Berufe und Ausbildungen Beruf: Mitarbeiter/in Einsatzleitzentrale
Tätigkeiten
Empfängt alle Notrufe unter Telefon 118, fragt nach, um die Situation und die Dringlichkeit zu beurteilen, orientiert sich anhand von Checklisten über die diversen Notfälle und leitet bei Bedarf sofort die notwendigen Massnahmen ein (Feuerwehreinsatz, Polizei, Ambulanz usw.). Leitet, wenn nötig, die anrufende Person an, im Rahmen ihrer Möglichkeiten selber aktiv zu werden und/oder beruhigt sie.
Anforderungen
Einige Jahre erfolgreiche Berufspraxis in der Berufsfeuerwehr bzw. im ausrückenden Dienst
Fähigkeit, über lange Zeit hinweg hoch konzentriert am Bildschirm zu arbeiten
(Beispiel: 3 bis 4 Bildschirme überwachen in einem 12-Stundendienst mit 1 Stunde Pause)
Sehr hohe Anforderungen an die Belastbarkeit: Fähigkeit, einen klaren Kopf auch bei sehr stressigen Situationen behalten und nach Dienstende abschalten zu können.
Breite, auf das Einzugsgebiet bezogene Geografiekenntnisse
Gute Anwender-Informatikkenntnisse
Gute Ausdrucksweise, flüssige Schreibweise
Fremdsprachenkenntnisse (von Vorteil)
Bereitschaft zu Schichtarbeit
Ausbildung
Übliche/r Ausbildungsweg/e:
Betriebsinterne und funktionsbezogene Einarbeitung
Weiterbildung
Unter Umständen wieder Wechsel in den ausrückenden Dienst der Berufsfeuerwehr
Verwandte Berufe
Funktionen in anderen Einsatzzentralen z.B. bei der Polizei, Sanität, REGA.
Eine Verwandtschaft besteht auch mit anderen Überwachungstätigkeiten am Bildschirm, wie beispielsweise bei der Flugverkehrsleitung/Flugsicherung.
Anmerkungen
Die Möglichkeit für die Tätigkeit in einer Einsatzleitzentrale mit der Notrufnummer 118 ist von Feuerwehrkorps zu Feuerwehrkorps verschieden.
Die Funktionsbezeichnung kann ebenfalls unterschiedlich sein, zum Beispiel wird dafür auch "Einsatzdisponent/in Feuerwehr" verwendet.
Zum Teil sind die Zentralen zur Entgegennahme von Notrufen für Sanität und Feuerwehr gekoppelt und Mitarbeitende müssen in der Lage sein, beide Arten von Notrufen entgegen nehmen zu können.