Wirksam Krankheitssymptome bekämpfen
Nach meinem Studienabschluss hatte ich während zwei Jahren eine Stelle als Assistenzarzt in einem kleinen Spital. Nun arbeite ich schon seit einem Jahr in einem Kantonsspital. Mein Arbeitstag beginnt vor sieben Uhr. Ich besuche die Patienten und will wissen, wie es ihnen geht. Der Kontakt mit den Menschen gefällt mir. Vor der Operation muss ich die Patienten oft beruhigen und ihnen zu spüren geben, dass ich ihnen helfen kann. Bei am Vortag Operierten erkundige ich mich, wie es ihnen in der Nacht ergangen ist. Falls Komplikationen aufgetreten sind, muss ich dem leitenden Oberarzt einen Rapport abliefern. So können wir die nächsten Schritte besprechen und diese einleiten.Um acht Uhr gehe ich in den Operationssaal, wo ich bis in den frühen Nachmittag Bauchoperationen vornehme und Knochenbrüche repariere. Um wirklich komplexe Operationen durchführen zu können, muss man Oberarzt sein. Um dieses Ziel zu erreichen, muss ich noch mindestens zwei Jahre als Assistenzarzt Erfahrungen sammeln. Nach den Operationen gibt es auch noch administrative Arbeiten zu erledigen. Leider nimmt dieser Teil der Arbeit immer mehr zu. Es müssen neben Entlassungsberichten auch Berichte für die Versicherungen und dergleichen verfasst werden. Ich arbeite sehr gerne als Chirurg. Im Gegensatz zu andern Ärzteberufen kann man in der Chirurgie direkt und effektiv die Krankheitssymptome bekämpfen.
Den Abend widme ich oft meiner Weiterbildung. In meinem Privatleben muss ich auf vieles verzichten. Zum Teil habe ich auch in der Nacht und am Wochenende Dienst. Es kann auch vorkommen, dass sich Operationen und administrative Arbeiten bis spät in den Abend hineinziehen.


