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Berufe und Ausbildungen
Beruf: Blindenführhundeinstruktor/in (HFP)

Tätigkeiten

Blindenführhundeinstruktoren/-instruktorinnen prüfen Hunde auf ihre Eignung als Führhunde. Sie bilden diese aus und instruieren die künftigen Halter/innen. Die Tiere und sehbehinderten Menschen begleiten sie auch nach der Ausbildung im Alltag.

Blindenführhunde verbringen ihre ersten eineinhalb Lebensjahre bei einer Patenfamilie. Dann prüfen Blindenführhundeinstruktorinnen individuell, welche Hunde sich für die Ausbildung zum Blindenführhund eignen. Dafür beurteilen sie seine Gesundheit, seinen Charakter, seine Belastbarkeit und seine Seh- und Hörfähigkeit.

Blindenführhundeinstruktoren bilden die ausgewählten Hunde vollständig aus. Sie lernen die Tiere genau kennen und achten auf Charakterzüge wie Neugierde, Bezug zum Menschen, Selbstsicherheit, Arbeitsfreude und Gelassenheit.

Während der Ausbildung lehren Blindenführhundeinstruktorinnen die Hunde, auf eine Vielzahl von Hörzeichen zu reagieren und Hindernisse verschiedenster Art - am Boden, auf der Seite und in Kopfhöhe des Menschen - anzuzeigen oder sicher zu umgehen. Zur Ausbildung gehört, auf ein Hörzeichen hin Zebrastreifen, Treppen, Türen, Billettschalter, Sitzplätze und öffentliche Verkehrsmittel anzuzeigen. Die Fachleute bringen den Hunden Routineabläufe bei, z. B. das Stehenbleiben am Strassenrand, aber auch das Erkennen von Gefahren wie Baustellen, Pfosten, Pfützen oder Ästen.

Blindenführhundeinstruktoren verbringen viel Zeit mit den Hunden. Sie betreuen die Tiere artgerecht. Dabei üben sie mit den Tieren eine Routine ein, die der zukünftigen sehbehinderten Halterin angepasst ist. Sie pflegen die ihnen anvertrauten Hunde regelmässig und untersuchen sie dabei auf Zecken, Schwellungen und Schnitte. Zudem sind sie täglich mit ihnen unterwegs, meist in der Stadt.

Blindenführhundeinstruktorinnen klären ab, ob sich interessierte Personen als Blindenführhundehalter eignen. Sie besuchen ihre Klienten am Wohn- und Arbeitsplatz und informieren über die artgerechte Hundehaltung. Dann suchen sie für jede Klientin einen geeigneten Hund aus. Sie machen den ausgebildeten Führhund mit seiner Halterin und dem zukünftigen Wohnort vertraut. Sie schulen die Sehbehinderten im Umgang mit den Hunden und zeigen das Handling des Geschirrs. Ist ein Gespann eingespielt, beurteilt eine IV-Expertin die Zusammenarbeit.

Auch nach der Einführung des Hundes bleiben die Blindenführhundeinstruktoren die zentralen Ansprechpersonen für die Hundehalter und betreuen das Gespann bis ans Lebensende des Hundes. Sie bereiten die Pensionierung der Hunde vor und erarbeiten Folgelösungen.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungsordnung vom 10.5.2010

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in Form von Modulen erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind beim Schweiz. Zentralverein für das Blindenwesen SZB erhältlich.

Bildungsangebote

In einer anerkannten Führhundeschule; Adressen sind auf der SZB-Website ersichtlich.

Dauer

ca. 3 Jahre (inkl. Praktikum)

Module und Prüfung
  • Module: Tauglichkeitsabklärung Hund; Ausbildung mehrerer Blindenführhunde; Hundebetreuung; Klienteneignungsabklärung; Führhundezuteilung; Klientenausbildung; Nachbetreuung Blindenführhundegespann; Pensionierung und Folgelösung; Praktikum
  • Prüfung: Die Prüfung gliedert sich in mehrere Teile. Im praktischen Teil werden z. B. die Kontaktaufnahme mit fremden Hunden sowie die Arbeit mit ausgebildeten Führhunden geprüft.
Abschluss

Eidg. anerkanntes Diplom "Blindenführhundeinstruktor/in"

Voraussetzungen

Vorbildung

Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • Abschluss auf Tertiärstufe (z. B. eidg. Berufs- oder Höhere Fachprüfung, Höhere Fachschule, Fachhochschule oder universitäre Hochschule) und
  • mind. 2 Jahre Berufspraxis als angehende/r Blindenführhundeinstruktor/in und
  • Fahrausweis der Kategorie B und
  • erforderliche Modulabschlüsse bzw. Gleichwertigkeitsbestätigungen

zusätzliche Anforderungen:

  • Mindestalter 22 Jahre
  • gute Sprachkenntnisse sind von Vorteil

Über Details informieren die Führhundeschulen.

Anforderungen
  • ausgeprägte Kontaktfreude und Kommunikationsfähigkeit
  • Einfühlungsvermögen
  • gute Beobachtungsgabe
  • Sozialkompetenz
  • grosses Interesse an Tieren
  • Zuverlässigkeit
  • Geduld und Ausdauer

Weiterbildung

Kurse
Angebote des Schweiz. Zentralvereins für das Blindenwesen SZB, weiterer Fachverbände und von Führhundeschulen

Berufsverhältnisse

Blindenführhundeinstruktoren und -instruktorinnen arbeiten in den von der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) anerkannten Führhundeschulen. Mit entsprechender Berufserfahrung finden sie auch Anstellungen als Versicherungs- oder Prüfungsexperten/-expertinnen, z. B. bei der IV. In ihrem Arbeitsalltag sind sie oftmals den ganzen Tag und bei jeder Witterung unterwegs, um die Hunde zu trainieren. Für die Berufsausübung sind eine gute Beobachtungsgabe und physische Belastbarkeit unabdingbar.

Verwandte Berufe

Reitpädagoge/​-pädagogin

Prüfungsordnung

 PDF-Dokument «Prüfungsordnung»

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