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Studienrichtung Filmwissenschaften

Wer sich vertieft mit dem Medium Film auseinandersetzen will, wird Spannendes über Stilrichtungen, Kamerakonzepte, Milieus und Kulturen erfahren.

Fachgebiet

Filmwissenschaften
Filmwissenschaften © Clipdealer

Die Filmwissenschaft ist ein theoretisches Fach wie die Literatur-, Musik- oder Geschichtswissenschaft. Während eines Studiums der Filmwissenschaft lernt man also nicht, Filme selber zu realisieren. Es werden auch keine Regisseure, Drehbuchautorinnen oder Kameraleute ausgebildet. Im Zentrum der Filmwissenschaften stehen die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Medium Film und die Analyse von filmischen Werken. Die wissenschaftliche Arbeit erfordert das Erlernen eines begrifflichen Systems und unterschiedlicher wissenschaftlicher Methoden und ist sehr vielfältig und facettenreich.

Filmwissenschaften

Filmwissenschaften © Clipdealer

Studium

Studieninhalte

Im Zentrum stehen die theoretische und historische Reflexion über das Medium Film und die Institution Kino sowie die analytische Auseinandersetzung mit den filmischen Werken und ihre kulturgeschichtliche Einbettung. Dementsprechend geht es im Studium der Filmwissenschaft vor allem um:

  • die Analyse von Film und Kino – auch im Verhältnis zu anderen künstlerischen Formen
  • Filmgeschichte sowie Filmgeschichtsschreibung in ihren unterschiedlichen Perspektiven (ästhetisch, soziologisch, ökonomisch, technologisch)
  • die Erarbeitung verschiedener Methoden der Analyse und einer präzisen Fachterminologie
  • Filmtheorie in Bezug zu Ästhetik, Genretheorie, Rezeptionstheorie, Geschlechterforschung usw.
E. S. studiert Filmwissenschaft im Master an der Universität Zürich.

«Ich sah ‹Trainspotting› von Danny Boyle – und hatte ein Aha-Erlebnis.»

Mehr dazu

Anforderungen

Wer von Film und Kino fasziniert ist, nicht nur zum Vergnügen ins Kino geht, gezielt ganze Werkschauen eines Regisseurs verfolgt und dem Filmschaffen «exotischer» Länder nachgeht, bringt bereits eine grundlegende Voraussetzung für dieses Studium mit. Eine weitere Voraussetzung ist auch das Interesse für geschichtliche, ästhetische und kulturelle Zusammenhänge und Hintergründe. Wichtig ist, dass man eigenständig Thesen über einen Film entwickeln und diese in strukturierter Form darlegen kann. Ein gewisses Mass an Abstraktionsvermögen ist gefragt, wenn es darum geht, Modelle und Theorien zu verstehen und sie kritisch zu beurteilen.
Eigene Erfahrungen mit Fotografie und Film erleichtern die Einsichten in technische Abläufe und helfen beim Nachvollziehen von ästhetischen Entscheidungsprozessen.

Spezielles

Filmberufe wie Regisseurin oder Kameramann werden im Universitätsstudium nicht erlernt. Für diejenigen, die das Handwerk des Filmemachens lernen wollen, empfiehlt sich ein entsprechendes Fachhochschulstudium.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge im Detail

Beruf

Häufige Tätigkeitsfelder

Wie alle Geistes- und Sozialwissenschaften ist auch die Filmwissenschaft keine ausgesprochene Berufsausbildung. Das heisst, es gibt kein fest umrissenes Berufsbild. Mögliche Beschäftigungsbereiche sind beispielsweise Hochschulen, Filmverleihe, Festivals, verschiedene Medien (Print, TV, Radio) und Mediotheken oder Archive.

Laufbahn und Stellensuche

Weiterbildung

Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote

Filmwissenschaft ist ein Studium, das nicht auf klar umrissene, berufliche Tätigkeiten vorbereitet. Deshalb kann es durchaus nützlich sein, sich frühzeitig zu überlegen, welche zusätzlichen Qualifikationen durch gezielte Weiterbildungen nach dem Studium erworben werden können.
Dafür gibt es so genannte Nachdiplomstudien und -kurse an Universitäten und Fachhochschulen. Je nachdem bieten sich Weiterbildungen im Bereich Journalismus, Kulturmanagement oder Erwachsenenbildung an.
Mögliche Weiterbildungen sind beispielsweise: