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Studienrichtung Ostasienwissenschaften (Japanologie, Sinologie)

Zu den Ostasienwissenschaften zählen Sinologie, Japanologie, Koreanistik und Zentralasiatische Kulturwissenschaft.
Anfänglich den Sprach- und Literaturwissenschaften zugeordnet, beschäftigen sie sich als Kulturwissenschaften mit sozialen, wirtschaftlichen, historischen und kulturellen Fragen aus Gegenwart und Vergangenheit.

Fachgebiet

Ostasienwissenschaften (Japanologie, Sinologie)
Ostasienwissenschaften (Japanologie, Sinologie)

Das Studium der Japanologie ist breit gefächert. Neben der Vermittlung profunder Kenntnisse der modernen japanischen Sprache und der Einführung in vormoderne Sprachformen werden Themen aus den Bereichen Geschichte, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Religion, Philosophie, Literatur behandelt.

Ostasienwissenschaften (Japanologie, Sinologie)

Ostasienwissenschaften (Japanologie, Sinologie)

Das Sinologiestudium in der Schweiz ist stärker sprach- und literaturwissenschaftlich ausgerichtet. Neben einer soliden Sprachausbildung in modernem und antikem Chinesisch stehen Veranstaltungen zu kanonischen, historischen, philosophischen und literarischen Texten im Mittelpunkt.Interesse am zentralasiatischen Kulturraum (Tibet(/Mongolei):Die Studienrichtung Central Asian Studies (Zentralasiatische Kulturwissenschaft) erforscht die Sprachen und die Sozial-, Kultur-, Politik- und Religionsgeschichte des zentralasiatischen Raumes. Zentralasien umfasst sowohl die islamischen wie die buddhistischen Regionen Innerasiens. Im Bachelor kann das Fach nur als Minor (Nebenfach) gewählt werden.

Studium

Studieninhalte

Im Studium der Ostasienwissenschaften werden solides Grundlagenwissen, Sprachkenntnisse und die Fähigkeit zu methodisch-wissenschaftlichem Denken vermittelt.
In der Sinologie umfasst das Studium sowohl das klassische wie das neuzeitliche China. Neben dem sprach- und literaturwissenschaftlichen Schwerpunkt werden Veranstaltungen aus Geschichte und Kultur Chinas angeboten.
Zum Studium der Japanologie gehören neben der Vermittlung profunder Sprachkenntnisse landeskundliche Einführungen in den Bereichen Geschichte, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Religion, Literatur, bildende und darstellende Künste sowie vertiefte Auseinandersetzung mit Themen der Geistesgeschichte, Philosophie und Literatur.
In beiden Fächern werden längere Landesaufenthalte empfohlen..Im Studium Central Asian Studies wird Grundlagenwissen der Sozial-, Kultur- und Religionsgeschichte Tibets und der Mongolei bis zur Gegenwart erworben sowie klassisches Tibetisch oder die ulguro-mongolische Schriftsprache erlernt: Im Masterstudium kommt eine zweite für diesen Raum relevante Sprache (Tibetisch, Mongolisch, Chinesisch, Persisch, Ulgurisch, Usbekisch etc.) dazu.

H.K. studiert im 4. Semester Sinologie an der Universität Zürich.

«Der Chinesisch-Sprachkurs ist genau auf Situationen zugeschnitten, die man als Austauschstudent/in in China antrifft.»

Mehr dazu

Anforderungen

Die wichtigsten Voraussetzungen für ein Studium der Ostasienwissenschaften sind: Freude am Umgang mit Sprachen, Texten und aussereuropäischen Kulturen, die Bereitschaft, intensiv Fremdsprachen (und Schriften) zu lernen und sich ins fremde Sprach- und Kulturgebiet zu begeben und somit mit unterschiedlicher Mentalität konfrontiert zu werden.

Forschungsschwerpunkte

Ein Grossteil der Studienzeit wird auf das Erlernen der chinesischen oder japanischen Sprache verwendet. Die entsprechenden Kurse sind nachfolgend nicht aufgeführt.
Geforscht wird – je nach universitärem Schwerpunkt – zu den verschiedensten Themen

Japanologie:

  • Literaturwissenschaftliche Analysen japanischer Schriftkunst vom Altertum bis heute
  • Ethische und gesellschaftskritische Theorien in Japan
  • Japans Arbeitsmarkt im Wandel
  • Wirtschaftliche Konsequenzen des demographischen Wandels Aktuelle soziale Problemfelder
  • Histoire et sociologie du nationalisme culturel japonais (XIXe-XXe siècles)

Sinologie:

  • Kulturgeschichte Chinas (späte Min-Zeit bis zur Gegenwart)
  • Literatur und Film Hongkongs
  • Buddhistische Logik
  • Medizingeschichte
  • Chinesische Philosophie und Philosophiegeschichte
  • La littérature populaire en Chine contemporaine : Valeurs traditionnelles, confucianisme, politique

Kein Lateinobligatorium

Für das Studium der Ostasienwissenschaften besteht kein Lateinobligatorium

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge im Detail

Beruf

Häufige Tätigkeitsfelder

Ein einheitliches Berufsbild für Ostasienwissenschaftlerinnen und Ostasienwissenschaftler gibt es nicht. Wie für alle Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler gilt auch hier: Das Studium vermittelt spezifische sprachliche und kulturwissenschaftliche Kompetenzen und eröffnet somit unterschiedlichste Chancen in vielen Sektoren des Arbeitsmarkts (Bildungsbereich, Medien, Bibliotheken, Diplomatie, Stiftungen, Verbände, Tourismus etc.).
Der ostasiatische Wirtschaftsraum (v.a. China) eröffnet für Absolventen/-innen, welche die entsprechenden Sprachen beherrschen, neue Chancen. Allerdings sind zusätzlich Fachkompetenzen in anderen Bereichen wie zum Beispiel Wirtschaft oder Recht, wichtig, um sich auf dem Arbeitsmarkt etablieren zu können.

Laufbahn und Stellensuche

  • Beschäftigung
    Tipps und Hinweise zum Stellenmarkt, zur Stellensuche, zum Bewerbungsverfahren und zu Lohnfragen

Weiterbildung

Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote

Die kulturwissenschaftlichen Studien der Asienwissenschaften sind wenig berufsorientiert. Neben der Fächerwahl sowie Berufs- und Praxiserfahrungen während des Studiums können berufsorientierte Weiterbildungen nach Stu-dienabschluss die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Je Berufsperspektive bieten sich Weiterbildungen im Bereich Kulturmanagement; Archiv/ Bibliothek/ Information/Dokumentation, Journalismus oder Diplomatischer Dienst / Internationale Organisationen an: