Humanmediziner/innen diagnostizieren, behandeln und heilen Krankheiten und Verletzungen von Menschen. Dazu verfügen sie über ein breites Wissen in naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern wie Biologie, Anatomie, Physiologie, Chemie und Physik sowie über psychosoziale Fachkenntnisse. In der Anamnese befragen und untersuchen sie die Patienten/-innen und stellen eine Diagnose. Für die Behandlung stehen ihnen medizinische High-Tech-Geräte und differenzierte Techniken sowie Medikamente zur Verfügung. Zunehmend beziehen sie neben den schulmedizinischen Methoden auch komplementärmedizinische Heilverfahren in den Behandlungsprozess ein. In der Forschung studieren Humanmediziner/innen Krankheitsursachen und -abläufe, entwickeln neue Heilmethoden und Operationstechniken und testen die Wirkung neuer Medikamente.
Die grosse Mehrheit spezialisiert sich nach dem Studium weiter und erwirbt einen der vielen Facharztitel oder Fähigkeitsausweise der FMH (Foederatio Medicorum Helveticorum). Dies bedeutet eine je nach Fachrichtung zwei- bis fünfjährige Weiterbildung, meist als Assistenzarzt oder -ärztin in einem Spital.
Humanmediziner/innen arbeiten in Spitälern, öffentlichen und privaten Kliniken, führen eine eigene Praxis oder beteiligen sich an einer Gemeinschaftspraxis. Sie übernehmen Aufgaben als Präventivmediziner oder Arbeitsmediziner in der öffentlichen Verwaltung, in humanitären Organisationen und der Privatwirtschaft. An den Hochschulen sind sie in Lehre und Forschung tätig. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten finden sie bei Versicherungen, Krankenkassen, schulärztlichen Diensten, Dokumentationsstellen, in der Entwicklungszusammenarbeit sowie in der Pharma- und medizintechnischen Industrie.


