Start myBerufswahl

Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

Arbeitsmappe - Deine Ergebnisse

Einen Moment bitte...

myBerufswahl wird geladen.

Abgemeldet

Ihre Login-Session ist abgelaufen. Sie werden auf die Startseite weitergeleitet. Bitte melden Sie sich erneut an, um Ihr Login fortzusetzen.
#

Studienrichtung Theaterwissenschaft und Tanzwissenschaft

Die Theaterwissenschaft befasst sich mit den verschiedenen Erscheinungsformen des Theaters, von der Antike bis zur Gegenwart. Die Tanzwissenschaft beschäftigt sich mit allen Erscheinungsformen des Tanzes. Untersucht werden historische, künstlerische und soziale Aspekte dieser beiden Kunstformen.

Fachgebiet

Theaterwissenschaft und Tanzwissenschaft
Theaterwissenschaft und Tanzwissenschaft

Zur Hochblüte gelangte Theater als Kunstform im alten Griechenland. Der Zweck des antiken Theaters – man unterschied zwischen Tragödie, Satyrspiel und Komödie – war es, die Zuschauer mit den grossen menschlichen Leidenschaften und Konflikten zu konfrontieren, um exemplarisch aufzuzeigen, was moralisch richtig oder falsch war. Die Theateraufführungen hatten sowohl religiöse als auch kulturelle und gesellschaftliche bzw. politische Bedeutung. Das Theater war ein Ort der Reflexion – und dies ist auch heute noch so. Die Faszination des Theaters liegt unter anderem in seiner Unmittelbarkeit und Lebendigkeit: Die Theateraufführung ist ein einmaliges, künstlerisches Geschehen, das die Zuschauenden miteinbezieht.

Theaterwissenschaft und Tanzwissenschaft

Theaterwissenschaft und Tanzwissenschaft

Der Bühnentanz wird – neben dem Sprechtheater und dem Musiktheater – zu den klassischen Formen des Theaters gezählt. Dazu gehören Tanzeinlagen in Oper und Musical, aber auch eigenständige abendfüllende Choreografien. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Bühnentanz identisch mit klassischem Ballett. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden Bewegungen wie der Freie Tanz, die die starren Konventionen des klassischen Balletts sprengten. Nach 1945 entwickelten sich die verschiedenen Formen des Zeitgenössischen Tanzes.

Studium

Studieninhalte

Die Theaterwissenschaft ist eine theoretische Ausbildung, bei der es um das Verständnis für die verschiedenen Ausprägungen von Theater geht. Es werden also keine Regisseurinnen oder Dramaturgen ausgebildet, sondern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Gelehrt werden Fächer wie Theatergeschichte, Theatertheorie, Dramaturgie und Aufführungsanalyse. Die Studierenden und Forschenden nehmen unter anderem mittelalterliche Spielformen, Laientheater, Aufführungen an renommierten Bühnen, Strassentheater sowie die freie Szene unter die Lupe. Dabei setzen sie sich auch intensiv mit der Kulturgeschichte auseinander.

Auch die Tanzwissenschaft ist eine theoretische, akademische Ausbildung. Sie beschäftigt sich mit allen Erscheinungsformen des Tanzes: Tanzgeschichte, Tanztheorie, Tanzdramaturgie sowie die Analyse von Tanzaufführungen. Sie sollen unterschiedliche Perspektiven auf die historischen, künstlerischen und sozialen Aspekte des Tanzes eröffnen. Wichtig: Tanzwissenschaft kann erst auf der Masterstufe belegt werden.

L. F. (22) studiert Theaterwissenschaft und im Nebenfach Germanistik an der Universität Bern.

«Zum Spass stehe ich auch mal auf der Bühne»

Mehr dazu

Anforderungen

Theater- und Tanzerfahrung ist erwünscht, aber nicht Bedingung. Auf jeden Fall müssen die Studierenden eine Vertrautheit mit der Theater- bzw. Tanzwelt mitbringen. Zudem sollten sie sich für das wissenschaftliche Arbeiten interessieren. Das bedeutet: Auseinandersetzung mit Theorien und die Bereitschaft, ein grosses Lesepensum zu bewältigen.

Spezielles

Auf der Bachelorstufe können Praktika in mit Theater und Tanz in Verbindung stehenden Einrichtungen (z. B. Dramaturgie- bzw. Produktionshospitanzen und -assistenzen) nach Absprache mit einer/m Dozierenden als Teil des Wahlbereichs angerechnet werden. Major-Studierenden werden Praktika zur Komplettierung der Fachausbildung sowie zum Kennenlernen späterer Berufsfelder nachdrücklich empfohlen. Auf der Masterstufe ist im Major ein Praktikum in einer mit Theater und Tanz in Verbindung stehenden Einrichtung obligatorisch.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge im Detail

Beruf

Häufige Tätigkeitsfelder

Ein Studium der Theaterwissenschaft und Tanzwissenschaft ist keine Ausbildung im Sinne eines festen Berufsbildes. Absolventinnen und Absolventen finden Aufgaben im gesamten kulturellen Sektor: Als Dramaturginnen oder Dramaturgen an Theatern der Schweiz und des Auslands, als Kulturredaktorinnen beim Radio, bei Kulturstiftungen wie Pro Helvetia, als Produzenten in der Freien Szene, als Regisseure an Stadttheatern, als Kritikerinnen für Zeitungen und Zeitschriften.
Die Berufschancen von hängen stark von der persönlichen Initiative der Einzelnen ab, auch von zusätzlichen Ausbildungen und Qualifikationen.

Laufbahn und Stellensuche

Weiterbildung

Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote

Es gibt Dutzende von Weiterbildungen für Absolventinnen und Absolventen der Theaterwissenschaft. Wie anderen Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler stehen ihnen unzählige kürzere und längere Nachdiplomausbildungen offen in: Kulturmanagement, Betriebswirtschaft, Erwachsenenbildung, Journalismus, Public Relations/Marketing, Archive/Dokumentationsstellen/Bibliotheken, Verlagswesen, Öffentliche Verwaltung oder Internationale Beziehungen.
Wer eine wissenschaftliche Laufbahn einschlägt, macht nach dem Master ein Doktoratsstudium und/oder arbeitet als Assistent. Zudem verfasst er eine wissenschaftliche Arbeit, die Dissertation. Diese Zeit nimmt je nach Fach ein bis fünf Jahre in Anspruch.
Weiterbildung on the job: Theaterwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler steigen auch in die Bereiche Dramaturgie, Regie und Theaterkritik ein. Der Einstieg erfolgt in der Regel über eine Hospitanz/Assistenz bzw. im Journalismus über eine freie Mitarbeit.