisierung. An einzelnen Universitäten werden spezifisch ausgerichtete Masterstudiengänge angeboten.

E. S. studiert im 3. Mastersemester Sozialanthropologie an der Universität Bern

«Dieses Fach lehrt uns die kritische Auseinandersetzung mit Themen, die jeden Tag in den Medien sind, zum Beispiel Religionskriege, Migrationspolitik oder Geschlechterfragen.»

Mehr dazu

Anforderungen

Gefragt ist ein echtes und intensives Interesse für andere Menschen und ihr Alltagsleben sowie die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge, die diesen Alltag prägen. Gleichzeitig sollte man bereit sein, sowohl an diesem Alltag teilzunehmen wie auch den eigenen Blick auf die Welt, die kulturelle Herkunft und Werthaltung zu hinterfragen. Das bedingt Offenheit, Toleranz, Neugierde, Kritikfähigkeit und Reflektiertheit.
Gute Kenntnisse in Englisch und Französisch sind für die Lektüre der Fachliteratur und für viele Lehrveranstaltungen unumgänglich. Ausserdem sollte eine gewisse Sprachbegabung vorhanden sein, um die Sprachen anderer Kulturen lernen zu können. Für einen erfolgreichen Studienabschluss braucht es zudem Selbstständigkeit und Eigeninitiative in der Gestaltung des Studiums.

Spezielles

Eine Spezialität der Ethnologie/Sozialanthropologie ist die so genannte Feldforschung: Die Forschenden leben für eine bestimmte Zeit im direkten Kontakt mit den Menschen einer anderen Kultur, nehmen aktiv am Leben der Gemeinschaft teil und beobachten den Alltag rundherum («teilnehmende Beobachtung»). So lernen sie das Denken, Fühlen und Handeln dieser Menschen kennen. Dabei sammeln sie mit unterschiedlichen Methoden Material für die Fragestellung, die sie untersuchen wollen, z. B. mit Tagebuchnotizen zu den gemachten Beobachtungen und Erfahrungen, mit Gesprächen, mittels Analyse von Dokumenten, Objekten oder selber erhobene Daten. Ein Feldforschungsprojekt gehört üblicherweise zum Masterabschluss eines Ethnologiestudiums.

Forschungsschwerpunkte

Die meisten Institute für Ethnologie oder Sozialanthropologie pflegen regionale und thematische Schwerpunkte, z.B. Afrika, Südostasien, Lateinamerika, Mittlerer Osten oder Medizin-, Wirtschafts-, Religions-, Verwandtschaftsethnologie, Urbanität oder Ökologie. Zudem werden immer häufiger Themen und Fragestellungen aufgegriffen, die wegen der Migration und der Präsenz von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen hier in der Schweiz aktuell sind.
Aus diesen regionalen und thematischen Ausrichtungen der einzelnen Universitäten haben sich neben den ethnologischen Masterstudiengängen auch interdisziplinäre Studienprogramme entwickelt, die zusätzlich entsprechendes Fachwissen aus anderen Disziplinen bündeln, wie Sprachen, Geschichte, Kunstgeschichte, Religion oder Politologie. So ist z.B. in Basel ein Kompetenzzentrum für Afrikastudien entstanden, in Bern lassen sich Lateinamerikastudien oder Middle Eastern Studies belegen, Lausanne ist spezialisiert auf den indischen Subkontinent.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden Sie unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge im Detail

Beruf

Häufige Tätigkeitsfelder

Es gibt in der Schweiz nur wenig Stellen, die ausschliesslich Sozialanthropologinnen und Ethnologen offen stehen: an den ethnologischen Instituten der Universitäten und an den ethnologischen Museen. Für den Migrations- und Asylbereich sowie die Entwicklungszusammenarbeit bringen sie aber ebenfalls gutes Rüstzeug mit. Dazu kommen multikulturelle Arbeitsfelder wie beim Tourismus oder bei international tätigen Firmen und Organisationen.
Grundsätzlich stehen Ethnologinnen und Sozialanthropologen diejenigen Berufsfelder offen, welche auch für alle anderen Sozial- und Geisteswissenschaftler/innen Arbeitsoptionen bieten: im Journalismus, in Verlagen, Bibliotheken und Dokumentationsstellen sowie im Kulturbereich.

Laufbahn und Stellensuche

Weiterbildung

Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote

Wie die meisten Sozialwissenschaften bereitet auch das Studium der Ethnologie oder Sozialanthropologie nicht auf eine bestimmte berufliche Tätigkeit vor. Für viele Stellen, welche Ethnologinnen und Ethnologen offen stehen, werden spezifische Nachdiplomstudien als Weiterbildung verlangt. Die meisten dieser Nachdiplomstudien sind als Master of Advanced Studies (MAS) konzipiert und können berufsbegleitend absolviert werden.