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|  | Geschichte |  | | | Geschichte – Studium und Beruf Die Geschichtswissenschaft untersucht die Vergangenheit anhand der historischen Quellen. Sie entwirft Geschichtsbilder, die auf Quellen abgestützt sind, mit Argumenten begründet werden und aufgrund neuer Erkenntnisse widerlegt werden können. Dadurch unterscheidet sie sich von Mythen, Legenden oder Sagen.
Worum geht es in Geschichte: Von Kultur- zu Sozial- bis Alltagsgeschichte Die Geschichtswissenschaft hat es mit den verschiedensten Geschichten einzelner Leute, von Sozialgruppen, Staaten, Regionen oder der Geschlechter zu tun. Sie interessiert sich für das Denken, Fühlen und Handeln einzelner Menschen oder Gruppen, das komplexe Zusammenspiel von kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Gesellschaftsstrukturen, das Verhältnis der Menschen zu ihrer natürlichen Umwelt. So gibt es z.B. die Geschichte des Altertums, des Mittelalters und der Neuzeit; Geschichte von lokalen Verhältnissen, einzelnen Regionen oder Staaten, aber auch von ganzen Kontinenten. In systematischer Hinsicht gibt es etwa Kulturgeschichte, Sozialgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Militärgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Alltagsgeschichte, Politikgeschichte, Geschlechtergeschichte und Umweltgeschichte.
Häufige Tätigkeitsfelder: Lehrberuf, Forschung und Information Ein Geschichtsstudium ist keine Berufsausbildung. Doch Historiker und Historikerinnen lernen in ihrem Studium, Fragen zu stellen, ein Thema selbstständig zu recherchieren, kritisch und genau zu lesen, Informationen zu analysieren, Zusammenhänge zu erkennen und herzustellen, komplexe Sachverhalte zu vermitteln. Damit stehen ihnen viele Arbeitsfelder offen, auch wenn es kaum Stelleninserate explizit für Historiker/innen gibt. Der wichtigste Arbeitsbereich von Historikern nach Studienabschluss ist der Bereich Information und Kultur. Dazu gehören Archive, Bibliotheken und Museen und der Journalismus. Ausserdem arbeiten sie häufig als Mittelschullehrer/innen oder in der Lehre und Forschung an Universitäten.
Anforderungen Freude am kritisch-analytischen Lesen, überdurchschnittliches Interesse an politischen und sozialen Fragen, Geduld beim Recherchieren und Auswerten von Quellen und eine gute Portion Neugier sind die Grundvoraussetzungen, die man für ein Geschichtsstudium mitbringen sollte. Wichtig ist auch, dass man selber Ideen entwickeln, Zusammenhänge herstellen und diese in strukturierter Form darlegen kann. Auch ein gewisses Mass an Abstraktionsvermögen ist gefragt, wenn es darum geht, Modelle und Theorien zu verstehen und sie kritisch zu beurteilen.
Mehr zu Studium, Beruf und Weiterbildung Studium Schwerpunkte des Studiums, Studiengänge an den verschiedenen Hochschulen, Studium selbst erlebt.
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