Von der Literaturwissenschaft zum Sachbuch
Mein Eintrittsticket in die Verlagsbranche war eine einjährige Volontariatsstelle beim Diogenes Verlag. Dank der Lektoratserfahrung, die ich mir dort nach dem Studienabschluss aneignen konnte, fand ich anschliessend in einem andern Verlag eine Stelle als Lektorin. Zu meinen Kernaufgaben gehört das sprachliche und stilistische Bearbeiten von Texten. Zudem prüfe ich Manuskripte. An gemeinsamen Lektoratssitzungen diskutieren wir, ob wir sie in unserm Verlag publizieren oder ablehnen. Ich schreibe auch Klappen- sowie Werbetexte und suche Umschlagmotive aus.Das Verlagsprogramm hat nichts mit meinem Studienfach zu tun. Im Rahmen meines Slavistikstudiums habe ich mich damals auf die Literaturwissenschaft konzentriert. Wir publizieren jedoch Sachbücher zu verschiedenen Themen wie Politik und Wandern. Mein ursprünglicher Berufswunsch war es, einen eigenen Verlag zu haben. Während der Semesterferien absolvierte ich verschiedene Praktika bei Verlagen und bei kulturellen Institutionen. Heute weiss ich, dass das grösste Problem im Verlagswesen das Geld ist. Viele Verlage kämpfen ums Überleben und die Löhne sind dementsprechend oft bescheiden. Dieser Nachteil wird jedoch durch die interessante und befriedigende Arbeit wettgemacht.


