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Studienrichtung Slavistik und Osteuropa-Studien

Die beiden Studienfächer Slavistik und Osteuropa-Studien erkunden die osteuropäische Welt in ihrer Vielfalt von Sprachen und Kulturen. Hier finden Sie einen Überblick über das Studium und die Berufs- und Laufbahnmöglichkeiten.

Fachgebiet

Slavistik
Slavistik, © Keystone Allessandro della Bella

Die Slavistik (oder Slavische Philologie) untersucht die slavischen Sprachen und Literaturen in Vergangenheit und Gegenwart, ihre Entwicklung, Verbreitung und ihre Beziehung untereinander. Dabei kommen auch kulturelle, gesellschaftliche und politische Aspekte zur Sprache.
Während die Slavistik auf Sprache und Literatur fokussiert ist, sind die Osteuropa-Studien breiter angelegt und beinhalten auch Themen aus Geschichte, Politik, Kunst, Religion, Wirtschaft, Soziologie usw.
Die Absolventen und Absolventinnen sind im Kulturbereich (z.B. Medien), im Unterricht (Universitäten und Mittelschulen) aber auch in der Wirtschaft (z.B. Banken und Versicherung), Tourismus oder in der Diplomatie beruflich tätig.

Slavistik

Slavistik, © Keystone Allessandro della Bella

Studium

Studieninhalte

Obwohl die slavistischen Fächer ein weites Wissensgebiet umfassen, handelt es sich um so genannte "kleine Fächer" mit relativ wenigen Studierenden. Die Schwerpunkte der Slavistik an den einzelnen Universitäten definieren sich wesentlich über das Sprachenangebot. Davon werden an den Schweizer Universitäten vor allem folgende Sprachen gelehrt: Russisch, Polnisch, Tschechisch, Serbisch, Kroatisch und Bosnisch.

Die slavische Literaturwissenschaft interessiert sich für alle Arten von literarischen Texten, deren Analyse, Interpretation, Einordnung in einen historischen Gesamtkontext etc. und stellt sich dabei Fragen wie z.B.: Wer ist der Erzähler? Aus welcher Perspektive wird erzählt? Wie lassen sich die Personen eines Stücks charakterisieren? Wo lässt sich ein gleiches literarisches Motiv (Topos) in anderen Werken wiederfinden?

Die slavische Sprachwissenschaft untersucht die slavischen Sprachen oder eine Einzelsprache, beleuchtet ihre Entstehung Entwicklung, analysiert Kommunikation, Stil und Form etc. und stellt sich dabei Fragen wie z.B.: Was ist eine Metapher? Was sind Dialekte, Soziolekte, Regiolekte? Welche Gesetze gibt es in der menschlichen Kommunikation? Etc.

Osteuropa-Studien sind interdisziplinär ausgerichtet und beinhalten je nach Universität und Studienprogramm Fragestellungen und Inhalte – immer mit dem Fokus Osteuropa – aus den Bereichen der Geschichtswissenschaft, der Politikwissenschaft, der Kulturwissenschaft und/oder der Sozialanthropologie. Die Perspektive kann dabei eine umfassende sein, also ganz Osteuropa oder grössere Bereiche davon betreffen, oder es können Phänomene und Fragestellungen zu einzelnen Ländern oder Regionen Osteuropas untersucht werden. Im Gegensatz zur Slavistik beschränken sich die Osteuropa-Studien nicht nur auf den slavischen Raum, sondern beschäftigen sich mit dem gesamten osteuropäischen Raum, also z.B. auch mit Ungarn, Rumänien, Albanien etc.

E.F. studiert an den Unis Bern und Fribourg Slavistik und Osteuropa-Studien

«Slavistik ist ein Studium, das sich tagtäglich anwenden lässt.»

Mehr dazu

Anforderungen

Die erste Hürde im Studium ist der Spracherwerb einer oder mehrerer slavischer Sprachen. Dazu braucht es neben der Begabung auch ein grosses Durchhaltevermögen und viel Disziplin. Freude am Umgang mit Texten, ein Interesse für die Struktur und Entwicklung der betreffenden Sprache(n) sind wohl die wichtigsten Voraussetzungen. Es braucht aber auch Ausdauer und Geduld, wenn es darum geht, sich auf einen fremdsprachigen Text oder eine Textstelle einzulassen.
Interesse für die Kultur Osteuropas im weitesten Sinn,  wird sowohl im Studium wie auch bei der späteren Berufstätigkeit als selbstverständlich vorausgesetzt.

Spezielles

Für Slavistik und Osteuropa-Studien besteht an den Schweizer Universitäten kein Lateinobligatorium. Für Studierende der Slavistik im Hauptfach ist in der Regel Russisch obligatorisch.
Eine weitere Studienmöglichkeit im Bereich der Russischen Sprache besteht an der Universität Genf oder an der Zürcher Hochschule ZHAW, wo Studienangebote in Übersetzen und Dolmetschen bestehen.

Forschungsschwerpunkte

In der Slavistik wird Forschung sowohl in der Sprach- als auch in der Literaturwissenschaft betrieben. Sprachwissenschaftliche Forschungsthemen könnten z.B sein: Untersuchung der Anredeformen im Serbischen, Implizite Kommunikationsstrategien im politischen Diskurs Russlands, Polens und Tschechiens etc.
Forschungsthemen der Literaturwissenschaft wären z.B.: Analyse der Korrespondenz eines Autors, Untersuchung der Zensur während einer bestimmten literarischen Epoche etc. 
Innerhalb der Osteuropastudien sind Themen aus der Soziologie, Geschichte, Musikwissenschaft, Philosophie usw. Gegenstand der Forschung.

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden Sie unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge im Detail

Beruf

Häufige Tätigkeitsfelder

Absolventinnen und Absolventen der Osteuropa-Studien oder der Slavistik haben die Qual der Wahl. Wie viele andere Geisteswissenschaften führen auch Slavistik und Osteuropa-Studien nicht in einen bestimmten Beruf, eröffnen aber gerade deshalb ein sehr breites Spektrum an Möglichkeiten: von Tätigkeiten in Lehre und Forschung oder im Übersetzungswesen über Jobs bei Medien, Verlagen oder in Werbung und PR bis hin zu Funktionen im Informationsmanagement, in der Diplomatie oder bei internationalen Organisationen.

Laufbahn und Stellensuche

Weiterbildung

Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote

Je nach Berufstätigkeit und –perspektiven steht Slavistinnen und Slavisten sowie Absolventen und Absolventinnen der Osteuropawissenschaften ein grosses Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Künftige Russischlehrer/innen erwerben das Lehrdiplom für Maturitätsschulen. Diese Weiterbildung kann zum Teil schon während des Studiums begonnen werden. Wer eine wissenschaftliche Laufbahn plant, schreibt eine Doktorarbeit. Im Kulturbereich denkbar wäre zum Beispiel eine Ausbildung in Kulturmanagement oder Museologie, im Bereich Medien eine Ausbildung in Journalismus, im Bereich Bibliothek/Archiv eine Weiterbildung zum/r wissenschaftlichen Bibliothekar/in. Für eine Tätigkeit bei internationalen Organisationen gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich weiter zu bilden. Wer das Aufnahmeverfahren in den diplomatischen Dienst bestanden hat, absolviert eine interne spezialisierte Ausbildung. Auch Banken und Versicherungen bieten interne Weiterbildungskurse an. Im Bereich Management gibt es ebenfalls eine Vielzahl von spezialisierten Weiterbildungen.
Mögliche Weiterbildungen sind beispielsweise: