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|  | Aufbau und Organisation der Universitäten |  | | | Rektorat und Leitungsgremien der Universität Die Führungsstrukturen der Universitäten sind sehr unterschiedlich. In der Regel stehen der Universität als oberste Leitungsgremien der Senat bzw. die Regenz mit legislativer Funktion und der vom Senat gewählte Rektor bzw. die Rektorin mit exekutiver Funktion vor. Amtsdauer und Kompetenzen des Rektors oder der Rektorin variieren von Universität zu Universität. Meist stehen dem Rektor Prorektoren und Prorektorinnen bei der Amtsführung zur Seite.
Im Senat bzw. in der Regenz, dem legislativen Leitungsgremium einer Hochschule, sind die verschiedenen universitären Gruppen der Lehrenden, der Lernenden und der Hochschulverwaltung vertreten. Die Vertreter/innen werden von den Gruppierungen resp. vom Studierendenrat auf eine bestimmte Zeit gewählt.
Fakultäten – organisieren Lehre und Forschung Lehre und Forschung sind an den klassischen Universitäten in verschiedene Bereiche unterteilt, z.B. in Sozial- und Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Rechts-, Staats- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin und Theologie. Diese Bereiche werden als Fakultäten bezeichnet. Sie sind historisch gewachsene universitäre Gebilde, zu denen die verschiedenen Studienfächer zusammengefasst werden. An der Universität St. Gallen und an den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH Zürich und EPF Lausanne) sind die Bereiche in Abteilungen/Departemente unterteilt.
Dekanat – führt die Fakultät Der Vorsteher oder die Vorsteherin einer Fakultät trägt den Titel Dekan bzw. Dekanin. Das Dekanatssekretariat organisiert die Prüfungen und erteilt Auskünfte über organisatorische Fragen des Studiums an der jeweiligen Fakultät. Dazu gehören Auskünfte über Prüfungsvoraussetzungen, Anerkennung von bereits erbrachten Studienleistungen, Ergänzungsprüfungen oder auch das Latinum u.a.m.
Institut oder Seminar – organisieren die Studiengänge Die einzelnen Studienfächer sind als Seminare oder Institute organisiert. Diese sind je nach Grösse und Fach verschieden strukturiert. Für die Geschäftsführung sind in der Regel die als Vorsteher/innen gewählten Professoren/-innen zuständig. Sie organisieren die Studienpläne, sind verantwortlich für das Studienangebot und beantragen die Anstellung von wissenschaftlichen Mitarbeitern, Assistierenden und Hilfsassistierenden bei der Universitätsleitung.
Von den einzelnen Instituten oder Seminaren werden Studienfachberater/innen bestimmt. Sie unterstützen die Studierenden bei der Planung des Studiums.
Die Universitätskanzlei bzw. das Studiensekretariat – zentrale Informationsstelle jeder Uni Die Universitätskanzlei bzw. das Studiensekretariat ist die gesamtuniversitäre Administrationsstelle. Der Zuständigkeitsbereich reicht von der Exmatrikulation (manchmal auch Immatrikulation, das Einschreibeverfahren an den Universitäten) über das Ausstellen von Studienbescheinigungen bis zum Verkauf von Drucksachen und der Bearbeitung von Versicherungsfragen. Zudem ist sie eine zentrale Drehscheibe und verweist für alle Fragen auf die richtige Stelle.
Studentenschaften – vertreten die Studierenden gegenüber den Leitungsgremien der Universitäten Die Studentenschaften der Universitäten vertreten die Studierenden in verschiedenen Universitätsgremien, bringen so die Meinungen der Studierenden ein und wirken im Senat, der Legislative der Universität, mit. Die Studentenschaften nehmen die Interessenvertretungen der Studierenden auch ausseruniversitär wahr, etwa gegenüber dem Regierungsrat und engagieren sich auf eidgenössischer Ebene im "Verband der Schweizerischen StudentInnenschaften VSS".
Auf der Ebene der einzelnen Studienrichtungen übernimmt diese Rolle meist die Fachschaft. Die Fachschaft vertritt die studentischen Interessen gegenüber dem Institut, sie wählt Delegierte für Kommissionen der Fakultät oder der Abteilung, organisiert Veranstaltungen und setzt sich für den Zusammenhalt zwischen den Studierenden des gleichen Faches ein.
Zudem bieten die Studentenschaften ihren Mitgliedern verschiedene Dienstleistungen an wie Shops mit Vergünstigungen, Stellenbörsen und Unterstützung beim Einstieg ins Studium.
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